T„War sehr dramatisch“: „Aida“ rammt Kaimauer – Ehepaar berichtet
Die „Aidaperla“ hat die Kaje im Hafen von Le Havre gerammt. Foto: Monsees
Als die „Aidaperla“ sich im Hafen von Le Havre losriss, wurde es auch für die Passagiere der dahinterliegenden „Mein Schiff 3“ brenzlig. Monika und Jürgen Monsees erlebten den Vorfall aus nächster Nähe.
Le Havre/Bremerhaven. Eine Gangway hing ins Wasser, eine weitere baumelte von der „Aidaperla“ herunter. Im Hafen von Le Havre war das Kreuzfahrtschiff zuvor aufgrund der Wetterlage von seinem Liegeplatz losgerissen worden und hatte sich gefährlich bewegt. Auf der „Mein Schiff 3“, die direkt dahinter lag, erlebten Monika und Jürgen Monsees aus Bremerhaven den Vorfall aus nächster Nähe.
Plötzlich kam auf der „Mein Schiff 3“ eine Durchsage. Die Passagiere sollten die vorderen Decks räumen und sich von den Außendecks entfernen, berichten Monika und Jürgen Monsees. „Es war sehr dramatisch, weil die „Aidaperla“ ziemlich nah an uns dran lag“, erzählte Monika Monsees. Der Kreuzliner habe sich anschließend gedreht und quer zur „Mein Schiff 3“ gelegen. Ob und wo das Schiff dabei am Heck getroffen worden war, konnten die beiden aber nicht erkennen.
Schlepper brachten die „Aidaperla“ wieder unter Kontrolle
Der Kapitän der „Mein Schiff 3“ reagierte laut den beiden auf die Situation. Mehrere Schlepper wurden angefordert. Nach etwa eineinhalb Stunden war die „Aidaperla“ wieder unter Kontrolle und wurde zurück an den Pier gebracht. Besonders die beiden Gangways blieben den Monsees im Gedächtnis. „Gott sei Dank war niemand auf der Gangway“, sagt Monika Monsees.

Monika und Jürgen Monsees erlebten auf der „Mein Schiff 3“ einen Schreckmoment. Foto: Monsees
Auch für die Passagiere der „Aidaperla“ hatte der Vorfall Folgen. Viele konnten zunächst nicht wieder an Bord zurückkehren und mussten vor dem Terminal warten. Einige Aida-Gäste wurden auf der „Mein Schiff 3“ aufgenommen und dort versorgt.
Die „Aidaperla“ blieb zunächst in Le Havre. Das Schiff sollte nach dem Vorfall überprüft werden. Verletzt wurde nach bisherigem Stand niemand. Als die Situation vorbei war, wirkte das Schiff von außen auf die Monsees überraschend unauffällig. „Das Schiff sah aus, als wenn nichts passiert ist“, sagte Jürgen Monsees.
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Auf eine Anfrage der „Nordsee-Zeitung“ hat Aida sich bislang nicht geäußert. Medienberichten zufolge zieht das Unternehmen aber Konsequenzen aus dem Vorfall. „Die Sicherheit unserer Gäste und Crew hat stets oberste Priorität. Deshalb wird das Schiff aktuell einer eingehenden Überprüfung durch Techniker und Behörden unterzogen“, hieß es von einem Sprecher des Unternehmens.
Dass ein Kreuzfahrschiff eine Kaje touchiert hat, ist kein Einzelfall. In Bremerhaven kam es 2023 zu einem ähnlichen Vorfall, bei dem die „Amadea“ aufgrund des Wetters die Mauer berührt hat.
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