TNach Huhnstock-Abgang: BSV holt Kreisläuferin vom Liga-Rivalen
Die Kreisläuferin wird den Platz von Jolina Huhnstock im Kader einnehmen. Foto: Jan Iso Jürgens
Der Abgang von Nationalspielerin Jolina Huhnstock wiegt schwer. Mit Lucy Strauchmann präsentiert der BSV nun eine neue Kreisläuferin. Kann sie die Lücke schließen?
Buxtehude. Erst am Dienstag hat der Buxtehuder SV nach langem Warten mit Fleur Schouten den ersten Neuzugang für die kommende Saison bekanntgegeben. Nur zwei Tage später folgte dann auch die nächste Personalie: Lucy Strauchmann (23) wechselt vom Liga-Konkurrenten SV Union Halle-Neustadt nach Buxtehude und unterschrieb einen Zweijahresvertrag.
Handball-Bundesliga
Jetzt abstimmen und gewinnen: Wer wird die BSV-Spielerin der Saison?
Die 1,80 Meter große Kreisläuferin wird den Platz von Nationalspielerin Jolina Huhnstock einnehmen, die sich nach der Saison dem Thüringer HC anschließt. Mit Carina Senel und Larissa Kroepel verfügt der BSV dann wieder über ein Trio auf der Kreisposition.
Neue Herausforderung nach elf Jahren Halle
„Mit Lucy gewinnen wir trotz ihres jungen Alters eine bundesligaerfahrene Spielerin, die sowohl in der Offensive als auch in der Defensive große Qualitäten mitbringt. Mit ihrem Talent und ihrem Ehrgeiz hat sie uns sportlich wie menschlich direkt überzeugt“, sagt Manager Peter Prior.

Aktuell steht Strauchmann bei 32 Saisontoren in 18 Partien. Foto: Michael Vogel/Verein (nomo)
Auch der künftige Chefcoach Jonas Schlender freue sich auf den Neuzugang, der auch im Innenblock decken kann, heißt es in der Mitteilung. „Jonas und ich sind beide überzeugt, dass Lucy einen wichtigen Beitrag zur sportlichen Entwicklung leisten wird“, sagt Prior. Zudem sei es „von Anfang an Jonas‘ Wunsch gewesen, sie zu verpflichten“. Schlender kenne Strauchmann noch aus Zweitligazeiten. „Jonas ist sehr umtriebig, kennt viele Leute und weiß viel“, so Prior.
Strauchmann hat nach insgesamt elf Jahren bei Halle-Neustadt eine neue Herausforderung gesucht. „Ich möchte mich sowohl sportlich als auch menschlich weiterentwickeln und sehe in Buxtehude dafür eine sehr gute Möglichkeit, diese nächsten Schritte zu gehen“, sagt sie. Vom ersten Moment an habe sie sehr gute Gespräche mit Schlender gehabt und sich sehr wohlgefühlt. „Mein großes Ziel ist es, mich weiter in der Handball-Bundesliga zu entwickeln.“
Strauchmann erlebte „viele Höhen und Tiefen“
In Halle gehörte sie zu den prägenden Gesichtern der jüngeren Vereinsgeschichte und wurde über die Jahre zum Publikumsliebling und Aushängeschild des Clubs. „In meiner Zeit im Verein habe ich viele Höhen und Tiefen erlebt – Erfahrungen, die mich sowohl sportlich als auch persönlich enorm geprägt und wachsen lassen haben“, sagt sie.
Trotz ihres ursprünglich bis 2029 laufenden Vertrags verlässt sie den Verein vorzeitig. „Sie hat eine Ausstiegsklausel im Vertrag, die nimmt sie wahr. Für uns war ein kleiner Betrag Ablöse fällig“, erklärt Prior.
Handball-Bundesliga
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Dass Strauchmann zum BSV wechseln wird, stand bereits beim direkten Duell vor rund zwei Wochen fest. Beim Rückspiel in der Halle Nord kam sie von der Bank. Aktuell hat sie eher wenige Spielanteile, dennoch steuerte sie zwei Treffer zum 30:29-Erfolg ihrer Mannschaft bei. Im Innenblock wurde sie nicht eingesetzt. Aktuell steht sie bei 32 Saisontoren in 18 Partien.
Zwei Tore gegen ihren künftigen Club
Strauchmann wurde in Quedlinburg (Sachsen-Anhalt) geboren, begann das Handballspielen bei der SpG Stahl Thale/SV 1890 Westerhausen. 2015 schloss sie sich Halle-Neustadt an. Erst spielte sie dort in der Jugend, später lief sie für die zweite Frauenmannschaft in der 3. Liga auf. 2022 debütierte sie in der Bundesliga.
Zudem lief Strauchmann für die deutsche Beachhandball-Nationalmannschaft der Juniorinnen auf und gewann 2019 EM-Bronze.

2022 debütierte Strauchmann in der Bundesliga. Foto: Jan Iso Jürgens
Bevor sie Halle endgültig verlässt, wird sie noch einmal gegen ihren künftigen Club spielen: Am 10. Mai treffen Halle und Buxtehude in den Play-offs aufeinander.
Andersson erwartet „sechs Kampfspiele“
Für den BSV beginnen am Wochenende die Play-offs um die Plätze fünf bis elf. Zum Auftakt gastiert die TuS Metzingen am Samstag (16 Uhr) in der Halle Nord. Trainer Nicolaj Andersson erwartet „sechs Kampfspiele“ und betont: „Wir befinden uns noch im Prozess, mental wieder in eine bessere Verfassung zu kommen.“
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Zuletzt hatte sein Team zwei Spiele verloren und war am letzten Hauptrundenspieltag auf den vorletzten Platz, Rang zehn, abgerutscht. Dadurch geht der BSV mit zwei Pluspunkten in die Play-offs. „Unser Fokus muss sein, wieder mehr Konstanz in unser Spiel zu bekommen“, sagt Andersson und warnt vor Auftaktgegner Metzingen: „In der aktuellen Form und mit ihrer Qualität sind sie für mich sogar die beste Mannschaft der Play-off-Runde.“
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Unterstützung bekommt das Buxtehuder Bundesliga-Team durch die Talente Enna Oberländer und Leni Stolle. Tickets für das Spiel sind noch in allen Preiskategorien verfügbar. (bt/tim)
Update 15.30 Uhr: Zitate von Strauchmann und Prior sowie Vorbericht für das Spiel BSV – Metzingen ergänzt.
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