TFrust bei Politikern und Zuhörern: Buxtehude scheitert am Zeitlimit
Die gemeinsame Sitzung von Schul- und Bauausschuss dauerte fast vier Stunden. Foto: Wisser
Eine kommunalpolitische Sitzung in Buxtehude endet im Frust. Was den Abend so ungewöhnlich gemacht hat, dass sich selbst erfahrene Politiker nur noch wunderten.
Buxtehude. Die kommunalpolitische Sitzung in Buxtehude war selbst für erfahrene Politiker ungewöhnlich.
Kaum zu glauben: Die Sitzung dauerte fast vier Stunden
Obwohl der Bauausschuss und der Schulausschuss sich am Dienstag bereits um 18.15 Uhr getroffen hatten, musste die Sitzung kurz nach 22 Uhr beendet werden, ohne dass das wichtigste Thema – der Masterplan Grundschulen – überhaupt richtig begonnen wurde. Warum das?
In Buxtehude gibt es die Absprache, dass Sitzungen nicht länger als bis 22 Uhr dauern sollen. „Das war für die Verwaltung und die Politik keine Werbung“, zog ein Ratsherr, der seit über 20 Jahren im Amt ist, frustriert Bilanz.
Das erzeugt Frust: Viele Zuhörer warteten vergebens
In der Sitzung sollte entschieden werden, welche Grundschule in Buxtehude als erste saniert wird und ob die Politik den Masterplan in seiner jetzigen Form zur Kenntnis nehmen wollte. Viele der 40 Zuhörer waren extra für diesen Tagesordnungspunkt gekommen, besonders viele aus Neukloster. Sie befürchten die langfristige Schließung ihrer Grundschule.
Niels Großkreutz (SPD), Vorsitzender des Bauausschusses, gab den geduldigen Zuhörern noch die Gelegenheit, Fragen zum Masterplan zu stellen. Danach war Schluss und viel Frust. Die Tagesordnung war überfrachtet und zeigte, welches Ausmaß die Schulthemen in der Stadt inzwischen eingenommen haben.
Die Diskussionen um Sanierung und Erweiterung versus Neubau der Halle Süd und die Verschiebung der Gründung der Oberschule Buxtehude hatten lange gedauert. In beiden Punkten gab es massive Kritik aus der Politik und zum Thema Oberschule auch aus den Schulen. Die Gründung der Oberschule soll auf 2028/2029 verschoben werden.
Wer fragt, bekommt auch eine Antwort
Es gibt jedoch positive Signale - unter der Hand. Die fristgerechte Zustimmung des Landkreises Stade zur Oberschule ist nach TAGEBLATT-Informationen wohl nicht das Problem. Es braucht aber eine Verständigung zwischen Stadt Buxtehude und Kreis Stade, wie die Kosten für den gymnasialen Zweig aufgeteilt werden. Das ist aber kein Hexenwerk.
In Jork, Fredenbeck und Himmelpforten existieren bereits Oberschulen mit gymnasialem Anteil. Es gibt also eine Vorlage. Dann dürfte auch die Kreispolitik keinen Grund haben, in Buxtehude dagegen zu stimmen. Eine rechtzeitige und bessere Absprache mit dem Landkreis Stade hätte aber das Frust-Potenzial an diesem Abend zumindest beim Thema Oberschule reduzieren können. Es war kein guter Abend für Buxtehude.
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