TBauarbeiten: Droht vier Wochen Dauerstau auf der B73 bei Buxtehude?
Hier in Ovelgönne wird die Bundesstraße B73 ab dem 5. Mai zu einer Einbahnstraße. Foto: Wisser
Die B73 wird für vier Wochen zur Einbahnstraße, während parallel auf der Bahnstrecke gebaut wird. Pendler müssen sich auf erhebliche Behinderungen einstellen.
Buxtehude. Droht für vier Wochen ein Dauerstau auf der Bundesstraße B73 auf Höhe von Buxtehude? Die Stadt Buxtehude baut die Bushaltestellen Hemberg an der B73 auf Höhe der Ortschaft Ovelgönne aus. Damit das funktionieren kann, wird die meistbefahrene Straße im Landkreis Stade für vier Wochen zur Einbahnstraße.
Parallel zur halbseitigen Sperrung wird auch auf der Bahnstrecke Hamburg–Cuxhaven gebaut. Zwischen dem Abzweig Harburger Straße und der Kreuzung von B73 und B3 sind täglich bis zu 26.000 Fahrzeuge unterwegs. Viele sind Berufspendler. Für sie ist der Umstieg auf die S-Bahn in dieser Zeit also nur bedingt eine Alternative.
B73 wird ab nächsten Dienstag Einbahnstraße
Die Bauarbeiten auf der B73 sollen bereits am kommenden Dienstag, 5. Mai, beginnen. Die Stadtverwaltung plant das Ende der Bauarbeiten für den 6. Juni.
In der Zeit von 10. bis 23. Mai sind zusätzlich wie mehrfach berichtet die S-Bahnen zeitweise zwischen Neugraben und Wilhelmsburg nur eingeschränkt nutzbar. Es werden nur wenige Züge aus dem Landkreis Stade nach Harburg durchfahren können. Deshalb wird ein Busersatzverkehr eingerichtet. Die S5 hält nur einmal pro Stunde nach Harburg. Direktbusse sollen das ausgleichen. Sie fahren von Neugraben nach Wilhelmsburg mit Halt in Harburg Bahnhof und Neuwiedenthal.
Diese Umleitung soll für Autofahrer gelten
Wer aus Hamburg mit dem Auto über Neu Wulmstorf nach Buxtehude und in den Landkreis Stade fahren will, kann dies ohne Einschränkung durch die städtische Baustelle tun. Umgekehrt wird es schwieriger. Die Fahrtrichtung Hamburg ist für den eingeplanten Monat in Ovelgönne gesperrt. Die Umleitung führt über die B3 und Elstorf zurück auf die B73. Die Umleitung soll frühzeitig ausgeschildert werden.
Der Fußgänger- und Radverkehr ist von der Sperrung auf der B73 nicht betroffen. Die Stadt richtet einen Notgehweg ein. Anlieger erreichen ihre Grundstücke wie gewohnt. Für den Busverkehr der KVG wird eine Ersatzhaltestelle in der Straße Hemberg eingerichtet.
Buxtehude konnte Planung nicht stoppen
Der behindertengerechte Ausbau der Bushaltestellen in Buxtehude ist der Grund für die halbseitige Sperrung der Bundesstraße. Die Stadt Buxtehude nimmt sich der Reihe nach bestimmte Bushaltestellen vor. Derzeit werden zwei Bushaltestellen in der Konrad-Adenauer-Straße umgebaut. Dort gibt es ebenfalls eine Einbahnstraßenregelung in Richtung Bahnhof. Die Umleitung für den Verkehr stadtauswärts führt über die Hansestraße und Harburger Straße. Die Bauarbeiten begannen am 13. April und sollen voraussichtlich am Freitag, 8. Mai, enden.
Im Anschluss an die Arbeiten auf der B73 geht es an der Apensener Straße/Torfweg weiter. Einen konkreten Zeitplan gibt es dafür noch nicht. Die Stadt habe Kenntnis von den Bauarbeiten auf der Bahnstrecke gehabt. Aufgrund der eigenen langfristigen Planung habe man aber nicht mehr umsteuern können, als die Bauarbeiten der Deutschen Bahn öffentlich geworden seien, reagierte die Stadt auf eine entsprechende TAGEBLATT-Anfrage.
Wie schlimm sind die Auswirkungen?
„Auf der B73 staut es sich grundsätzlich sehr schnell“, sagt Friederike Wöbse auf TAGEBLATT-Anfrage. Sie ist Leiterin des Geschäftsbereichs Stade der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Die Behörde ist für die Landes- und Bundesstraßen zuständig. Für die Bauarbeiten und die halbseitige Sperrung ist allerdings die Stadt Buxtehude verantwortlich. Sie darf innerhalb der städtischen Grenzen verkehrsbehördliche Regelungen treffen.
„Aus unserer Erfahrung heraus können wir davon ausgehen, dass es in den ersten Tagen zu Behinderungen kommen wird“, beschreibt Wöbse ihre Erwartungen. Wenn sich die Autofahrer auf solche Baustellen eingestellt hätten, entspanne sich die Situation in der Regel wieder.
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