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Gesundheit

TNiedersachsen fördert Elbe Klinikum Stade mit 18,1 Millionen Euro

Zwei Schecks auf einmal hat Minister Andreas Philippi noch nie überreicht: Die Landtagsabgeordnete Corinna Lange (SPD, links), Landrat Kai Seefeld (CDU, zweiter von rechts) und Geschäftsführer Siegfried Ristau (rechts) freut das.

Zwei Schecks auf einmal hat Minister Andreas Philippi noch nie überreicht: Die Landtagsabgeordnete Corinna Lange (SPD, links), Landrat Kai Seefeld (CDU, zweiter von rechts) und Geschäftsführer Siegfried Ristau (rechts) freut das. Foto: Wisser

Das Bettenhaus und der Ausbau der Krankenpflegeschule am Elbe Klinikum Stade kosten Millionen. Der Gesundheitsminister ist am Donnerstag in Stade und hat Checks dabei.

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Von Karsten Wisser
Donnerstag, 26.02.2026, 21:58 Uhr

Landkreis. Das Land Niedersachsen stärkt die Elbe Kliniken Stade-Buxtehude. Dr. Andreas Philippi, niedersächsischer Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, überreichte zwei Fördermittelbescheide an das Elbe Klinikum Stade. Das Klinikum erhält im zweiten Finanzierungsabschnitt des Krankenhaus-Investitionsprogramms 2024 insgesamt 18,1 Millionen Euro vom Land Niedersachsen. Davon sind 15 Millionen Euro für den Neubau des Bettenhauses vorgesehen. Zusätzlich fließen 3,1 Millionen Euro in den Ausbau der Krankenpflegeschule in Stade.

Ausbau der Krankenpflegeschule

„Die Investitionen in die Infrastruktur tragen dazu bei, die Elbe Kliniken zukunftsfest aufzustellen“, betonte Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi. „Der Ausbau der Krankenpflegeschule stärkt den Standort Stade. Angesichts des demografischen Wandels brauchen wir gut ausgebildete Fachkräfte im Pflegebereich. Davon profitieren die Patientinnen und Patienten vor Ort.“

Das Land hat die Ausgaben für die Krankenhäuser in den vergangenen Jahren von 130 Millionen Euro auf fast 900 Millionen Euro erhöht.

Das neue Bettenhaus an der Bremervörder Straße wird mit einer Nutzfläche von 7800 Quadratmetern auf sechs Etagen Platz für bis zu 400 Patientinnen und Patienten bieten. Es wird den Anforderungen moderner Medizin gerecht und schafft eine zeitgemäße Arbeitsumgebung für Fachkräfte. Über 100 Millionen Euro kostet der Neubau. Mit dem neuen Geld wird es jetzt bis Anfang 2027 fertig gestellt. In den kommenden Jahren sollen an den Kliniken insgesamt 350 Millionen Euro ausgegeben werden. Der Landkreis Stade als alleiniger Träger zahlt davon in diesem Jahr 32 Millionen Euro.

Elbe Kliniken größter Arbeitgeber im Landkreis

„Die Fördermittel des Landes Niedersachsen sind ein klares Bekenntnis zum Gesundheitsstandort Stade“, erklärte Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender der Elbe Kliniken, Kai Seefried. „Unser Ziel ist es, die Versorgungsstrukturen nachhaltig zu sichern und weiter auszubauen. Die Förderbescheide leisten hierzu einen wichtigen Beitrag.“

So soll der Neubau der Krankenpflegeschule in Stade aussehen.

So soll der Bau der Krankenpflegeschule in Stade aussehen. Foto: Elbe Kliniken Stade-Buxtehude

Die Elbe Kliniken Stade-Buxtehude, größter Arbeitgeber mit über 3000 Beschäftigten an den Standorten Stade und Buxtehude und Ausbildungsbetrieb der Region, bieten in zwölf Berufsfeldern rund 400 Ausbildungsplätze an, davon 162 in der Pflege. Der Ausbau der Krankenpflegeschule schafft 81 zusätzliche Ausbildungsplätze für Pflegefachkräfte, insgesamt also 243. Langfristig soll ein medizinischer Bildungscampus auch die Ausbildung von Medizinstudierenden stärken.

Elbe Kliniken bilden auch Ärzte aus

Die Elbe Kliniken sind seit vielen Jahren akademische Lehrkrankenhäuser des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf und bilden zudem Medizinstudierende der Riga Stradins University in Lettland in der Praxis aus.

„Wir investieren seit vielen Jahren erheblich in unsere Kliniken und entwickeln das medizinische Leistungsangebot kontinuierlich weiter“, sagte Geschäftsführer Siegfried Ristau. „Die größte Umstrukturierung findet am Standort Stade statt.“

Das neue Bettenhaus markiere den Beginn der Zentralisierung, die im Rahmen der Krankenhausreform ein wichtiger Schritt sei. Die Förderung des Landes Niedersachsen helfe, auch in Zukunft eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung zu gewährleisten und attraktive Rahmenbedingungen für Mitarbeitende sowie Nachwuchskräfte zu schaffen.

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