TSuchhund Paula erschnüffelt vermissten 93-Jährigen im Harz
Rettungsaktion geglückt: Suchhund Paula und Hundeführerin Kerstin Bock haben einen vermissten 93-jährigen Mann in Goslar gefunden. Foto: Feuerwehr Goslar
Stundenlang suchten Feuerwehr, Polizei und Rettungshunde nach dem hochbetagten Senioren. Dann schlägt Hündin Paula an.
Goslar. Als die Hündin Paula oberhalb der Bahngleise anschlug, fiel den Einsatzkräften eine große Last von den Schultern. Seit Stunden hatten Feuerwehr, Polizei und Rettungshundestaffeln zu Wochenbeginn nach einem vermissten 93-Jährigen aus einer Einrichtung am Osterfeld gesucht. Nun stand fest: Der Mann lebt.
Stunden der Ungewissheit
Wie die Feuerwehr Goslar mitteilt, hatte die Suche bereits in der Nacht begonnen. Um 7.36 Uhr wurde schließlich auch die Feuerwehr alarmiert.
Schnell entwickelte sich daraus eine groß angelegte Suchaktion. Während Drohnen das Stadtgebiet aus der Luft absuchten und zahlreiche Einsatzkräfte Parks, Kleingärten und Waldstücke durchkämmten, arbeiteten mehrere Rettungshundeteams ihre Suchgebiete ab.

Die aufwändige Suchaktion dauert mehrere Stunden. Foto: Feuerwehr Goslar
Paula findet die entscheidende Spur
Der entscheidende Moment kam rund viereinhalb Stunden nach der Alarmierung. Paula, geführt von Hundeführerin Kirstin Bock, nahm die Spur des Vermissten auf und führte ihr Team zu einem steilen Hang oberhalb der Bahngleise. Dort lag der ältere Mann. Er war ansprechbar, hatte jedoch ein Bein unter einem morschen Baumstamm eingeklemmt und konnte sich aus eigener Kraft nicht befreien.
Gemeinsam kämpft sich das Team ans Ziel
Für die Einsatzkräfte begann nun die nächste Herausforderung. Wegen des unwegsamen Geländes musste der Senior zunächst an der Böschung gesichert werden.
Der Rettungsdienst versorgte ihn medizinisch, bevor Feuerwehrleute ihn vorsichtig in eine Schleifkorbtrage legten. Mit Seilen und einem Geländefahrzeug der Ortsfeuerwehr Hahnenklee wurde der Mann Stück für Stück aus dem steilen Hang gezogen. Die letzten Meter bis zum Rettungswagen trugen Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei gemeinsam über eine Wiese.
Eine Suche mit glücklichem Ende
Nach Angaben der Feuerwehr ging es dem Senior den Umständen entsprechend gut. Er wurde anschließend in ärztliche Obhut übergeben.
An der Suchaktion beteiligten sich die Feuerwehr Goslar mit ihrer Rettungshundeeinheit und Drohnengruppe, die Feuerwehr Lengde, die Ortsfeuerwehr Hahnenklee, die Polizei Goslar mit rund 50 Einsatzkräften, der Rettungsdienst sowie die Rettungshundestaffel des DRV Harz. Ohne die feine Spürnase von Paula hätte die Suche womöglich deutlich länger gedauert.
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