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Schifffahrt

TFährbetreiber haben mit Treibstoffkosten zu kämpfen – auch auf der Elbe

Die Elbfähre Glückstadt-Wischhafen.

Die Elbfähre Glückstadt-Wischhafen. Foto: Kramp

Trotz gesetzlicher Maßnahmen steigen die Treibstoffpreise. Die Reedereien müssen Zuschläge einführen. So auch die FRS Elbfähre Glückstadt-Wischhafen.

Von Wiebke Kramp Dienstag, 12.05.2026, 06:00 Uhr

Wischhafen. Der Iran-Krieg mit knapper werdender Erdölproduktion und ausgebremster Schifffahrt in der Straße von Hormus zeigt direkte Auswirkungen hinein in jeden Haushalt. Nicht nur an den Zapfsäulen der Tankstellen ist jeden Tag, besonders kurz vor 12 Uhr, das Ausmaß sichtbar und wirft bei Verbrauchern die Frage auf, ob die gesetzliche Steuersenkung von 17 Cent überhaupt in toto eingepreist ist.

Zuschlag klar und transparent ausgewiesen

Auch die Fahrgastschifffahrt kämpft mit den hohen Spritpreisen. Die Elbfähre Glückstadt-Wischhafen zum Beispiel. Auf dem Fahrschein der FRS-Elbfähre ist klar und transparent ausgewiesen, dass zu den regulären Fährpreisen sowohl pro Person als auch pro Fahrzeug Treibstoffzuschläge hinzukommen. Und die wurden diese Woche erneut angepasst. Am 6. Mai wurde auf der Elbfähre der Treibstoffzuschlag um 20 Cent für Autos erhöht.

Zuschläge schon im März eingeführt

„Hintergrund ist, dass wir den Treibstoffzuschlag Ende März eingeführt hatten und sich die Preise seitdem für uns leider weiter erhöht haben“, teilt Tim Kunstmann, Geschäftsführer der FRS-Elbfähre, auf Nachfrage der „Cuxhavener Nachrichten“ mit. Vom gesetzlich verabschiedeten und seit 1. Mai geltenden „Tankrabatt“ können Reedereien übrigens nicht profitieren: „Binnenschiffe sind von der Steuer befreit, das heißt, die Steuerersparnis trifft auf uns leider nicht zu. Für uns haben sich die Treibstoffkosten weiterhin mehr als verdoppelt.“

Die FRS müsse auch auf ihrem Helgoland-Katamaran „Halunder Jet“ Treibstoffzuschläge erheben. „Auch alle anderen Reedereien haben im Helgoland-Verkehr Treibstoffzuschläge eingeführt, sie aber auch zum Teil mit anderem Namen betitelt“, weiß Kunstmann.

Monatliche Neubewertung angekündigt

Seit dem 1. Mai habe die Reederei Cassen Eils „einen moderaten Treibstoff-Zuschlag eingeführt“, teilt Unternehmenssprecherin Corina Habben auf Nachfrage mit: „Pro Strecke zahlen Kunden im Verkehr nach Helgoland mit dem Seebäderschiff ‚Helgoland‘ 25 Cent, mit dem Katamaran ‚Nordlicht‘ 50 Cent sowie mit MS ‚Flipper‘ nach Neuwerk 25 Cent und im Ausflugsverkehr mit MS ‚Wappen von Cuxhaven‘ und ‚Wega II‘ jeweils 50 Cent.“ Reedereisprecherin Habben kündigt an: „Wir verfolgen die dynamische Entwicklung der Treibstoffpreise kontinuierlich und werden den Zuschlag monatlich neu bewerten.“

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