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Fußball-Rückblick

THarsefeld II baut auf Hilfe aus der Landesliga – Bargstedt spektakulär

Der TuS Harsefeld II holte am vergangenen Wochenende zumindest einen Punkt in der Bezirksliga. Can-Luca Aygör (links) erzielte einen Treffer.

Der TuS Harsefeld II holte am vergangenen Wochenende zumindest einen Punkt in der Bezirksliga. Can-Luca Aygör (links) erzielte einen Treffer. Foto: Schmietow/Fupa.net (Archiv)

Harsefeld hat einen Rettungsplan für die Zweite, Bargstedt zeigt Kampfgeist und Burwegs Neuzugang Torinstinkt - drei besondere Geschichten des Fußball-Wochenendes.

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Von Tim Scholz,
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Von Michael Brunsch
Montag, 13.04.2026, 17:30 Uhr

Landkreis. Wahnsinn in der Kreisliga: In der ersten Halbzeit lief es überhaupt nicht für Eiche Bargstedt. Bereits nach 33 Minuten stand es auf eigener Anlage 0:3 gegen den TSV Wiepenkathen. „Die Körpersprache war unterirdisch. Wir hätten zur Halbzeit schon 0:6 oder 0:7 hinten liegen müssen“, sagt Trainer Maik Ohlandt.

Der umjubelte Torschütze Tom Werny vom TuS Eiche Bargstedt.

Der umjubelte Torschütze Tom Werny vom TuS Eiche Bargstedt. Foto: Verein/fupa.net (nomo)

Ein Handelfmeter zum 1:3 kurz vor der Pause brachte jedoch neue Hoffnung. In der zweiten Halbzeit - auch dank dreier Wechsel - zeigte Bargstedt ein anderes Gesicht, gewann die Zweikämpfe und kämpfte sich zurück ins Spiel. In der Nachspielzeit erzielte Tom Werny schließlich das 4:3 per Volleyschuss. „Im Training fliegen acht von sieben solcher Schüsse über den Fangzaun“, scherzt Ohlandt.

Trotz vier Siegen aus den letzten fünf Spielen steckt Bargstedt mit 24 Punkten weiter auf Rang 13 fest, dem ersten Abstiegsplatz. „Wir bewegen uns nicht von der Stelle, eine merkwürdige Saison“, so Ohlandt.

„Aber wir geben nicht auf.“ Das Ziel: die vier verbleibenden Heimspiele gewinnen und den Klassenerhalt doch noch schaffen. Aktuell hat Bargstedt drei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer.

Diese Spieler sollen die zweite Mannschaft retten

Unterstützung aus der Landesliga: Beim TuS Harsefeld steht im Moment vor allem ein Thema im Vordergrund: Die zweite Mannschaft soll den Klassenerhalt schaffen. Während die Erste in der Landesliga als Siebter im gesicherten Mittelfeld steht, steckt die Reserve in der Bezirksliga im Abstiegskampf.

Um gegenzusteuern, reagieren die Harsefelder personell. Mehrere Spieler aus der Landesliga unterstützen inzwischen die Zweite. Laut Obmann Maxim Depperschmidt sind bereits Sören Meyer, Jonah Harms und Can-Luca Aygör fest dabei. Dennis Osuch, Timon Bode und Kapitän Danny Berner sollen hinzukommen. „Die Jungs wissen, worum es geht. Sie haben sofort Ja gesagt“, so Depperschmidt.

Wenig Ertrag trotz personeller Änderungen

Allerdings gibt es klare Regeln. So müssen die Landesliga-Spieler 16 Tage aussetzen, bevor sie in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen. Diese Phase hat Berner gerade hinter sich gebracht und könnte am Samstag in der Bezirksliga gegen Apensen auflaufen. Osuch muss noch ein Spiel warten.

Bislang haben die personellen Veränderungen allerdings wenig Ertrag gebracht. Harsefeld II wartet seit 14 Spielen auf einen Sieg und steht auf dem letzten Nicht-Abstiegsplatz, punktgleich mit D/A III direkt dahinter.

Immerhin gelang am vergangenen Wochenende ein 2:2 bei der SG Stinstedt. Depperschmidt zeigt sich optimistisch: „Unsere zweite Mannschaft ist gut genug für die Bezirksliga.“

Neuzugang verschafft Burweg Luft nach unten

Dreierpack in der 1. Kreisklasse: Am zweiten deutlichen Sieg innerhalb von einer Woche hatte der 18-jährige Winterneuzugang des SV Burweg, Damian Noel Petereit, großen Anteil. Nachdem ihm am Ostermontag zwei Treffer gegen Wiepenkathen II gelungen waren, traf er jetzt dreimal beim 4:1-Heimsieg gegen den TuS Harsefeld III. Dadurch verschaffte sich Burweg viel Luft zur unteren Tabellenregion und sollte mit dem Abstieg nichts mehr zu tun bekommen.

Damian Noel Petereit vom SV Burweg überzeugte als dreifacher Torschütze.

Damian Noel Petereit vom SV Burweg überzeugte als dreifacher Torschütze. Foto: Brunsch

Anders sieht es für die SV Ahlerstedt/Ottendorf IV und den TSV Apensen II aus: Zwar holte A/O IV ein überraschendes 4:4 beim Aufstiegsfavoriten SV Agathenburg/Dollern, rutschte aber auf den ersten Abstiegsrang ab.

Der Grund: Eintracht Immenbeck II gewann mit 6:0 beim Schlusslicht Apensen II und kletterte über den Strich. Für Apensen wird die Lage langsam sehr ernst: sechs Punkte Rückstand auf den rettenden elften Platz und eine schlechtere Tordifferenz.

Hat sich das Thema Aufstieg für O/O II erledigt?

Der FC Oste/Oldendorf II bleibt in der Tabelle ganz vorne dabei. Im Derby gegen den TSV Großenwörden gab es ein deutliches 6:2 - und dennoch rückt der Aufstieg in weite Ferne, da der Klassenerhalt des eigenen Bezirksligateams immer unwahrscheinlicher wird und zwei Mannschaften aus einem Verein nicht in der Kreisliga spielen dürfen.

Für die SG Freiburg/Oederquart dürfte sich das Thema Aufstieg, das Trainer Ernst Hülsen ohnehin nie kommuniziert hat, nach dem 1:1 gegen den SV Ottensen wohl erledigt haben. Die SG hat sieben Punkte Rückstand auf einen Aufstiegsplatz. „Wir brauchen noch ein paar Punkte für den Klassenerhalt“, sagt Hülsen mit einer Portion Ironie.

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