TKulis und Kekse: Buxtehudes Bürgermeister-Kandidaten sind unermüdlich
Die Bürgermeisterwahl in Buxtehude ist noch nicht entschieden: Ralf Dessel (parteilos) und Katharina Mewes (BBG/FWG) sind noch im Wahlkampf für die Stichwahl. Foto: Weselmann
Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Buxtehude: Auf dem Wochenmarkt rühren Ralf Dessel und Katharina Mewes noch mal die Werbetrommel. Ein Blick auf die letzten Züge des Wahlkampfes.
Buxtehude. Wer tritt an die Spitze der Stadtverwaltung? Am kommenden Sonntag, 27. September, sind die Buxtehuder aufgerufen zur finalen Bürgermeisterwahl. Solange heißt es für Katharina Mewes und Ralf Dessel „Nach der Wahl ist vor der Stichwahl“. Mit Kulis und Keksen im Gepäck sind die beiden Kandidaten weiter unermüdlich auf den Wochenmärkten in Altkloster und der Altstadt präsent, um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen und sie zur Wahl zu motivieren. Dessel hat die Stichwahl mit 48,86 Prozent der Stimmen erreicht. Mewes mit 37,16 Prozent.
Wahlkampf zwischen Zuhören und Daumendrücken
Morgens um 9 Uhr herrscht auf dem Wochenmarkt in Altkloster rege Betriebsamkeit. Mittendrin hat Bürgermeisterkandidat und Erster Stadtrat Ralf Dessel seinen Stand aufgebaut. Flyer, Gummibärchen, Kulis und Notizblöcke, Schlüsselanhänger - alles liegt parat. Und seine Frau Dagmar Wosik-Dessel sowie Axel Klie und Jutta von Rönn sind als Unterstützer dabei, während weitere Mitstreiter wie etwa von der SPD in der Altstadt für ihn werben.

Viele Marktgänger kommen mit ganz konkreten Anliegen und Anregungen auf Bürgermeisterkandidat Ralf Dessel zu. Foto: Weselmann
Für Müdigkeit ist trotz all den bereits bestrittenen Wochen des Wahlkampfs keine Zeit. Auch an diesem Sonnabend kommen wieder viele Marktgänger auf ihn zu - für ein kurzes Hallo, einen kleinen Schnack, aber auch mit ganz konkreten Anliegen und Anregungen.
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Dazu gehört Simon Kayser. Der junge Familienvater gründet gerade ein neues Unternehmen in der Altstadt. „Wir wollen alles richtig machen“, sagt er. Deshalb fragt er nach einem Ansprechpartner in der Verwaltung. Das nimmt Dessel sich gleich auf den Zettel für das Team der Wirtschaftsförderung.

Simon Kayser ist mit einer Frage zu seiner Unternehmensgründung auf Ralf Dessel zugekommen. Foto: Weselmann
Tom Weber möchte sich im Gespräch mit Ralf Dessel einfach näher über den Bürgermeisterkandidaten informieren. Für ihn ist es wichtig, dass der Kandidat in der politischen Mitte steht und nicht politische Extreme bedient. In seiner Stadt fühlt er sich gut aufgehoben. Das Bahnhofstraßen-Experiment irritiere ihn zwar, weil es an so vielen Stellen Geld braucht, aber eigentlich funktionierten die Dinge hier doch gut.

Tom Weber fühlt sich in seiner Stadt gut aufgehoben. Im Gespräch mit Ralf Dessel wollte er sich noch einmal näher über den Bürgermeisterkandidaten informieren. Foto: Weselmann
Ein Jugendlicher holt sich gezielt den Flyer ab. Ihm sei aufgefallen, dass er wenig informiert sei. „Dabei ist mir Politik schon wichtig“, betont der Erstwähler.

