Zähl Pixel
29. Verhandlungstag

Block-Prozess: Mutmaßliche Entführerin bricht ihr Schweigen

Eine mutmaßliche Entführerin hat bei der Staatsanwaltschaft ausgesagt.

Eine mutmaßliche Entführerin hat bei der Staatsanwaltschaft ausgesagt. Foto: Marcus Brandt/Pool dpa/dpa

Überraschende Neuigkeit im Block-Prozess: Die unter dem Aliasnamen Olga bekanntgewordene Frau, die mutmaßlich zum Entführer-Team gehörte, hat bei der Staatsanwaltschaft ausgesagt. Was ist bekannt?

Von dpa Dienstag, 13.01.2026, 11:00 Uhr

Hamburg. Die mutmaßliche Entführerin „Olga“, nach der im Fall Block lange gefahndet wurde, ist von der Staatsanwaltschaft Hamburg vernommen worden. Das teilte die Vorsitzende Richterin im Prozess um die Entführung der beiden jüngsten Kinder von Christina Block zu Beginn des 29. Verhandlungstages überraschend mit. Die Frau sei am 8. und 12. Januar befragt worden. Ein Vernehmungsprotokoll liege noch nicht vor. Näheres wurde nicht mitgeteilt.

„Enge Vertraute“ von Christina Block

Die Frau, die sich in Hamburg Olga nannte, war laut Anklage „die rechte Hand“ des Chefs der israelischen Sicherheitsfirma, die für die Entführung verantwortlich sein soll. In den Monaten, die die Israelis in der Hansestadt wohnten, war sie eine enge Vertraute der Unternehmerin Block geworden.

Jahrelanger Sorgerechtsstreit

Christina Block ist angeklagt, die Entführung ihrer Kinder aus Dänemark am Wohnort ihres Vaters in der Silvesternacht 2023/24 in Auftrag gegeben zu haben. Sie bestreitet das. Nach ihrer Darstellung war die israelische Sicherheitsfirma ausschließlich zur Überprüfung der Cybersicherheit des zur Block-Gruppe gehörenden Elysée-Hotels angeworben worden und handelte ihr zufolge bei der Rückholaktion auf eigene Faust. Der Tat war ein jahrelanger Sorgerechtsstreit zwischen den geschiedenen Eltern vorausgegangen.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Junge Frau erstochen - Urteil verzögert sich

Ein 31-Jähriger soll seine Nachbarin erstochen haben, die junge Frau verblutete. Vor Gericht sagt der Angeklagte, die Kontrolle über sich verloren zu haben. Wann fällt das Urteil?

Fliegerbombe in Wedel entschärft

6.000 Haushalte mussten bei eisigen Temperaturen ihre Wohnungen verlassen: In Wedel wurde eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft.