TNach Defekt: Betrieb des Elbe Klinikums in Stade ohne Einschränkungen
Mobile Klimageräte des Katastrophenschutzes wurden von der Feuerwehr ins Elbe Klinikum Stade gebracht. Foto: Hellwig
Der Ausfall einer Anlage für Kältetechnik hat sich in Stade zu keiner Zeit auf die Patientenversorgung ausgewirkt. Das sind die Hintergründe und darum konnte die Feuerwehr so schnell mobile Geräte liefern.
Stade. Wie berichtet, hat es am Freitag einen Feuerwehreinsatz am Elbe Klinikum Stade wegen eines technischen Defekts gegeben. Am Sonnabend teilt Sebastian Braeutigam, Leitung Unternehmenskommunikation, mit: „Die Patientenversorgung war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Der Vorfall betraf ausschließlich die Klimatisierung eines der Rechenzentren.“
Demnach sei am Freitagnachmittag zunächst gegen 15.30 Uhr in einem der Rechenzentren ein Temperaturanstieg festgestellt worden. „Da das Rechenzentrum zur kritischen Infrastruktur des Klinikums gehört, wird die Temperatur dort kontinuierlich überwacht. Bereits vor dem Erreichen kritischer Werte löste das Überwachungssystem einen Voralarm aus“, erklärt Braeutigam. Es seien Sofortmaßnahmen eingeleitet worden, sodass ein Anstieg in den kritischen Temperaturbereich verhindert werden konnte.
Reparatur dauert voraussichtlich bis Montag an
Die Ursache sei ein technischer Defekt an einer der beiden kältetechnischen Anlagen des Klinikums, der infolge der hohen Außentemperaturen aktuell entstanden war. Gemeinsam mit der Feuerwehr, die kurzfristig mobile Kühlaggregate bereitstellte, sowie durch weitere technische Maßnahmen – darunter die Überbrückung der betroffenen Anlage – konnte die Temperatur im Rechenzentrum wieder auf den regulären Betriebsbereich abgesenkt werden, heißt es in der Mitteilung weiter.
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Die Reparatur des Defekts sei eingeleitet worden und könne voraussichtlich am Montag abgeschlossen werden.
Günstige Fügung am Rande: Die Feuerwehr konnte die mobilen Klimageräte besonders schnell liefern, da diese wegen der ursprünglich für diesen Sonnabend geplanten Katastrophenschutzübung bereitgestanden haben. Die Übung selbst war wegen der Hitze-Warnung am Freitagmorgen abgesagt worden. Braeutigam bedankt sich ausdrücklich bei den Feuerwehrkräften für den professionellen Einsatz.
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Not- und Ausfallkonzepte greifen
Der Kommunikationsleiter betont zudem, dass die Elbe Kliniken für derartige Situationen über umfassende Notfall- und Ausfallkonzepte verfügten: „Diese sehen unter anderem vor, die IT zunächst auf die für den Klinikbetrieb erforderlichen Kernfunktionen zu reduzieren.“ Selbst für das Krisenszenario „Offline-Konzept“ stünden Pläne bereits, mit denen die Versorgung der Patientinnen und Patienten auch ohne regulären IT-Betrieb sichergestellt werden könne.
Am Freitagnachmittag griffen laut Braeutigam „alle vorgesehenen Alarmierungs- und Kommunikationswege wie geplant und ermöglichten ein koordiniertes und zügiges Handeln“. So seien die besonders sensiblen Versorgungsbereiche wie Intensivstationen, Operationsbereiche und der Kreißsaal fortlaufend informiert gewesen.
Das Fazit der Klinikleitung: „Die Ereignisse haben gezeigt, dass die bestehenden Sicherheits- und Notfallkonzepte zuverlässig funktionieren und auch in außergewöhnlichen Situationen eine sichere Patientenversorgung gewährleisten.“ (pm/tip)
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