Marlies und Robert Reschke schätzen den parteiunabhängig antretenden Ralf Dessel und drücken ihm die Daumen. Foto: Weselmann
Marlies und Robert Reschke hatten schon beim ersten Wahlgang auf eine Entscheidung gehofft. Sie schätzen den parteiunabhängig antretenden Ralf Dessel und drücken ihm die Daumen. Das Geld für den Verkehrsversuch hätten sie aber lieber in Kitas und Schulen investiert.
Für Karen Ulferts ist die Sache ebenfalls klar. Sie möchte einen Verwaltungsprofi im Amt sehen. Und sie mag Dessels nahbare Art, mit der er den Menschen hier so unaufgeregt begegnet.
Die Buxtehuder nutzen die Chance zum Gespräch
Elke und Thomas Kaufmann drücken dagegen Katharina Mewes die Daumen. Die ist diesen Vormittag mit ihrem Stand auf dem Wochenmarkt in der Altstadt präsent. Von dem Ehepaar bekommt sie großen Zuspruch. „Wir hoffen, dass sie frischen Wind ins Rathaus bringt. Was sie auf dem Zettel hat, finden wir gut“, sagen die beiden.

Elke und Thomas Kaufmann drücken Katharina Mewes die Daumen und hoffen, dass sie frischen Wind ins Rathaus bringt. Foto: Weselmann
Anna-Luise Wiedemann wünscht sich eine Verwaltungsspitze, die für Jung und Alt gleichermaßen da ist. Bei ihrem Zwischenstopp klönt sie mit Wilfried Peper, mit dem sie viele Jahre eine gute Zusammenarbeit gepflegt hat. Der zeigt sich stolz, in Katharina Mewes eine „starke und würdige Nachfolgerin“ im Team der BBG/FWG zu haben und steht ihr gemeinsam mit Stephan Griebel zur Seite.

Anna-Luise Wiedemann wünscht sich eine Verwaltungsspitze, die für Jung und Alt gleichermaßen da ist. Foto: Weselmann
Die Bürgermeisterkandidatin sucht den Kontakt. Von ihrem mit Flyern und Keksen bestückten Tisch geht sie immer wieder fröhlich-bestimmt auf die vorbeiströmenden Leute zu. Und im Gespräch unterstreicht sie ihre inhaltlichen Ziele und persönlichen Qualitäten.

Bürgermeisterkandidatin Katharina Mewes sucht das Gespräch mit den Passanten in der Altstadt. Foto: Weselmann
Selbst im Regen nutzen die Leute ihre Chance für den Austausch. Manchmal greifen sie auch einfach nur nach einem Keks, der schlauerweise mit Botschaft verpackt ist.

Hinrich Enderstein findet, dass man mehr Augenmerk auf die politische Bildung von Kindern und Jugendlichen legen sollte. Foto: Weselmann
Hinrich Enderstein macht sich die Entscheidung nicht einfach. Er engagiert sich für Integration und wünscht sich, dass mehr Augenmerk auf die politische Bildung von Kindern und Jugendlichen gelegt wird. Bezahlbarer Wohnraum und umweltgerecht gestaltete Plätze mit viel Grün sind ihm ebenso Anliegen. Er gehört zu den Befürwortern der Bahnhofstraßen-Umgestaltung und findet die Möbel der Hochschule 21 toll.

Elfriede Wohlers informiert sich über die Regeln zur Stichwahl und unterstreicht, wie zufrieden man doch mit dem Leben in Buxtehude sein kann. Foto: Weselmann
Elfriede Wohlers unterstreicht, wie zufrieden man doch mit dem Leben in Buxtehude sein kann. Nur die weltpolitische Lage mit den verbundenen Kriegsbefürchtungen macht ihr Sorge. Sie stoppt am Stand und informiert sich über die Formalien zur Stichwahl.
In den Endspurt fließt reichlich Energie
Beide Kandidaten sind mit diesen Fragen zur Stichwahl konfrontiert. Einige haben gar nicht auf dem Schirm, dass sie ein zweites Mal zur Bürgermeisterwahl aufgerufen sind. Viele Gespräche liefern Ideen und Anregung - von der Personalstelle für Wohnraum bis hin zu Parkbänken mit Armlehnen.
In den Endspurt fließt noch mal reichlich Energie. Die Kandidaten sind froh, dass die Entscheidung naht. Aber diesen Bürgerdialog wollen sie im Amt erhalten.

Karen Ulferts möchte einen Verwaltungsprofi im Amt sehen. Foto: Weselmann
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