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T„Mir ging die Pumpe“: Autofahrer bricht auf Bützflether Brücke ein

Feuerwehrleute, Polizisten und Mitarbeiter der Kommunalen Betriebe Stade blicken auf das Loch in der Brücke über den Bützflether Kanal.

Feuerwehrleute, Polizisten und Mitarbeiter der Kommunalen Betriebe Stade blicken auf das Loch in der Brücke über den Bützflether Kanal. Foto: Vasel

Plötzlich tut sich die Fahrbahn auf: Das, was ein 69-Jähriger am Mittwochvormittag in Stade erlebte, hat nun Folgen für alle.

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Von Björn Vasel
02.09.2026, 17:20 Uhr

Bützfleth. Die Feuerwehrleute um Ortsbrandmeister Andreas Dankert befürchteten Schlimmes. In der ersten Meldung der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle in Stade-Wiepenkathen hieß es, dass ein Pkw auf der Brücke über dem Bützflether Kanal in einem Loch feststecke. Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Bützfleth rückten - inklusive der Löschgruppe Bützflethermoor - am Mittwoch kurz vor 9 Uhr zum Unfallort aus.

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Was war passiert? Ein 69-Jähriger war mit seinem Fiat 500 in Stade-Bützfleth auf der Flethstraße in Richtung Bützflethermoor unterwegs. Als er über die Brücke fuhr, geschah es. Offenbar hatte sich eine Metallplatte des Verstärkungsbauwerks für die Windkraft-Transporte gelöst. Doch das konnte der Bützflether nicht ahnen.

Blick auf den Einsatzort in der Flethstraße in Stade-Bützfleth.

Blick auf den Einsatzort in der Flethstraße in Stade-Bützfleth. Foto: Vasel

Die Metallplatte sackte beim Überfahren plötzlich weg, berichtete der Fiat-Fahrer. Das Vorderrad knallte gegen eine Kante. Der Reifen platzte. „Ich habe nur gedacht: Bloß von der Brücke weg. Mir ging die Pumpe“, sagte der 69-Jährige.

Airbag: Fiat total verraucht

Der Vorderreifen platzte. Der Seiten-Airbag auf der Fahrerseite löste aus. „Mein Auto war plötzlich total vernebelt“, sagte der Fahrer. Er trat aufs Gas. Es gelang ihm, das beschädigte Fahrzeug etwa 20 Meter weiter zum Stehen zu bringen.

Der Reifen platzte bei dem Unfall auf der Flethstraßen-Brücke in Bützfleth.

Der Reifen platzte bei dem Unfall auf der Flethstraßen-Brücke in Bützfleth. Foto: Vasel

Bei der explosionsartigen Entfaltung des Airbags war ein weißes Pulver, in der Regel handelt es sich um Talkum oder Maisstärke, freigesetzt worden, das als Gleitmittel für den Stoff dient. Zusammen mit den Gasen der pyrotechnischen Zündung sieht das im Innenraum wie dichter Qualm oder Nebel aus.

Vollsperrung der Kanal-Brücke

Der Fahrer blieb glücklicherweise unverletzt. Er habe umgehend die 112 gewählt, damit die Straße schnellstmöglich gesperrt wird. Denn in der Fahrbahn hatte sich ein fast ein Meter langes und knapp 40 Zentimeter tiefes Loch aufgetan.

Die Feuerwehr und die Kommunalen Betriebe Stade sperrten die Brücke. Jetzt soll untersucht werden, warum die Platte sich gelöst hat. Solange bleibe die Brücke voll gesperrt.

Die Brücke im Verlauf der Flethstraße wurde voll gesperrt.

Die Brücke im Verlauf der Flethstraße wurde voll gesperrt. Foto: Vasel

Die Brücke ist unter anderem für Sand- und Kies-Transporte zur Errichtung von drei 200 Meter hohen Windkraftanlagen im Bereich „In den Tannen“ zwischen Stade-Bützfleth und Bützflethermoor durch den Projektentwickler Energiekontor verstärkt worden. „Ich habe Glück gehabt“, sagte der 69-Jährige erleichtert.

Einsatzort Flethstraße.

Einsatzort Flethstraße. Foto: Vasel

Die Stadt Stade geht in einer Mitteilung davon aus, dass der betroffene Teil der Flethstraße in Bützfleth im Laufe des Freitags, 4. September, wieder freigegeben werden kann. „Wer zu Fuß unterwegs ist beziehungsweise sein Fahrrad schiebt, kann den gesperrten Bereich weiterhin passieren“, teilt Stadtsprecher Stephan Voigt mit.

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Der Airbag löste aus, der Fiat war zeitweise innen vernebelt.

Der Airbag löste aus, der Fiat war zeitweise innen vernebelt. Foto: Vasel

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