Zähl Pixel
Energie

Behörde zum Stromnetz: Keine Gefährdungshinweise in Hamburg

Die Innenbehörde, die von Andy Grote (SPD) geleitet wird, sieht nach dem Brandanschlag in Berlin keine Gefährdung in Hamburg. (Archivbild)

Die Innenbehörde, die von Andy Grote (SPD) geleitet wird, sieht nach dem Brandanschlag in Berlin keine Gefährdung in Hamburg. (Archivbild) Foto: Marcus Brandt/dpa

In Berlin sind nach einem Brandanschlag auf die Energieinfrastruktur Wohnungen dunkel geblieben. Die Hamburger Innenbehörde hat keine Hinweise auf eine Gefahr - ruft aber zu Wachsamkeit auf.

Von dpa Dienstag, 06.01.2026, 04:05 Uhr

Hamburg. Nach dem Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz liegen in Hamburg laut Innenbehörde keine Gefährdungshinweise vor. Das teilte der Sprecher der Innenbehörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Polizei bewerte die Sicherheitslage fortwährend und passe Maßnahmen an.

„In diese Lagebeurteilung fließen auch die Ereignisse in Berlin ein“, teilte der Behördensprecher mit. Sie zeigten deutlich, dass es wichtig sei, wachsam zu sein und Hinweise und Beobachtungen der Polizei zu melden.

Zunächst 45.000 Haushalte waren in Berlin betroffen

In Berlin hat ein Brandanschlag an Kabeln zu einem Stromausfall im Südwesten der Stadt geführt. Der Ausfall dauerte seit Samstagmorgen an. Zunächst waren 45.000 Haushalte betroffen. Davon erhielten den Angaben nach rund 15.000 bis Sonntagabend wieder Energie. 

Nach Einschätzung der Bundesregierung ist noch nicht sicher, wer hinter dem Anschlag auf das Berliner Stromnetz steckt. Eine linksextremistische Motivation sei „naheliegend“, hieß es. 

Hamburger Energienetze: Zentrale Anlagen sind geschützt

Das städtische Unternehmen Hamburger Energienetze, das Strom- und Gasleitungen unterhält, teilte mit, zentrale Anlagen seiner Infrastruktur seien umfassend geschützt. Das Unternehme verfüge über ein eigenes Schutzkonzept.

„Eine umfassende Absicherung aller Anlagen kommt dann an ihre Grenzen, wenn mit einem hohen Maß an krimineller Energie vorgegangen wird“, hieß es weiter in einer Stellungnahme.

Häuser in einer Straße in Berlin sind nach einem Stromausfall unbeleuchtet. (Archivbild)

Häuser in einer Straße in Berlin sind nach einem Stromausfall unbeleuchtet. (Archivbild) Foto: Christophe Gateau/dpa

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Junge Frau erstochen - Urteil verzögert sich

Ein 31-Jähriger soll seine Nachbarin erstochen haben, die junge Frau verblutete. Vor Gericht sagt der Angeklagte, die Kontrolle über sich verloren zu haben. Wann fällt das Urteil?

Fliegerbombe in Wedel entschärft

6.000 Haushalte mussten bei eisigen Temperaturen ihre Wohnungen verlassen: In Wedel wurde eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft.