TFreizeithaus-Rettung: Warum das ein Vorbild bei anderen Konflikten sein kann
Karsten Wisser ist TAGEBLATT-Redaktionsleiter in Buxtehude. Foto: Archiv
Die Solidarität war überwältigend: Als die Schließung des Freizeithauses drohte, gingen Tausende auf die Barrikaden. Der Protest war erfolgreich - aus mehreren Gründen.
Buxtehude. So gut funktioniert Buxtehude, wenn Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft an einem Strang ziehen. Binnen sechs Monaten hat die Stadt den Betrieb des von Anwohnerbeschwerden bedrohten Freizeithauses gesichert. Die Verwaltung handelte schnell, abteilungsübergreifend und kompetent.
Es gibt zudem finanzielle Mittel - eine Million Euro - und Ideen, um die Situation im Gebäude zu verbessern. Neben einer neuen Lüftungsanlage sind dringend neue Sanitäranlagen und ein barrierefreier Zugang zu den oberen Stockwerken nötig.
Lärmgutachten
T Freizeithaus in Buxtehude ist gerettet
Zentraler Treffpunkt der Jugend in Buxtehude
Dass die Buxtehuder Bauverwaltung dies bereits berücksichtigt, ist richtig und zeigt die hohe Priorität der Kulturstätte. Klar ist auch: Es geht um ein Bauprogramm für die nächsten drei bis fünf Jahre. Dabei ist die Lüftungsanlage für dieses Jahr Pflichtprogramm, um die Fehler in der Umsetzung der Vorgaben aus der Baugenehmigung zu heilen.
Lärmgutachten
T Freizeithaus in Buxtehude ist gerettet
Das Freizeithaus ist ein zentraler Baustein der Jugendarbeit und Jugendkultur in Buxtehude. Die Arena dort ist die einzige professionell ausgestattete Konzertstätte für Nachwuchsbands in der Region. Sie bietet moderne Technik, Betreuung durch Profis und eine Plattform für junge Talente.
Der geballte Widerstand hat sich gelohnt
Anwohnerproteste hatten dafür gesorgt, dass den Bands ab 21.45 Uhr der Saft für die Lautsprecher abgedreht wurde. Die schnellen Fortschritte seit letztem Sommer zeigen deutlich, dass es sinnvoll ist, solche Einschränkungen nicht einfach hinzunehmen. Die vom Stadtjugendring initiierte Kampagne und der Einwohnerantrag haben eine breite Öffentlichkeit für das Freizeithaus mobilisiert. 3000 Unterschriften für den Antrag sind eine starke Botschaft.
Der Widerstand gegen die Bedrohung des Freizeithauses ist generationsübergreifend. Neben den aktuell betroffenen Jugendlichen haben auch viele Menschen mitgemacht, die in ihrer Kindheit dort Zeit verbracht haben. Somit gab es Rückhalt aus allen Generationen. Eine Zusammenarbeit wie beim Freizeithaus kann Vorbild bei anderen Konflikten in Buxtehude sein.
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