Hier darf gepflückt werden: Stade erweitert Stadtobst-Angebot
Christin Hagedorn von der Stadt Stade auf der neuen Stadtobst-Fläche in Wiepenkathen. Foto: Hansestadt Stade
Ob Äpfel, Birnen oder anderes Obst: In Stade darf bereits seit 2024 an ausgewiesenen Bäumen und Flächen kostenlos für den Eigenbedarf geerntet werden.
Landkreis. Ein gelbes Band an einem Obstbaum signalisiert: Hier darf kostenlos und ohne vorherige Rücksprache für den eigenen Bedarf gepflückt werden. Das vom Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen (ZEHN) koordinierte Ernteprojekt soll dazu beitragen, Lebensmittelverluste zu vermeiden und die Wertschätzung für regionales Obst zu stärken.
Auch die Hansestadt Stade beteiligt sich an der Aktion und kennzeichnet dafür freigegebene Obstbäume mit den gelben Bändern. Gleichzeitig erweitert sie ihr Stadtobst-Angebot: Eine zusätzliche Fläche in Wiepenkathen, in der Straße Witten Höhen, wurde zum Pflücken freigegeben. Dort hängen die gelben Bänder bereits und zeigen Interessierten, an welchen Bäumen die Ernte ausdrücklich erwünscht ist. Darüber hinaus gibt es Stadtobst in der Buxtehuder Straße zwischen A26 und B73, in Bützfleth entlang der Deichstraße, in der Siedestraße hinter dem Spielplatz und nahe des Altländer Viertels, wo sich drei Flächen zwischen Buxtehuder Straße, Altländer Straße und Jorker Straße befinden.
Gelbes Band lädt zum Pflücken ein
„Wir möchten alle Staderinnen und Stader ermuntern, das Obst zu pflücken und zu nutzen. Bitte nehmen Sie aber nur so viel mit, wie Sie für den eigenen Bedarf wirklich benötigen. So bleibt auch für alle noch etwas übrig“, bittet Christin Hagedorn aus der Abteilung Umwelt und Freiraumplanung der Hansestadt Stade.
Hagedorn erklärt, weshalb die Stadtverwaltung sich zusätzlich zum seit zwei Jahren laufenden Stadtobst-Programm nun auch an der Aktion „Gelbes Band“ beteiligt: „Die gelben Bänder weisen sehr plakativ auf die Erlaubnis hin, am jeweiligen Baum Pflücken zu dürfen. Außerdem hoffen wir, mit der überregional bekannten Aktion für unser Stadtobst zu werben, damit mehr Menschen von regionalem Obst profitieren und weniger Lebensmittel verloren gehen.“
Diese Regeln gelten beim Selberpflücken
Beim Pflücken gelten einige Regeln: Geerntet werden darf nur an entsprechend gekennzeichneten Bäumen und Sträuchern. Früchte sollen ausschließlich in Reichweite gepflückt oder vom Boden aufgesammelt werden; auf Bäume zu klettern ist nicht gestattet. Außerdem bittet die Stader Stadtverwaltung darum, sorgsam mit den Bäumen, den Flächen und der Natur umzugehen.
Das Ernteprojekt „Gelbes Band“ wird seit 2020 vom ZEHN niedersachsenweit koordiniert und erfreut sich wachsender Beteiligung. Im Jahr 2025 hingen nach Angaben des ZEHN rund 5500 gelbe Bänder an mehr als 415 Standorten in Niedersachsen. Weitere Informationen zu den Stader Stadtobst-Flächen gibt es unter www.stadt-stade.info/stadtobst. Die Standorte des Ernteprojekts „Gelbes Band“ sowie weitere Hinweise zum Pflücken: www.zehn-niedersachsen.de/standortkarte. (sal)
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