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TFalsche Fahnen am Stadeum und Neues zur Bürgermeisterwahl

Der laufende Betrieb des Stadeums wird von der Stadt Stade mit über zwei Millionen Euro bezuschusst.

Der laufende Betrieb des Stadeums wird von der Stadt Stade mit über zwei Millionen Euro bezuschusst. Foto: Stadeum

Hat der Landkreis das Stadeum übernommen? Und was macht eigentlich der Bürgermeisterwahlkampf in Stade? Hier die Antworten.

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Von Karsten Wisser,
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Von Lars Strüning
Sonntag, 08.03.2026, 08:00 Uhr

Landkreis. Hat der Landkreis Stade der Stadt Stade das defizitäre Stadeum abgenommen? Diese Frage beschäftigt Bürger, die sich damit an die Kreisverwaltung wandten. Der Anlass: Vor dem größten Kultur- und Tagungszentrum im Elbe-Weser-Dreieck wehten fast 14 Tage lang die Fahnen des Landkreises Stade.

Stadeum ist ein Sanierungsfall

Als Vorbild für eine solche Übernahme könnte die Abgabe der Elbe Kliniken Stade-Buxtehude dienen. Zum Jahreswechsel 2022/2023 trennte sich die Stadt von ihrem 50-Prozent-Anteil an den Krankenhäusern in Stade und Buxtehude.

Schon damals war absehbar, dass das kommende Jahrzehnt für die kommunalen Träger der Kliniken teuer werden würde. Drei Jahre später hat der Kreis viele Millionen Euro in Neubauten und den Betrieb der Kliniken investiert. Auch das Stadeum steht vor einer umfassenden Sanierung und bleibt ein Zuschussbetrieb.

Doch die Fahnen vor dem Stadeum deuten nicht auf eine erneute Übernahme hin. Landrat Kai Seefried (CDU) hatte seine rund 1000 Mitarbeiter zu einer großen Dienstversammlung eingeladen. Es dauerte fast zwei Wochen, bis die Fahnen wieder abgenommen wurden.

Kandidat sammelt Geld und Unterschriften

Die hohen Ausgaben der Stadt Stade fürs kulturelle Angebot sind dem parteilosen Bürgermeisterkandidaten Jörg Baumann ein Dorn im Auge. Er hat jetzt erst mal nach eigenen Angaben 252 Unterschriften im Rathaus abgeliefert, die seine Kandidatur unterstützen.

Jörg Baumann will Bürgermeister von Stade werden. Mit seinen vier Mitstreiterinnen gründete er den Verein „Gemeinsam etwas ändern“ (von links): Christine Burbulla, Meike Ossenbrügge, Nicole Schultz und Helena Gerken.

Jörg Baumann will Bürgermeister von Stade werden. Mit seinen vier Mitstreiterinnen gründete er den Verein „Gemeinsam etwas ändern“ (von links): Christine Burbulla, Meike Ossenbrügge, Nicole Schultz und Helena Gerken. Foto: Strüning

Das werde jetzt geprüft, heißt es aus der Verwaltung. Sollten die nicht reichen, hat Baumann bis 20. Juli Zeit, welche nachzureichen. Bis dahin müssen die Kandidaturen offiziell beim Wahlleiter eingegangen sein. 200 Unterschriften müssen es werden.

Die Zeit will Baumann nutzen, um sich schlau zu machen in Sachen Verwaltung. Er soll sich um ein zweiwöchiges Praktikum bei der Stadt beworben haben. Die lehnte ab aus Neutralitätsgründen. Baumann möge sich an eine andere Kommune wenden.

Spendenkonto füllt sich nur sehr langsam

Wahlkampf kostet nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Baumann hat dafür ein Spendenkonto bei GoFundMe eröffnet. 5500 Euro will er einnehmen für sich und seine Mitstreiter.

Baumann will nicht nur Bürgermeister werden, Mitglieder des Vereins „Gemeinsam etwas ändern“, die ihn unterstützen, streben die Mitgliedschaft in den Ortsräten und dem Rat der Stadt an. Plakate sollen unter anderem gedruckt werden.

Es würden „keine überflüssigen Ausgaben“ finanziert, versprechen Baumann und Co. Überschüssiges Geld werde dem Tierheim gespendet. Der Aufruf hat noch nicht gefruchtet. 395 Euro waren bis Freitagmittag zusammengekommen. Davon 300 Euro als anonyme Einzelspende. Wer das wohl war?

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