TRauchsäule über Horneburg: VW-Bus steht in Flammen
Flammen schlagen aus dem VW-Bus empor. Der Rauch steigt über der B73 meterhoch hinauf. Foto: Feuerwehr
Die Horneburger Feuerwehr muss zur B73 ausrücken: Am Freitagnachmittag gerät ein VW-Bus in Brand. Die Insassen können sich gerade noch aus dem Bulli befreien.
Horneburg. Eine Bliedersdorferin war am Freitagnachmittag (6. März 2026) gegen 16.50 Uhr mit ihrem Sohn auf der B73 von Bliedersdorf in Richtung Buxtehude unterwegs. Auf Höhe des Schragenbergs, kurz vor der Tankstelle Rinck, bemerkte die Fahrerin, dass in ihrem VW-Bus etwas angefangen haben musste, zu kokeln.
VW-Bus steht in Flammen
Die Frau versuchte noch, den VW-Bus im Seitenraum zu parken, das gelang ihr jedoch nicht mehr. Die beiden Insassen konnten noch unverletzt aus dem Bulli aussteigen, bevor das Fahrzeug wenig später in Flammen stand. Eine Anwohnerin versuchte noch, den Brand zu löschen - vergeblich. Eine meterhohe Rauchsäule stieg über dem VW-Bus empor.
Hollywood in Horneburg
Der Tank des Bullis platzte und plötzlich spielten sich in Horneburg Szenen wie aus einem Actionfilm ab: Brennendes Benzin floß die leicht abschüssige Straße hinab.

Der VW-Bus ist in Horneburg komplett ausgebrannt. Foto: Vasel
Die Feuerwehren Nottensdorf und Horneburg waren an der B73 im Einsatz. Schnell gelang es ihnen, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Mit Wasser kühlten sie das Feuer ab, bevor sie es mit Schaum erstickten.
Was bei einem Autobrand zu tun ist – und was nicht
Beißender Geruch, Rauchwolken, Feuer – in solchen Fällen ist zügiges Reagieren gefragt, aber kein hektisches Vorgehen. „Das Wichtigste ist, Ruhe zu bewahren“, rät der Tüv-Verband und gibt Tipps.
So verhält man sich bei einem Autobrand grundsätzlich richtig:
- Auto sicher zum Stillstand bringen – etwa auf dem Pannenstreifen auf der Autobahn oder möglichst weit rechts auf einer anderen Straße. Dann Motor ausschalten, Handbremse anziehen und wenn noch nicht passiert, Warnblinkanlage anschalten.
- Zügig, aber sicher raus aus dem Auto – an die Warnwesten denken und idealerweise auf der vom Verkehr abgewandten Seite aussteigen.
- Abstand gewinnen: So schnell wie möglich hinter die Leitplanke gehen und mindestens einen Abstand in Fahrtrichtung von 50 Metern zum Auto erreichen – am besten nicht in Windrichtung wegen des Rauchs. Abstand ist wichtig, falls es zu Auffahrunfällen kommt. Dazu kommt, dass Einsatz- und Rettungsfahrzeuge vor allem auf Autobahnen von hinten an den Unfallort fahren und nicht behindert werden sollten.
- Hilfe holen: Die Feuerwehr unter dem Notruf 112 anrufen – dabei auch mitteilen, ob es sich um ein E-Auto handelt. Diese brennen zwar nicht häufiger als solche mit Verbrennungsmotor, aber die Batterien verhalten sich im Brandfall anders und benötigen entsprechendes Vorgehen beim Löschen.
- Hilfe leisten: Sind Verletzte zu beklagen? Falls nötig retten und Erste Hilfe leisten, ohne sich selbst zu gefährden.
- Löschversuch starten? Ist ein Feuerlöscher an Bord, könnte dieser Klein- oder sogenannte Entstehungsbrände eindämmen helfen – aber es ist kein Ersatz für einen professionellen Feuerwehreinsatz.
- Nicht wieder einsteigen: Selbst wenn das Feuer unter Kontrolle ist – nicht wieder ins Auto einsteigen, denn ein Brand könnte sich erneut entzünden.
(bv/set/mit dpa)
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