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Bremervörde

TWasserrohrbruch: Hauptverkehrsader B71/74 bleibt gesperrt

Die Neue Straße in Bremervörde ist wegen eines Wasserrohrbruchs aktuell im Bereich der Kreuzung Huddelberg/Ritterstraße in beiden Richtungen komplett gesperrt.

Die Neue Straße in Bremervörde ist wegen eines Wasserrohrbruchs aktuell im Bereich der Kreuzung Huddelberg/Ritterstraße in beiden Richtungen komplett gesperrt. Foto: Buse

Ein kaputtes Rohr, eine Stadt im Verkehrschaos: In Bremervörde äußert sich jetzt EWE. Ist der Schaden größer als angenommen?

Von Nora Buse, bz 07.10.2026, 09:35 Uhr

Bremervörde. Aufgrund eines Rohrbruchs stand Bremervördes Hauptverkehrsader, die B71/74 (Neue Straße), am späten Montagnachmittag plötzlich unter Wasser. Das Wasserrohr wurde bei Bauarbeiten im Bereich Neue Straße/Ecke Ritterstraße beschädigt. Nach Informationen der „Bremervörder Zeitung“ sollte der Wasseranschluss für einen Neubau gelegt werden.

„Die Ursache des Rohrbruchs war die Horizontalbohrung für die Verlegung einer Stromleitung. Dabei wurde eine Trinkwasserleitung von EWE NETZ beschädigt“, teilt EWE-Sprecher Dietmar Bücker am Dienstag auf Anfrage der „Bremervörder Zeitung“ mit. Das hatte zur Folge, dass am Montag 26 Haushalte in der Zeit von 16 bis 21.30 Uhr ohne Wasserversorgung auskommen mussten. „EWE NETZ hatte für den Zeitraum Standrohre installiert – Zapfhähne, die auf einen Hydranten aufgesetzt werden, um eine Notversorgung mit Wasser zu gewährleisten“, so Bücker weiter.

Nach wie vor ist die Bundesstraße im Bereich Ritterstraße/Huddelberg zwischen den Einmündungen Brunnenstraße und Ludwigstraße für den Verkehr in beiden Richtungen voll gesperrt.Ebenfalls gesperrt sind die Ritterstraße zwischen Kreisverkehr und Neuer Straße sowie der Huddelberg bis zur Gartenstraße. Der Verkehr wird seitdem großräumig umgeleitet. Insbesondere in der Alten Straße bildeten sich durch das deutlich erhöhte Verkehrsaufkommen immer wieder Staus.

Bremervörde: Wann ist die Straße wieder frei?

In den sozialen Medien kursiert die Meldung, die Vollsperrung werde voraussichtlich am Mittwoch gegen 15 Uhr wieder aufgehoben. Auch Bücker bezieht sich auf entsprechende Meldungen von Straßenmeisterei und der Polizei. Ob die Straße bis dahin tatsächlich wieder für den Verkehr freigegeben wird, ist laut „BZ“-Bericht zweifelhaft. Vor allem im morgendlichen Berufsverkehr und mutmaßlich auch im Feierabendverkehr müssen Autofahrer also weiterhin viel Geduld mitbringen.

Denn wie groß der Schaden ist und wie lange die Vollsperrung andauern wird, war bis Redaktionsschluss noch nicht absehbar. Am Dienstagvormittag wurde die Fahrbahndecke der Neuen Straße geöffnet, um sich ein genaues Bild vom Ausmaß des Schadens zu machen. Erst dann kann die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Stade absehen, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen. „Erst danach können valide Aussagen zur Dauer der Verkehrsbeeinträchtigungen getroffen werden“, teilte Carolin Selle, Sprecherin der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, am Dienstag in Stade mit. „Die noch ausstehenden Asphaltarbeiten werden im Zuge der Vollsperrung direkt mit durchgeführt, sodass danach keine zusätzlichen Belastungen für den Verkehr zu erwarten sind.“

Umleitung bleibt vorerst bestehen

Der Verkehr wird weiterhin großräumig über die Umgehungsstraße K125 umgeleitet. „Es werden aktuell weitere Tafeln angefertigt, die zusätzlich an den Einmündungen zur K125 und aus Bevern kommend Richtung Kreisverkehr aufgestellt werden, um auf die Vollsperrung aufmerksam zu machen“, so Selle weiter. „Die unterschiedlichen Gewerke und die Kolleginnen und Kollegen vor Ort arbeiten seit gestern rund um die Uhr daran, die Verkehrseinschränkungen schnellstmöglich zu beheben.“

Durch den Rohrbruch waren Teile der Ostestadt für kurze Zeit ohne Wasser. Auch das Internet fiel in einigen Bereichen der Stadt, Oerel und Hipstedt aus. „Betroffen waren etwa 100 Kundinnen und Kunden. Durch den schnellen Reparatureinsatz konnte die Störung noch in der Nacht behoben werden, sodass alle Internetdienste ab 3.30 Uhr wieder zur Verfügung standen“, teilte Mathias Radowski von der EWE Netz GmbH mit.

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