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In Bananenkartons

Kokain im Wert von sechs Millionen Euro entdeckt

Sichergestelltes Kokain bei einem Pressetermin des Zolls Hamburg.

Sichergestelltes Kokain bei einem Pressetermin des Zolls Hamburg. Foto: Marcus Brandt/dpa

Bei einem Fruchthändler in Hildesheim haben Polizisten und Zollfahnder 190 Kilo Kokain beschlagnahmt - versteckt waren die Drogenpakete zwischen Bananen. Es ist nicht der erste derartige Fall.

Von dpa 10.05.2024, 12:45 Uhr
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Hannover. Bei einem Fruchthändler in Hildesheim sind etwa 190 Kilogramm Kokain entdeckt und beschlagnahmt worden. Das in Bananenkartons versteckte Rauschgift hatte einen Straßenverkaufswert von etwa sechs Millionen Euro, wie das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen mitteilte. Der Schlag gegen den international agierenden Drogenhandel gelang laut LKA bereits Mitte April in einem Gewerbegebiet.

Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hildesheimer Fruchthandels waren den Angaben zufolge bei der Warenkontrolle ungewöhnliche Pakete in einem Karton aufgefallen. Dieser gehörte zu einer großen Bananenlieferung, die für Filialen einer Lebensmittelkette bereitstand.

Drei Tage lang durchsuchten Polizisten und Zollfahnder in Hildesheim daraufhin mehrere Tausend Kisten Bananen und entdeckten 185 Kokain-Pakete im Millionenwert. Den Ermittlungen zufolge stammte die aus mehreren Containern bestehende Bananenlieferung aus Kolumbien. Sie war Mitte April mit einem Containerschiff über den Hamburger Hafen eingeführt worden. Die Drogenfahnder überprüften deshalb Bananenlieferungen in weiteren Bundesländern.

Kokain-Pakete in Filialen in Berlin-Brandenburg

Eine Woche nach dem Fund in Hildesheim wurden nach Angaben des LKA in mehreren Filialen derselben Lebensmittelkette im Raum Berlin-Brandenburg Kokain-Pakete gefunden. In diesem Fall waren ebenfalls mehrere Tausend Kartons Bananen bei einem Fruchthändler in Brandenburg eingegangen und zeitnah an die Filialen ausgeliefert worden. Ein Tatzusammenhang werde geprüft, hieß es von den Ermittlern.

Die Aktion wurde von der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) des LKA Niedersachsen und des Zollfahndungsamtes Hannover geleitet. Mittlerweile liegt das Verfahren laut niedersächsischen Landeskriminalamt bei den Staatsanwaltschaften in Hildesheim und Frankfurt/Oder (Brandenburg).

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