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TFeuer im Heide-Hotel: Gäste über Leitern gerettet – 13 Verletzte

Der dichte Rauch breitete sich schnell vom Keller über das Erdgeschoss bis in den ersten Stock aus.

Der dichte Rauch breitete sich schnell vom Keller über das Erdgeschoss bis in den ersten Stock aus. Foto: JOTO

Nächtlicher Großeinsatz beim Hotel Zur Heidschnucke in Asendorf: Dichter Rauch dringt durch das Hotel. 60 Gäste müssen ins Freie - und woanders untergebracht werden.

Von Tobias Johanning Donnerstag, 16.04.2026, 11:30 Uhr

Asendorf. 13 Menschen sind bei einem Kellerbrand im Hotel Zur Heidschnucke in Asendorf (Landkreis Harburg) leicht verletzt worden. Sie kamen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte. Zunächst war von mindestens drei Schwerverletzten berichtet worden.

Hotelgäste hatten im Bereich der Lobby Rauch bemerkt, der aus einem Bodengitter aufstieg. Sie wählten den Notruf. Was im Keller in Brand geraten war und warum, war zunächst unklar.

Dichter Rauch zog durch das Haus. Feuerwehrleute und Hotelpersonal evakuierten die insgesamt 58 Gäste teils über Leitern von außen. Der Großteil hatte sich jedoch selbstständig ins Freie begeben. Während der Rauch aus dem Keller aufstieg, stießen Retter im Inneren immer wieder auf Personen und brachten sie mit Fluchthauben ins Freie.

Die Rauchentwicklung war so stark, dass der Rauch vom Keller über das Erdgeschoss bis in höhere Stockwerke aufstieg.

Sieben Feuerwehren im Einsatz

Sanitäter und Notärzte sichteten insgesamt 65 Betroffene (Gäste und Mitarbeiter). Drei Menschen wurden mit schweren Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus gebracht. Ob noch weitere Gäste ins Krankenhaus mussten, war gegen 1 Uhr nachts unklar. Der Einsatz dauerte noch bis in die Morgenstunden an, sagte der Polizeisprecher.

Sieben Feuerwehren rückten mit mehr als 80 Kräften an: Retter aus Marxen, Brackel, Quarrendorf, Asendorf, Jesteburg, Hanstedt und Seevetal waren im Einsatz. Sie hatten den eigentlichen Brand schnell unter Kontrolle. Der Rettungsdienst wurde von ehrenamtlichen Kräften aus dem Landkreis Harburg und zusätzlich vom Rettungsdienst aus Hamburg unterstützt.

Zur Brandursache und Schadenshöhe hat die Polizei die weiteren Ermittlungen aufgenommen. Einige Gäste wurden von der Gemeinde in anderen Unterkünften untergebracht, andere reisten eigenständig ab. (dpa/tip)

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