TWindpark Kutenholz soll wachsen: Ein Risiko und erstes Stimmungsbild
Ein Windrad am Vossmoor im 2004 gebauten Windpark Kutenholz. Bald könnten mehr Windräder in der Nähe stehen - doch auf dem Weg dahin wartet bereits die erste Hürde. Foto: Meyer
Das Unternehmen Energie 3000 hat vor, den Windpark Kutenholz in Aspe zu erweitern. Auf dem Weg zur Umsetzung muss die Politik zunächst über einen kritischen Punkt entscheiden.
Aspe. Am Mittwoch präsentierte Horst Mangels im Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde Kutenholz erste Ideen, wie der Windpark Aspe-Ost als Teil des Windparks Kutenholz aussehen könnte und was schnellstmöglich geklärt werden sollte.
Wo der Windpark Aspe-Ost entstehen soll
Mangels ist Geschäftsführer der Energie- und Umweltgesellschaft Energie 3000 aus Alfstedt (Landkreis Rotenburg). Das Unternehmen plant den Bau von Windkraftanlagen im norddeutschen Raum.

Der Windpark Kutenholz wurde und wird schrittweise mit neuen Windkraftanlagen erweitert. Er erstreckt sich von Mulsum im Norden über Kutenholz im Westen sowie Aspe im Süden und Wedel im Osten. Foto: Meyer
Der Windpark Kutenholz soll den Plänen zufolge im östlichen Teil, wo er an Aspe und die Kreisstraße 61 grenzt, „vier bis sechs Windräder“ bekommen. Diesen Bereich priorisiert der Landkreis in seinem ersten Entwurf des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) als Fläche für Windenergie.

Die roten Markierungen zeigen das RROP vom November 2025, die blauen Linien den Antrag auf Aufstellung eines Flächennutzungsplans. Foto: onmpas.de
Zeitnahe Anpassung des Flächennutzungsplans angestrebt
„Am Ende des Tages wird die Samtgemeinde den Flächennutzungsplan anpassen müssen“, sagt Horst Mangels. Sein Unternehmen hat einen Antrag zur Änderung des Flächennutzungsplans gestellt. Dem Geschäftsführer geht es darum, unabhängig vom RROP zu sein.
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Er sieht ein Problem bei der Flurbereinigung, wenn Grundstücke und Flächen an den Verkehr angebunden werden müssen. Mangels sagt, er wolle nicht in die Situation kommen, dass frisch erneuerte Straßen in zwei bis drei Jahren erneut saniert werden müssen. Der Windmüller aus Alfstedt will vorausschauend planen. Eine Änderung des Flächennutzungsplans könnte doppelte Arbeit und unnötige Baukosten sparen.
Mangels rechnet mit einem zweiten Entwurf des RROP durch den Landkreis Stade im Herbst 2026. Dass der Landkreis die Flächen im Zweitentwurf nicht als Vorranggebiet für Windkraft einstuft, hält er für unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen.
Die Projektierer sind bereit, „das Risiko einzugehen“, nicht auf den Zweitentwurf des RROP zu warten. Folgt die Samtgemeinde Mangels Vorschlag, sei das Vorranggebiet für den Windpark Aspe-Ost über den Flächennutzungsplan abgesichert, alle hätten Planungssicherheit und: „Im Gegenzug sind wir bereit, mit der Gemeinde eine städtebauliche Vereinbarung zu treffen“, sagt Mangels. Energie 3000 würde sich verpflichten, Kosten für den Wegebau zu übernehmen.
Erste Reaktionen zum Windpark Aspe-Ost
Der Bau- und Planungsausschuss nahm die Pläne zur Kenntnis, einen Beschlussvorschlag an die Samtgemeinde gab es noch nicht. Den gab es vom Umwelt- und Planungsausschuss der Samtgemeinde Fredenbeck.
Mit vier zu einer Stimme bei zwei Enthaltungen sprach sich dieser gegen Mangels Vorhaben aus. Der Tenor: Die Bürger bräuchten nicht noch mehr Windenergie in ihrer Kommune. Jörg Schomaker (CDU) äußerte sich im Kutenholzer Bau- und Planungsausschuss ebenfalls skeptisch.
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Der Zweitentwurf des RROP sei noch nicht fix - ein Risiko für Schomaker. „Die Finanzierung eines Windparks ist heute kein Selbstgänger mehr“, sagt der CDU-Mann, der deshalb dazu tendiert, mit der Planung zu warten. Für Schomaker hat die Gemeinde Kutenholz „schon ganz schön viel Windenergie“.
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Am 30. Juni will der Samtgemeinderat entscheiden, ob sie den Flächennutzungsplan auf Mangels Antrag hin ändert. Dann entscheidet sich, ob diese Pläne zum Windpark Aspe-Ost eine Zukunft haben oder ob die Politik auch genug von Windkraft hat.
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