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Verkehr

TA26-Zubringer bei Horneburg zwei Wochen dicht – was dahinter steckt

Ein Schild auf der B73 in Horneburg informiert über die geplanten Baumaßnahmen am A26-Zubringer.

Ein Schild auf der B73 in Horneburg informiert über die geplanten Baumaßnahmen. Foto: Feindt

Die Kreisstraße 36 wird zwischen Horneburg und Neuenkirchen saniert. Die A26-Anschlussstelle ist darum voll gesperrt.

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Von Björn Vasel
Montag, 23.03.2026, 15:00 Uhr

Neuenkirchen. In den Osterferien wird die Altländer Straße (K 36) saniert. Die Maßnahmen starten am heutgen Montag, 23. Mär, und dauern voraussichtlich bis Dienstag, 7. April. Grund für die Baurarbeiten sind die hohe Verkehrsbelastung und die Witterung, die für schwere Schäden gesorgt haben. Hier kommen sechs Fragen und sechs Antworten für Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer.

1. Warum müssen die Arbeiten jetzt sein?

„Wir haben die Arbeiten extra in die Osterferien gelegt“, erklärt Kreissprecherin Nina Dede. Im Herbst hatte die Autobahn GmbH bereits die Auf- und Abfahrten des A26-Zubringers saniert. Jetzt folgt die Sanierung der K36 zwischen Horneburg und Neuenkirchen. Die Straßenbauer legen am Montag, 23. März, los. Die Altländer Straße wird voraussichtlich bis Dienstag, 7. April, voll gesperrt, so das Kreisstraßenamt in Stade.

Tiefe Schlaglöcher machen eine Sanierung der Altländer Straße zwischen Horneburg und Neuenkirchen am A26-Zubringer notwendig.

Tiefe Schlaglöcher machen eine Sanierung der Altländer Straße zwischen Horneburg und Neuenkirchen am A26-Zubringer notwendig. Foto: Vasel

2. Wo wird die Kreisstraße voll gesperrt?

Die K36 wird zwischen dem Marschdamm - nahe der Aue/Lühe-Brücke - und dem Ortseingang Neuenkirchen gesperrt.

Die Anschlussstelle Horneburg der A26 wird ebenfalls gesperrt - in beide Richtungen. Laut Dede wird asphaltiert. Die Deck- und die Binderschicht werden erneuert. In diesem Zuge sollen auch die Anliegerzufahrten sowie der östliche Seitenstreifen und die Markierungen erneuert werden. Diese Maßnahme setze der Landkreis Stade gemeinsam mit der Außenstelle Stade der Autobahn GmbH in Stade um.

3. Wie wird der Verkehr umgeleitet?

Eine Umleitungsstrecke wird ausgeschildert. Diese erfolgt über die Bundesstraße B73 sowie die Landesstraßen L125 und L140 (Horneburg - Dollern - Guderhandviertel). Der Autobahnverkehr wird über die Bedarfsumleitung umgeleitet - über die Anschlussstelle Dollern (U15) in Richtung Hamburg und Jork (U10) in Richtung Stade.

Die Kreisstraße 36 in Neuenkirchen ist nicht nur eine wichtige Pendlerstrecke, sondern wird auch von vielen Speditionen genutzt.

Die Kreisstraße 36 in Neuenkirchen ist nicht nur eine wichtige Pendlerstrecke, sondern wird auch von vielen Speditionen genutzt. Foto: Vasel

Der Fußgänger- und Radverkehr bleibt gewährleistet.

4. Können Busse die Baustelle passieren?

„Nein“, sagt Kreissprecherin Dede. Während der Straßensanierung können die Busse der KVG die K36 im Bereich der Baustellen nicht befahren. Für die Linie 2053 heißt das laut Whatsapp-Newsletter im Klartext:

Es entfallen die Haltestellen „Horneburg, Kalkwiesen“, „Horneburg, Am Tivoli“, „Horneburg, Krummes Moor“, „Neuenkirchen, Altländer Straße“, „Neuenkirchen, Lühebogen“, „Neuenkirchen, Umdeich“, „Neuenkirchen, Dorfstraße“, „Neuenkirchen, Altenschleuse“, „Neuenkirchen, Schleusenbrücke“, „Neuenkirchen, Muddweg „ und „Mittelnkirchen, Dollerner Straße“.

Als Ersatz sollen Menschen, die auf den Bus angewiesen sind, Ersatzbusse nehmen, nämlich: in der Straße Bergfried 25 in Fahrtrichtung Horneburg und in der Neßstraße 28 in Fahrtrichtung Steinkirchen.

Die entsprechenden Änderungen der Fahrpläne im Linienverkehr stehen online unter https://kvg-bus.de/stade/mobilitaet/aktuelle-stoerungen/. Aufgrund der Osterferien fahren die Schulbusse ohnehin nicht.

Die K36 bleibt bis zur Baustelle „als Sackgasse befahrbar“, ergänzt Dede. Der Anliegerverkehr ist von der Sperrung eingeschränkt betroffen. Zeitweise Sperrungen von Zufahrten an den Obsthöfen seien unvermeidbar. Die Baufirma wird während der Bauzeit die betroffenen Anliegerinnen und Anlieger informieren.

5. Wie hilft der Bund bei der K36-Sanierung?

Der Bund erneuert die K36 im Bereich der Autobahn-Anschlussstelle Horneburg aufgrund einer Vereinbarung mit dem Landkreis Stade. 2016 war die A26 an die Kreisstraße angeschlossen worden. Nach der Erneuerung wird die K36 im Bereich des A26-Zubringers wieder Eigentum des Landkreises Stade. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Dienstag, 7. April, dauern. Aber: Witterungsbedingte Verzögerungen im Bauablauf sind laut Angaben der Autobahn GmbH und des Kreisstraßenamts möglich.

Die Kosten der K36-Maßnahme belaufen sich auf rund 330.000 Euro, so Veronika Boge von der Autobahn GmbH.

6. Wann werden weitere Kreisstraßen im Alten Land saniert?

Der Landkreis Stade hat von Anfang 2021 bis Ende 2024 die K39 in Borstel auf einer Länge von sechs Kilometern in drei Etappen zwischen Borsteler Mühle und Landesgrenze für zwölf Millionen Euro erneuert. Ab Mittwoch, 18. März, werden Teilabschnitte der Kreisstraßen K32 und K34 in Bassenfleth und Twielenfleth bis Ende November für drei Millionen Euro zum Teil grundsaniert.

Die CDU Jork fordert, dass zeitnah auch die K26 zwischen Jork-Ladekop und A26-Anschlussstelle saniert wird. Die mangelhafte Unterhaltung koste den Steuerzahler viel Geld. Laut Haushalts- und Finanzplan plane der Kreis Stade bis 2029 keine Sanierung. „Der Zustand ist für Pendler, Obstbau und Fruchthandel nicht mehr hinnehmbar“, sagt Parteivorsitzender Sven Heinsohn.

Update am 23. März um 5:50 Uhr: Aktuelles Foto sowie Details zur Buslinie 2053 wurden ergänzt.

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