TLa Ola auf den Rängen: BSV feiert Heimsieg - Fasold „extremely good“
BSV-Kreisläuferin Lucy Strauchmann im Spiel gegen ihren Ex-Club Halle-Neustadt. Foto: Jan Iso Jürgens
Torhüterin Sophie Fasold pariert glänzend - und die Fans feiern einen ungefährdeten Heimsieg gegen Halle-Neustadt. Einen Vorwurf muss sich der BSV jedoch gefallen lassen.
Buxtehude. Der Buxtehuder SV feiert am Samstag seinen dritten Saisonsieg. Im Heimspiel gegen den Tabellennachbarn SV Union Halle-Neustadt setzte sich der BSV mit 30:25 (16:11) durch und kletterte vorübergehend auf den sechsten Platz.
Was sind die Gründe für den Sieg? Was hat funktioniert? Und was nicht? Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Spiel:
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Wie kam der BSV ins Spiel?
Buxtehude dominierte die erste Halbzeit. Johanna Andresen erzielte die ersten beiden BSV-Treffer, Torhüterin Nikki van der Vorst glänzte mit einigen frühen Paraden und Kapitänin Nele Franz zimmerte den Ball unter die Latte.
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Der BSV lag nach knapp einer Viertelstunde mit 9:4 vorne und begeisterte das Publikum. Allerdings musste sich das Team von Trainer Jonas Schlender vorwerfen lassen, nicht noch deutlicher zu führen. Der BSV ließ die Hälfte seiner Angriffe ungenutzt, konnte es sich aber erlauben. „Daran müssen wir arbeiten, aber für uns bricht da heute keine Welt zusammen“, sagte Schlender.

BSV-Trainer Jonas Schlender feiert den Heimsieg gegen Halle. Foto: Jan Iso Jürgens
Halle-Coach Pether Krautmeyer konnte mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht zufrieden sein. Zu viele technische Fehler, zu viele vergebene Chancen aufseiten der Gäste. Halle-Neustadt ließ sich teilweise zu leicht ausspielen. Innerhalb kurzer Zeit nahm Krautmeyer beide Auszeiten.
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Der BSV führte bereits mit 14:7 (23.), ließ Halle jedoch kurz vor der Pause wieder herankommen. Die Gastgeberinnen vergaben zahlreiche Möglichkeiten, allein die ehemalige Hallenserin Lucy Strauchmann blieb gleich zweimal glücklos. Mit einer 16:11-Führung ging der BSV in die Pause.
Welche Spielerinnen mussten diesmal pausieren?
Die gute Nachricht: Der BSV hat derzeit kaum Verletzte. Die schlechte Nachricht: Es dürfen nur 16 Spielerinnen auf die Bank. Deshalb nahm die ohnehin angeschlagenen Lilli Frey auf der Tribüne Platz. Außerdem fehlte Enna Oberländer.
Die Rückraumspielerin fuhr mit dem Zweitligisten Buchholz-Rosengarten nach Mainz. Durch ein Doppelspielrecht läuft sie neuerdings für die „Luchse“ auf und kompensiert kurzfristig den Ausfall von Rückraumspielerin Pia Döpke.
Wer dominierte nach der Pause?
Trainer Schlender hatte im Vorfeld vor Halle gewarnt: „Das ist eine sehr interessante Mannschaft, die es uns enorm schwer machen wird“, sagte er. Die Warnung schien anzukommen.
Der BSV ließ nicht nach. Hinten blockte Isa Ternede einen Ball, vorne sah Ruslana Litvinov die freistehende Maj Nielsen. Die eingewechselte Sophie Fasold hielt einen Strafwurf. Mit Tempo und einer beweglichen Abwehr baute der BSV den Vorsprung aus - 25:16 (43.).
