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Besondere Tradition

Erstmals wieder Weinlese am Hamburger Stintfang

Seit 1995 wird am Stintfang Wein angebaut.

Seit 1995 wird am Stintfang Wein angebaut. Foto: Ulrich Perrey/dpa

Seit 1995 hat Hamburg einen Weinberg. Doch wegen Bauarbeiten mussten die alten Weinstöcke weichen. Jetzt kann zum ersten Mal wieder geerntet werden.

Von dpa Freitag, 29.08.2025, 14:20 Uhr

Hamburg. Weinlese an den St. Pauli-Landungsbrücken: Nach jahrelanger Pause kann wieder Wein am Stintfang geerntet werden. 99 neue Reben hatten die ehrenamtlichen Winzer im Frühling 2022 gepflanzt, teilte die Hamburger Bürgerschaft mit. Die alten Weinstöcke hatten Bauarbeiten an der S‑ und U‑Bahnanlage Landungsbrücken weichen müssen. 

Die Trauben der jungen Pflanzen wurden nun zum ersten Mal geerntet. Die Hausherrin am Stintfang, Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit, hatte schon an der Pflanzung der Rebstöcke teilgenommen – für die erste Ernte besuchte sie den Stintfang erneut. Der Weinberg war eine Zeit lang der nördlichste Weinberg Deutschlands, aktuell ist es ein Weinberg in Keitum auf Sylt, teilte die Bürgerschaft mit.

Der Weinberg am Stintfang ist eine Schenkung der Winzerinnen und Winzer des Stuttgarter Weindorfes an die Hamburgische Bürgerschaft. Seit 1996 werden die Trauben im September geerntet und nach Stuttgart gebracht. Dort werden sie gepresst und finden schließlich als „Hamburger Stintfang Cuveé“ ihren Weg zurück in den Norden. Eine Ernte umfasst etwa 40 bis 50 Flaschen á 0,375 Liter. Der exklusive Wein wird an Gäste der Bürgerschaft verschenkt oder für einen guten Zweck versteigert.

Der Weinberg ist eine Schenkung der Winzerinnen und Winzer des Stuttgarter Weindorfes.

Der Weinberg ist eine Schenkung der Winzerinnen und Winzer des Stuttgarter Weindorfes. Foto: Ulrich Perrey/dpa

Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD) machte bei der Weinlese mit.

Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD) machte bei der Weinlese mit. Foto: Ulrich Perrey/dpa

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