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Auftakt

TStart in die Schützen-Saison: Bombenstimmung in Wiepenkathen

Schützen im Festzelt: Trotz warmer Temperaturen war die Resonanz groß.

Schützen im Festzelt: Trotz warmer Temperaturen war die Resonanz groß. Foto: Laudien

Bestes Wetter und Bombenstimmung. Wiepenkathen feierte einen gelungenen Startschuss in die Schützensaison. Es gab einen heißen Tipp und sogar eine Liebeserklärung.

Von Susanne Laudien Sonntag, 03.05.2026, 17:50 Uhr

Wiepenkathen. Deftige Erbsensuppe und kühles Blondes - beim Königsfrühstück vom Schützenverein Wiepenkathen gehört beides obligatorisch dazu. Das mittlerweile 74. Schützenfest in Wiepenkathen ist jedes Jahr der Auftakt zur Schützensaison in der Region. Die Stimmung war bombastisch.

Viel Prominenz im Festzelt und draußen bestes Wetter

Dafür sorgte nicht zuletzt das gute Wetter sowie auch wieder die große Beteiligung der Schützinnen und Schützen aus Wiepenkathen und den benachbarten Vereinen Stade, Hagen und Bützfleth. Außerdem gab es zahlreiche Gäste aus befreundeten Vereinen, Verbänden und Politik wie Landrat Kai Seefried, Stades stellvertretende Bürgermeisterin und CDU-Landtagsabgeordnete Melanie Reinecke, SPD-Landtagsabgeordnete Corinna Lange und Wiepenkathens Bürgermeister Hendrik Deede.

Wiepenkathens Ortsbürgermeister Hendrik Deede, Stades Vize-Bürgermeisterin Melanie Reinecke, Wiepenkathens Beste Dame Jessica Seidenberg sowie Königspaar Jessica und Sebastian Klabunde mit Adjutanten.

Wiepenkathens Ortsbürgermeister Hendrik Deede, Stades Vize-Bürgermeisterin Melanie Reinecke, Wiepenkathens Beste Dame Jessica Seidenberg sowie Königspaar Jessica und Sebastian Klabunde mit Adjutanten. Foto: Laudien

Geselligkeit, Zusammenkunft und spannende Schießwettbewerbe stehen für die Schützinnen und Schützen in den kommenden Wochen bei insgesamt 60 Schützenfesten im Mittelpunkt. Zum Startschuss in Wiepenkathen war vor allem gute Kondition gefragt.

Das Fest bietet vier Tage reichlich Attraktionen. Dazu zählt als besonderes Highlight der Tanz in den 1. Mai mit großer Open-Air-Veranstaltung, die bereits am Donnerstag mit den Hits der 1990er für Stimmung und gute Laune bis in die frühen Morgenstunden sorgte.

Feierliche Reden und Verleihung von Pokalen

Am Samstag waren die Würdenträger bereits ab sechs Uhr morgens auf den Beinen. Die Blasmusiker der Regazer und der Spielmannszug „Stade die Ehemaligen“ traten zum traditionellen Wecken an. Beim Königsfrühstück sorgten die Musiker im Festzelt zwischen feierlichen Ansprachen sowie Verleihungen von Pokalen und Auszeichnungen immer wieder musikalisch für Stimmung.

Stades Landrat Kai Seefried spendierte zum Abschluss seiner Rede ein Fass Freibier und wünschte den Schützinnen und Schützen ein dreifaches „Gut Schuss!“. Seefried lobte auch Wiepenkathens Social-Media-Team für die tollen Beiträge auf Instagram zum diesjährigen Schützenfest.

Freibier auf Kosten der Hansestadt Stade

„Schützenfest ist nicht irgendein Termin im Kalender, nein, es ist Tradition, Treffpunkt und Identität“, betonte Stades stellvertretende Bürgermeisterin Melanie Reinecke in ihrer Rede. Sie lobte den Einsatz der vielen Mitwirkenden, die sich beim Ausrichten des Schützenfestes engagieren.

Gute Stimmung bei den Schützinnen und Schützen aus Bützfleth.

Gute Stimmung bei den Schützinnen und Schützen aus Bützfleth. Foto: Laudien

Zum Abschluss ihrer Rede spendierte die Vize-Bürgermeisterin ein Fass Freibier auf Kosten der Hansestadt Stade. Das wurde im Festzelt mit einem dreifachen „Gut Schuss!“ lautstark bejubelt. Wiepenkathens Bürgermeister Hendrik Deede betonte zudem den Zusammenhalt und die Kameradschaft innerhalb des Schützenvereins sowie dessen Engagement mit zahlreichen Aktivitäten, die das Leben im Ort bereichern.

Heißer Tipp unter Schützen gegen die Hitze

„Das Wetter hätte nicht besser sein können“, schwärmten die Mitglieder vom Schützenverein Stade. Sie freuten sich über die deftige Erbsensuppe als Stärkung. Gegen die tropischen Temperaturen hatte Vizepräsident Frank Beinle einen heißen Tipp: „Wir Stader bekämpfen Hitze mit Hitze und trinken Sommer wie Winter gerne Rumgrog.“

Stades Schützenpräsident Stefan Bösch ((links) und Dominik Reinboth beim Verkauf von Losen für die Jugendabteilung.

Stades Schützenpräsident Stefan Bösch ((links) und Dominik Reinboth beim Verkauf von Losen für die Jugendabteilung. Foto: Laudien

Doch nicht nur Temperaturen und Stimmung stiegen zunehmend im Festzelt, sondern auch die Spannung. Die Hoffnung des Stader Vizepräsidenten lag im Hinblick auf die Proklamation des Stadtschützenkönigs selbstverständlich auf dem eigenen König.

„... dann brennt hier aber die Hütte“

Im vergangenen Jahr konnte der Verein mangels König nicht daran teilnehmen. „Wenn unser König das Rennen macht, dann brennt hier aber die Hütte“, versprach Beinle. König Dieter Ahlf hatte ein gutes Gefühl, aber man wisse ja nie, räumte er ein.

An den Tischen herrschte bei den Schützinnen und Schützen der benachbarten Vereine ebenfalls beste Stimmung. „Wir freuen uns, dass es endlich wieder losgeht“, erklärten die Bützflether.

Wiepenkathens Würdenträger saßen an vorderster Front vor der Bühne. Ihr amtierender Schützenkönig Sebastian Klabunde bedankte sich mit einer emotionalen Rede für die zahlreichen Helfer in seinem Königsjahr - ganz besonders bei Ehefrau Sina. Ihr machte er eine Liebeserklärung und sagte zudem: „Hinter jedem starken Mann steht auch eine starke Frau.“

Praktischer Gewinn: Stadtbeste Dame Janine Wilhelmi (links) und Stadtjungschützinnenkönigin Mailin Helmke mit Erfrischungsgetränken.

Praktischer Gewinn: Stadtbeste Dame Janine Wilhelmi (links) und Stadtjungschützinnenkönigin Mailin Helmke mit Erfrischungsgetränken. Foto: Laudien

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