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Interessant: Halle-Coach Krautmeyer ist auch Co-Trainer der US-Nationalmannschaft und dürfte damit BSV-Torhüterin Sophie Fasold gut kennen. Nach der Pause stand seine Landsfrau dann auch zwischen den Pfosten. Insgesamt bejubelte sie neun Paraden, darunter einen gehaltenen Siebenmeter. Nach dem Spiel bewertete Krautmeyer ihre Leistung als „extremely good“. „Wir sind glücklich, sie im Team zu haben.“
Halle verkürzte in der Schlussphase noch auf fünf Tore. Erst nachdem die Gäste einige Chancen leichtfertig vergeben hatten, gab es an einem BSV-Sieg keine Zweifel mehr. „Ich bin mal wieder sehr stolz auf meine Mannschaft“, sagte Trainer Schlender. „Wir haben über 60 Minuten das bessere Spiel gemacht und verdient gewonnen.“ Beste Werferin war Rechtsaußen Maj Nielsen mit acht Treffern.
Wie lief Schoutens Heimdebüt?
Die Niederländerin Fleur Schouten zeigte ihre Qualitäten aufgrund einer Verletzung bisher nur in den Fremde. Am Samstag saß der BSV-Neuzugang in der ersten Halbzeit noch auf der Bank. Kurz nach der Pause kam sie dann zu ihrem Heimdebüt und traf wenige Sekunden später zum 20:14 (38.).
Anschließend wurde sie vom Schiedsrichtergespann noch ermahnt, dass ihr Handgelenk nicht korrekt getapt war. Die Buxtehuder Bank sah dafür die Gelbe Karte. Schouten besserte ihr Tape nach und traf kurze Zeit später mit Wucht aus der Distanz. Insgesamt standen zwei Tore und ein Fehlwurf in ihrer Statistik.
Wie hat „Transferhammer“ Litvinov performt?
Die Augen waren diesmal besonders auf die jüngste BSV-Spielerin gerichtet: Ruslana Litvinov (19) wurde beim Voting des Portals handball-world.news zum „Transferhammer 2026“ gewählt. Im Sommer war Litvinov als frischgebackene U20-Weltmeisterin und beste Spielerin des Turniers nach Buxtehude gewechselt.
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Am Samstag kam Litvinov von der Bank und warf sich vorne wieder in die kleinsten Lücken. Kurz vor der Pause gelang ihr so der Treffer zum 15:9. In der zweiten Halbzeit fiel sie auch als Vorlagengeberin auf, außerdem gab sie das Tempo vor und setzte auch in der Abwehr Akzente. Die Jüngste sorgte also im positiven Sinn wieder für viel Unruhe. Nach vier Treffern und ihrer Auswechslung klatschte sie mit der gesamten Bank ab.
Wie war die Stimmung auf den Rängen?
Der BSV konnte die angestrebte 1000er-Marke knacken. Am Ende kamen 1067 Zuschauer in die Halle Nord. Doch auch im vierten Heimspiel der Saison war die Arena nicht ausverkauft.

Der BSV feiert den Heimsieg gegen Halle-Neustadt. Foto: Jan Iso Jürgens
Über fehlenden Support konnte sich der BSV dennoch nicht beklagen. Als der BSV mit neun Toren führte, wogte eine La-Ola-Welle durch die Halle. Die Feierlaune stieg. Am Ende feierte der BSV seinen dritten Sieg im vierten Heimspiel in dieser Saison.
Wie geht es weiter für den BSV?
In zwei Wochen steht für Buxtehude ein besonderes Heimspiel an: Am Samstag, 31. Oktober, kommt der Nordrivale VfL Oldenburg in die Halle Nord. Bereits am Mittwoch konnten die Oldenburgerinnen für eine Überraschung sorgen: Mit einem leidenschaftlichen Auftritt bezwangen sie Tabellenführer Borussia Dortmund mit 33:29.
BSV-Trainer Schlender, der einst Co-Trainer in Oldenburg war, hält den kommenden Gegner aktuell für eines der Top-Teams der Bundesliga.
Update (18.25 Uhr): Informationen zum Spiel und Aussagen von Trainer Schlender wurden ergänzt.
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