TStade grübelt über Leistungsschwankungen – BSV findet Makel im Erfolg
Eine von vielen Chancen in der zweiten Halbzeit: Hier hält Hagens Torhüter einen Kopfball von Fabio Dammann spektakulär. Foto: Struwe
Das so wichtige Heimspiel hat gezeigt: Der VfL Güldenstern Stade kann seine durchaus vorhandenen PS nicht über 90 Minuten abrufen. Der BSV plant die vorzeitige Titelfeier.
Landkreis. Matthias Quadt war vor dem Heimspiel gegen den FC Hagen/Uthlede „guter Dinge“. Der VfL Güldenstern Stade wollte einen Dreier einfahren für den Klassenerhalt in der Landesliga. Doch der Trainer erlebte eine erste Halbzeit zum Vergessen. „Ich bin immer noch sauer“, sagt Quadt auch einen Tag nach dem 3:3.
Fußball-Landesliga
T Stade holt nach verschlafener Halbzeit einen 0:3-Rückstand auf
Dass es nach dem 0:3-Rückstand zumindest noch für einen Punktgewinn reichte, lag an der Leistungssteigerung nach der Pause. „Die Mannschaft hat sich gut reflektiert, wusste, dass sie schlecht gespielt hat“, so Quadt.
Allerdings: Stade dominierte mit einfachem und leidenschaftlichem Spiel, wie Quadt lobt, nur bis zum Ausgleich. „Und dann ist das plötzlich wieder weg“, sagt Quadt, „das ist schwer erklärbar.“ Stades Leistung fiel wieder ab und der FC hätte sogar noch gewinnen können.

Stades Trainer Matthias Quadt war vor dem Spiel "guter Dinge". Dann sah er eine ganz schwache erste Halbzeit seiner Mannschaft. Foto: Struwe
Beim 3:4 im Hinspiel hatte Stade eine 3:1-Führung verspielt. Es sind solche Rückschläge, die auf die Saison gesehen auch Kräfte rauben. „Davon haben wir zu viele in den letzten 15 Minuten gehabt“, so Quadt. Vielleicht fehle im Erfolgsdruck und Saisonendspurt auch ein Tick Frische im Kopf.
Ist die Mission Klassenerhalt schon bald gescheitert?
Am Sonntag (15 Uhr) muss Stade zur SG Scharmbeck-Pattensen. Ein Pflichtsieg. Doch: „Es wird im Tabellenkeller immer wieder und weiter gepunktet - es wird verdammt schwer“, sagt Quadt. Die SG gewann zuletzt auswärts und zog mit einem Punkt an Stade vorbei.
„Wenn wir da nicht gewinnen, können wir schon fast einen Haken dran machen“, sagt Quadt bezüglich des dann wohl besiegelten Abstiegs. Wenn es runter gehen sollte, müsse Stade eine Mannschaft stellen, so Quadt, die „den sofortigen Wiederaufstieg schaffen kann“.

Dieses Foul an Louis Gehlken brachte den Stadern den 1:3-Anschlusstreffer durch Elfmeter. Gehlken, der zu A/O wechselt, traf dann auch zum schnellen 2:3 nach der Pause. Foto: Struwe
Stand jetzt gehen drei Leistungsträger. Timo Haepp und Louis Gehlken wechseln zu A/O, Fynn Linzer geht zurück zum TSV Elstorf. „Wir sind mit der Kaderplanung schon recht weit und auch zufrieden“, sagt Quadt. Die Verantwortlichen sind in „guten Gesprächen“.
Durch die aufgelöste A-Jugend zur Winterpause ist der Kader groß. Die Junioren sammeln - auch wegen der personellen Probleme - schon jetzt Landesligaerfahrung. „Es gab schon Spiele, in denen vier A-Junioren in der Startelf standen“, sagt Quadt.
So sollte Stade bei einem möglichen Abstieg wie schon in der vergangenen Saison, als der sofortige Wiederaufstieg problemlos gelang, in der Bezirksliga zum engen Favoritenkreis zählen.
Der BSV plant schon seine Meisterschaftsfeier
Der Buxtehuder SV empfängt am Samstag (14 Uhr) den Tabellenvorletzten FC Süderelbe III und will am fünftletzten Spieltag mit einem Sieg die Meisterschaft klar machen. „Wir werden gewinnen“, sagt Trainer Salim Aichaoui und schiebt hinterher: „Ich hoffe, ich blamiere mich nicht.“

