T1,3 Millionen Euro für Projekte: Altländer und Horneburger ziehen ihr Fazit
Lydia Goldschmidt von der Geschäftsstelle der Leader-Region Altes Land und Geestrand stellt Zukunftsprojekte vor. Foto: Vasel
Die Lokale Aktionsgruppe der Leader-Region Altes Land und Geestrand hat eine Zwischenbilanz gezogen. Altländer und Horneburger wollen 2028 weitermachen - mit Hamburg.
Altes Land/Horneburg. Die Leader-Region Altes Land und Geestrand ist auf der Zielgeraden. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) hat am Mittwochabend in der Aula der Grundschule Jork einen Kassensturz gemacht. Laut Bürgermeister Matthias Riel sind noch knapp 47.000 Euro übrig.
1,76 Millionen Euro hatten die Samtgemeinden Horneburg und Lühe, die Hansestadt Buxtehude und die Gemeinde Jork für die Förderperiode 2023 bis 2027 in Hannover einwerben können. Unter dem Strich werden die Altländer, Horneburger, Hedendorfer und Neuklosteraner 1,3 Millionen Euro in Projekte stecken können. Denn auch Geschäftsstelle und Regionalmanagement der KoRis - Kommunikative Stadt- und Regionalentwicklung - müssen bezahlt werden.
Kommunen und Akteure verschiedenster Wirtschafts- und Sozialpartner, letztere haben in der LAG die Mehrheit, verteilen das Geld aus der EU-Kasse. Das Amt für Regionale Landesentwicklung (ArL) in Bremerhaven hat das letzte Wort. Insgesamt seien 26 Projekte abgeschlossen oder auf dem Weg. Bis 2027 werden damit inklusive der Eigenmittel rund 2,7 Millionen Euro bewegt werden können.
Gelebte Demokratie: Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) beschließt letzte Projekte - finanziert aus dem EU-Förderprogramm Leader - in der Aula der Grundschule in Jork. Foto: Vasel
Die verbliebenen 47.000 Euro werden für 2026 und 2027 gebunkert. „Wir wollen reagieren können, wenn es Kostensteigerungen bei den Projekten gibt“, sagt LAG-Vorstand Riel.
26 Projekte auf den Weg gebracht
Umgesetzt beziehungsweise auf dem Weg sind zum Beispiel der Umbau der 1938/1964 errichten Altländer Festhalle in Jork zu einem Kommunikations- und Kulturzentrum. Aus der Kasse der Europäischen Union fließen 150.000 Euro in dieses Projekt. Foyer und Eingang wurden neu gestaltet, eine barrierefreie Toilette eingebaut. Bühnenvorhang und Technik wurden erneuert, eine mobile Trennwand beschafft.
Maritimes Erbe
T Jork hat spektakuläre Zukunftspläne für den Borsteler Hafen
Weitere herausragende Projekte sind:
- Technik-Update für das Dorfgemeinschaftshaus in Steinkirchen
- Sanierung des alten Leuchturms in Twielenfleth
- Trinkwasserbrunnen in Jork
- Das Buch „Koken up Platt“
- Bauerngarten im Schloss Agathenburg
- Spielplatz für St. Marien Neukloster
- Eine Büchergondel auf dem Pfingstmarkplatz in Neukloster
- Glockenturm auf dem Friedhof in Dollern
- Paddel-Court für den Tennisverein Jork
- Neugestaltung des Brinkplatzes in Hedendorf
- Planetarium in der Alten Seefahrtschule
- Zeitenwandelpfad an der Este
- Obstlehrpfad am Museum Altes Land in Jork.

Blick auf die Windmühle Venti Amica in Twielenfleth nach der Sanierung des Achtkants. Foto: Vasel
Weitere Fördermittel fließen in den Radverkehr, in den Mehrzweckraum des Schützenvereins in Horneburg und in das Außengelände des Jugendzentrums Speedy in Horneburg.
Damit nicht genug: Geld gibt es für ein Zukunftskonzept für den Lühe-Anleger. Leuchtturmprojekte sind die Sanierung der Windmühle Venti Amica, der Wohnmobilstellplatz mit Hafenkontor an der Lühe in Horneburg, die Sturmflutstele in Jork-Lühe, das LED-Flutlicht am Sportplatz Striep in Steinkirchen und die touristische Inwertsetzung des Hafens in Borstel.
Die Zwischenevaluierung ergab: Die Ziele des Regionalen Entwicklungskonzepts (REK) wurden überwiegend erreicht. Horneburger und Altländer streben an, sich für die neue Förderperiode ab 2028 zu bewerben - vielleicht sogar mit dem Hamburger Teil des Alten Landes.
In der Förderperiode 2007 bis 2013 wurde viel für den Tourismus erreicht: vom Schiffsanleger in Horneburg über das Café Möwennest mit Sanitäranlagen am Yachthafen in Neuenschleuse über den Aussichtsturm in Nottensdorf bis zum Archäologischen Wanderpfad bei Daudiek.
Leaderförderung
Die Leader-Region Altes Land und Geestrand ist eine von aktuell 68 Dorfregionen in der Leader-Förderung. Die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (Grüne) verteilt bis 2027 Fördermittel in Höhe von 165 Millionen Euro aus der EU-Kasse an die Dorfregionen.
Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.