TKlassenerhalt rückt näher: BSV schlägt Angstgegner Halle-Neustadt
Buxtehude (hier Johanna Andresen) und Halle-Neustadt lieferten sich ein umkämpftes Spiel. Foto: Objektfoto/Volker Ballasch
Buxtehude dreht gegen Halle-Neustadt nach der Pause auf, Anika Hampel führt den BSV zum wichtigen Play-off-Sieg. Allerdings bangt das Team um Kapitänin von Prittwitz.
Buxtehude. Anika Hampel hatte keine einfache Woche. Am Mittwoch war sie im Training umgeknickt. Entsprechend brauchte sie ein wenig länger, um ins Rollen zu kommen. So erklärte es die Spielmacherin des Buxtehuder SV am Sonntag kurz nach dem Play-off-Spiel beim SV Union Halle-Neustadt.
Während der BSV zur Pause noch mit 11:14 zurückgelegen hatte, stellte er den Spielverlauf nach der Pause auf den Kopf. Und das lag vor allem an Hampel, die immer mehr Sicherheit und Entschlossenheit ausstrahlte und mit acht Toren schließlich beste Werferin war. „In der zweiten Halbzeit habe ich den Kopf ausgeschaltet“, sagte sie und ergänzte: „Wir sind cooler geblieben und hatten klarere Chancen.“
BSV vergrößert Vorsprung auf letzten Platz
Der BSV fuhr somit im vierten von sechs Play-off-Spielen einen 28:24-Erfolg ein und machte damit einen großen Schritt zum Klassenerhalt. Der Rückstand auf Gegner und Schlusslicht Halle beträgt sechs Punkte, allerdings hat Halle noch eine Partie mehr zu absolvieren. Der Tabellenletzte muss am Saisonende in die Relegation.
Mit einem Punktgewinn am kommenden Spieltag gegen Frisch Auf Göppingen könnte der BSV den vorzeitigen Klassenerhalt perfekt machen.
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BSV-Trainer Nicolaj Andersson hatte im Vorfeld daher auch betont, dass es in dieser Partie um „richtig, richtig viel“ geht und er sich „ein paar taktische Dinge“ habe einfallen lassen.
30 Fans feuern den BSV an
Passend zum Muttertag liefen die Hallenser Spielerinnen gemeinsam mit ihren Müttern in die mit 929 Zuschauern gefüllte SWH-Arena ein. Warum Lucy Strauchmann, die im Sommer zum BSV wechseln wird, nicht dabei war, ist unklar.
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Unterstützt von 30 mitgereisten Fans stellte der BSV eine bewegliche Abwehr mit einer starken Annie Linder im Tor. Die Schweden parierte in den ersten Minuten gleich vier Bälle, darunter einen Siebenmeter. Die Gäste führten 4:1 (9.).
Doch plötzlich sah es ganz anders aus. Der BSV ließ einige Chancen liegen und leistete sich technische Fehler. Halle ging nach einem 5:0-Lauf in Führung. Hampel fand zunächst noch nicht ins Spiel.
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Halle spielte schnell nach vorne und erzielte einfache Tore. In der Abwehr verhinderten die Gastgeberinnen immer wieder Anspiele des BSV an den Kreis oder auf Außen und hatten mit Torhüterin Nicola Czaja einen starken Rückhalt. Die Buxtehuderinnen wurden dagegen selten gefährlich aus dem Rückraum und konnten auch mehrere Überzahlphasen nicht besser nutzen. Kurz vor der Pause blieben die Gäste sieben Minuten ohne eigenen Treffer.
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Der BSV lag zur Halbzeit mit 11:14 zurück. Es drohte die dritte Niederlage gegen Halle-Neustadt in dieser Saison. Doch Andersson hatte schon kurz vor der Pause reagiert: Vorne setzte er auf die siebte Feldspielerin - und das sollte sich noch als ein entscheidender Faktor erweisen.
Von Prittwitz verlässt Spielfeld nach Zusammenprall
Überschattet wurde die erste Hälfte durch den Ausfall von Kapitänin Teresa von Prittwitz. Nach einem Zusammenprall im Angriff hielt sie sich den Kopf und verließ benommen die Halle. Wenig später verfolgte von Prittwitz die Partie bereits wieder vom Spielfeldrand aus.
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In der zweiten Halbzeit behielt der BSV die Ruhe, holte sich Sicherheit über eine stabile Deckung und hielt im Angriff am Sieben-gegen-Sechs fest. Halle kam damit nicht zurecht und geriet in der 41. Minute erstmals wieder in Rückstand. Die Hallenser Spielmacherin Lea Gruber kritisierte den „Angsthasen-Handball“ ihrer Mannschaft in einer Auszeit. „Es ist schwer, eine ganze Halbzeit, das Sieben-gegen-Sechs zu verteidigen“, gestand ihre Mitspielerin Fabienne Büch später ein.
Spannung in der Schlussphase
Der BSV agierte nun souveräner. Hampel wurde immer mehr zum Faktor und glänzte vor allem bei den Siebenmetern. Auch Rechtsaußen Amelie Gabriel, die für die glücklose Maj Nielsen eingewechselt wurde, fügte sich direkt mit mehreren Treffern ein. Der BSV ließ kaum noch Gegentore zu und führte Mitte der zweiten Hälfte mit 19:16.
Doch es blieb bis zum Schluss spannend. Halle lag zwischenzeitlich nur noch ein Tor zurück. Doch nach einem Treffer von Lilli Frey, einer Parade von Oliwia Kaminska und einem weiteren verwandelten Hampel-Siebenmeter ließ der BSV nichts mehr anbrennen. Maja Schönefeld setzte den Schlusspunkt zum 28:24.
BSV: Kaminska (4 Paraden), Linder (4 Paraden); Ternede, Dölle 4, Andresen 5, Huhnstock, von Prittwitz 1, Hampel 8/6, Nielsen 1, Senel 1, Schönefeld 1, Mittag, Lück, Gabriel 4, Frey 3
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