Salim Aichaoui und Hasan Ramazanoglu (rechts) haben den BSV vor der vergangenen Saison, 2024/25, übernommen. Foto: Bröhan (Archiv)
Die Verantwortlichen wollen auf jeden Fall vorbereitet sein und planen die notwendigen Vorkehrungen für einen frühzeitigen Bezirksliga-Aufstieg im Jahnstadion. Die Mannschaft selbst erwartet eine stimmungsvolle Überraschung. Mehr kann nicht verraten werden.
Die Mannschaftskasse, so will es das Team, wird geschröpft für die Zuschauer, es gibt Freibier und Grillgut.
Das sportliche Ziel erreicht - doch es gibt einen Makel
Auch wenn es überraschend nicht klappen sollte mit dem Titelgewinn im jetzigen Heimspiel - die Meisterschaft wird dem BSV nicht mehr zu nehmen sein. Es braucht nur noch einen Sieg im Endspurt.
Fußball-Regionalliga
T D/A verarbeitet Negativerlebnis und beweist Siegermentalität
„Sportlich haben wir unser Ziel erreicht“, sagt Aichaoui, „doch spielerisch haben wir viel gefordert und waren oft unzufrieden - da ist noch viel Luft nach oben.“
Der künftige Kader wird verjüngt, der älteste der bisherigen Zugänge ist 22 Jahre alt. Die feststehenden Abgänge werde der BSV kompensieren können, so Aichaoui. Es könnte sein, dass der BSV gleich in eine Art Qualifikationssaison rutscht. Der Verband plant die Einführung einer Bezirksoberliga - zwischen Bezirks- und Landesliga - um die Qualitätsdichte zu erhöhen.
1. Kreisklasse: D/A IV verliert Topspiel und Tabellenspitze
Der SV Agathenburg/Dollern bleibt seiner Linie treu und gewinnt weiter die Auswärtsspiele. Die Elf von Trainer Carsten Junge nahm mit 3:1 die Punkte aus Burweg mit und ist neuer Tabellenführer.
„Uns fehlt mittlerweile die komplette Abwehrreihe. Die Mannschaft machte das richtig gut, zeigte eine ganz starke Leistung“, so der Coach. Der Meisterschaftsfavorit (37 Punkte) profitierte von der 1:3-Heimniederlage der SV D/A IV (36 Punkte) im Topspiel gegen den FC O/O II (36 Punkte).
Fußball-Kreisliga
T Mischt sich Immenbeck noch ins Aufstiegsrennen der Kreisliga ein?
„Wir hätten zur Pause deutlich führen müssen. Dass wir dieses Spiel verloren haben, ist kaum zu glauben. Oste/Oldendorf hatte nicht viele Torabschlüsse, erzielte aber drei Treffer“, so D/A-Trainer Andre Matties. Der FC war mit einigen Altbekannten angereist. Benny Junge (43 Jahre), Krischan Tiedemann (39), Arthur Bastron (37) und Lars Völker (36) füllten den Kader auf.
Im Tabellenkeller hat der TSV Apensen II beim Derby in Harsefeld nach sieben Pleiten in Folge zwar einen Punkt geholt, liegt durch den Immenbecker 3:1-Erfolg über den TuS Jork jetzt allerdings schon acht Punkte hinter dem ersten Nichtabstiegsplatz. Auch A/O IV läuft Gefahr, den Anschluss zu verlieren. Fünf Zähler Rückstand sind es jetzt, allerdings hat die Mannschaft ohne richtigen Trainer, aber vielen Verantwortlichen, noch ein Spiel nachzuholen.
Sieg gegen den Futsal-Meister und Titelanwärter
Die U19 des JFV A/O/B/H/H schlug in Ahlerstedt den Niendorfer TSV mit 4:0. Es war für den Tabellenzweiten der Regionalliga die erste Niederlage. Die Treffer für den JFV erzielten Joel Meibohm, Laurens Otten, Jaron Kaiser und Joris Mahnken.
Was für ein Debüt: Kaum zwei Minuten nach seiner Einwechslung erzielte Joris Mahnken in seinem ersten Spiel dieser Saison sein erstes Tor für den Regionalligisten (90.). Es war der Schlusspunkt eines bemerkenswerten Auftritts gegen den Titelanwärter und zweimaligen deutschen Futsal-Meisters aus Hamburg.
Fußball-Bezirksliga
T Jedes Pünktchen zählt: Der Kampf um den Klassenerhalt spitzt sich zu
„Es lief vieles gut“, so Trainer Matthias Stemmann, dessen Team noch in der Vorwoche eine sehr vermeidbare 2:3-Niederlage gegen den Abstiegskandidaten TSV Kronshagen hatte hinnehmen müssen.
Doch diese Begegnung in Ahlerstedt lief ganz anders. Joel Meibohm brachte den JFV nach einer Balleroberung durch Lenn Pauly in Führung (25.).
Kurz vor der Pause erhöhte Laurens Otten nach einer Ecke von Jaron Kaiser auf 2:0 (41.) Und in der Nachspielzeit zur ersten Hälfte war es Kaiser selbst, der nach einem schön ausgespielten Konter das 3:0 erzielte. „Das war ein wirklich schönes Tor“, so Stemmann. (am)
Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.
