TGeht die Pflege den Bach runter? Stader Experten haben etwas dagegen
Wencke Delekat aus Stade arbeitet seit Jahren in der Pflege. Unter anderem hat sie ein Projekt in Sachen Seniorensport ins Leben gerufen. Foto: Wertgen
Pflegeexperten aus Stade haben schlimmste Befürchtungen. Deshalb wollen sie mit Menschen sprechen und erfahren, was sie im Alter brauchen. Konzepte liefern sie gleich mit.
Stade. Die Bundesregierung reformiert die Gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung. Experten in der Region sind besorgt. Einige befürchten gravierende Einschnitte für ältere Menschen und eine weitere Verlagerung der Belastung in die Kommunen. Deshalb organiseren Menschen, die sich mit dem Thema auskennen, in Stade einen Bürgerdialog.
Die Leitfrage des Bürgerdialogs am Dienstag, 26. Mai, in Stade ist: „Wie möchten Menschen in Stade im Alter leben?“ Mitorganisatorin und Impulsgeberin Wencke Delekat aus Stade sagt: „Wir möchten nicht über Menschen sprechen, sondern mit ihnen.“
Diese Experten haben den Bürgerdialog ins Leben gerufen
Es handelt sich um ein interdisziplinäres Team aus Pflegepraxis, Wissenschaft, Therapie, Gesundheitswirtschaft und kommunaler Perspektive. Das Team habe die gemeinsame Überzeugung, dass Pflege und Gesundheitsversorgung im Alter neu gedacht werden müssen - früher, vernetzter und stärker am Alltag der Menschen orientiert. Dies geht aus einer Pressemitteilung hervor.Café Schöne Zeit
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Das sind die Ziele der Initiative
Mit der Initiative KOMVIA (Kommunale Versorgungsinnovation im Alter) bündelt das Team seine Erfahrungen und entwickelt Ansätze, wie Kommunen, Pflege, Therapie, Hilfsmittelversorgung und Bürgerschaft besser zusammenwirken können. Ziel sei es, Selbstständigkeit im Alter möglichst lange zu erhalten und Versorgung nicht erst dann zu organisieren, wenn Einschränkungen bereits stark ausgeprägt sind.Das ist die aktuelle Situation in der Region
Die Region Stade stehe, wie viele Kommunen, vor Herausforderungen: eine älter werdende Bevölkerung, steigender Unterstützungsbedarf und ein zunehmend belastetes Gesundheits- und Pflegesystem.
Hinzu komme, dass Versorgung heute häufig zu spät einsetzt und an den Übergängen zwischen Krankenhaus, ambulanter Versorgung und Alltag Brüche entstehen. Die Folge sei, dass die Selbstständigkeit der Menschen oft schneller verloren gehe als nötig. Das habe spürbare Auswirkungen für Betroffene, Angehörige und das gesamte System.
Das sind die Visionen und Konzepte der Initiative
KOMVIA verfolgt einen präventiv-rehabilitativen Ansatz: Die Versorgung der Menschen müsse früher beginnen, besser abgestimmt sein und konsequent darauf ausgerichtet werden, Fähigkeiten zu erhalten oder wieder aufzubauen.
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Kernideen sind:
• frühzeitige Erkennung von Unterstützungsbedarfen
• Förderung von Mobilität und Alltagskompetenz
• rehabilitative Pflege als zentrale Fachlogik
• bessere Vernetzung aller beteiligten Akteure auf kommunaler Ebene
Ziel sei eine Versorgungsstruktur, die Menschen befähigt, länger selbstständig zu leben, Angehörige entlastet und stationäre Pflege vermeidet oder hinauszögert.
Darum sucht die Initiative den Dialog mit den Bürgern
Ziel sei es, Wünsche, Bedarfe und konkrete Erfahrungen sichtbar zu machen. Die Initiative will die Perspektive von Betroffenen und Angehörigen einbeziehen. Für Praktiker, Politik und Verwaltung will die Initiative mit dem Bürgerdialog Impulse geben. So sollen die Ergebnisse des Bürgerdialogs in künftige fachliche und politische Debatten einfließen.Hier geht es zum Bürgerdialog
Der Bürgerdialog findet am Dienstag, 26. Mai, ab 16.30 Uhr bei der Wohnstätte Stade an der Teichstraße 51 statt. Zielgruppe sind alle Bürgerinnen und Bürger, insbesondere ältere Menschen und Angehörige. Eine Anmeldung bis zum Freitag, 22. Mai, ist erforderlich: www.digi-move.de oder wencke@seniorensport-stade.de
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