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Fußball

TJFV-Talent mit umjubelten Premierenauftritt - Flitzeralarm in Agathenburg

U17-Spieler Linus Hoops erzielte bei seinem Regionalliga-Debüt den Siegtreffer für A/O/B/H/H.

U17-Spieler Linus Hoops erzielte bei seinem Regionalliga-Debüt den Siegtreffer für A/O/B/H/H. Foto: Struwe

A/O-Trainer Maximilian Künne sah starke Auftritte der baldigen Zugänge - doch ein U17-Joker ließ den JFV jubeln. Apensens Frauen bleiben im Flow und ein Hund spielt den Flitzer.

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Von Moritz Studer,
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Von Michael Brunsch
Montag, 23.03.2026, 20:38 Uhr

Landkreis. Linus Hoops wurde beim 4:3-Erfolg der U19 des JFV A/O/B/H/H bei Altona 93 zum Matchwinner. Die U17-Leihgabe erzielte beim Regionalliga-Debüt das späte Siegtor. Jaron Kaiser und Laurens Otten (2) schossen die weiteren Tore für die Gäste.

Besser kann ein Premierenauftritt nicht laufen. Nach rund einer Stunde eingewechselt, erzielte Linus Hoops drei Minuten vor Ende nach starker Vorarbeit von Joel Meibohm das 4:3.

Auf neun Spieler hatte der JFV in Hamburg verzichten müssen. „Dafür hat sich die Elf hier gut präsentiert“, so Trainer Matthias Stemmann, dessen Team durch ein Gegentor von Veli Aydin früh in Rückstand geriet (7.).

A/O-Trainer Maximilian Künne unterstützte das Team und sah, wie ein Spieler, den er zur kommenden Saison trainieren wird, der Ausgleich gelang: Jaron Kaiser.

Der Traditionsverein aus Hamburg ging nochmals in der ersten Hälfte in Führung. Dann folgte der Auftritt von Laurens Otten, der per Doppelschlag (28., 54.) zuschlug. Auch er wechselt zu den A/O-Herren. „Laurens hätte sogar noch zwei, drei weitere Treffer erzielen können“, so Stemmann. „Überhaupt hatten wir in diesem Spiel noch eine ganze Reihe guter Gelegenheiten.“ Doch es brauchte den U17-Joker für den Sieg.

Das Stemmann-Team rangiert weiterhin auf Rang fünf und empfängt am nächsten Samstag in Ahlerstedt den abstiegsgefährdeten Walddörfer SV.

Oberliga-Frauen von A/O fehlt die Durchschlagskraft

Die SV Ahlerstedt/Ottendorf verlor beim DJK-SV Bunnen mit 0:1. Die Ahlerstedterinnen hätten gerne einen weiteren Sieg nachgelegt, mussten sich in einem ausgeglichenen Spiel aber geschlagen geben.

A/O verfügte zwar über mehr Feldvorteile - allerdings nicht über die nötige Durchschlagskraft. Während auf beiden Seiten gelegentlich mal ein Ball durchrutschte, nutzte Bunnen seine Gelegenheit effektiv mit dem einzigen Treffer des Nachmittags durch Maike Müsegaes (77.).

„In den letzten zehn Minuten haben wir sie in einer Druckphase noch mal reingedrückt“, sagt Trainer Benjamin Saul. „Die Mädels haben bis zum Schluss gekämpft, aber es sollte heute nicht sein.“

In der Frauen-Landesliga jubelt Primus Apensen dank der Kapitänin

Der TSV Apensen setzte sich beim TuS Fleestedt mit 2:1 durch und setzt sich an der Landesliga-Spitze sogar ein wenig ab. Nachdem Fleestedt schon das Hinspiel für sich entschied, verlangte das Kellerkind seinen Gästen einmal mehr alles ab.

„Uns ist zwar die Revanche geglückt, aber der Gegner war über 60 Minuten die aktivere Mannschaft“, räumte TSV-Coach Harald Zerwas ein. Weil Jana Drechsel einen Konter verwertete und Apensen nur wenig zuließ, war die Zerwas-Elf trotzdem voll auf Kurs, bis der TuS nach einer Ecke ausglich.

„Ich wäre mit dem 1:1 zufrieden gewesen“, verrät Apensens Trainer, „aber Pia Teetz hatte was dagegen und traf aus 25 Metern zum umjubelten Siegtor (90.).“

O/O gewinnt Derby in Hedendorf

A/O II gewann gleich mit 4:0 bei der SG Wohnste/Holvede/Ippensen. Der zweite deutliche Sieg nach der Winterpause für Ahlerstedts Zweitvertretung. Zunächst forderte Wohnste die A/O-Hintermannschaft, die die Bemühungen der Gastgeberinnen aber konsequent verteidigte. „Der Sieg ist völlig verdient, aber sicherlich ein Tor zu hoch“, sagt Trainer Joachim Höft. „Mir war wichtig, dass wir zu Null gespielt haben.“ Tore: 0:1 (10.) Fitschen, 0:2 (50.) L. Höft, 0:3 (79., Elfm.) und 0:4 (90.+2) Werner.

Gastgeber VSV Hedendorf/Neukloster verlor gegen den FC Oste/Oldendorf mit 1:2. O/O nahm sich vor, kompakt zu stehen, um den VSV nicht zu viel Platz hinter der Kette zu bieten. „Der Plan ist auch aufgegangen“, freut sich Trainer Maik Ratje, dessen Team gute Chancen ausließ, was Hedendorf zwischenzeitlich mit dem Ausgleich bestrafte. „Wir haben viel Spielkontrolle gehabt, waren gut in den Zweikämpfen und deswegen ist der Sieg auch trotz des späten Tores hochverdient.“ Tore: 0:1 (12.) Hellwege, 1:1 (80.) Schmuckall, 1:2 (88.) Rinka.

In der 1. Kreisklasse stolpert Agathenburg/Dollern weiter

Auch ein lauffreudiger Hund konnte dem SV Agathenburg/Dollern gegen die SG Freiburg/Oederquart nicht helfen. Gegen stark kämpfende Nordkehdinger gab es bereits die vierte Heimniederlage für den Aufstiegsfavoriten.

Ein Hund versuchte den angeschlagenen SV Agathenburg/Dollern zu unterstützen. Kapitän Tobias Helck kümmerte sich um ihn.

Ein Hund versuchte den angeschlagenen SV Agathenburg/Dollern zu unterstützen. Kapitän Tobias Helck kümmerte sich um ihn. Foto: Brunsch

Die Gäste-Elf von Trainer Ernst Hülsen kann nun selber noch in das Aufstiegsrennen eingreifen. Das Tor des Tages erzielte der starke Kapitän Olaf Schütt, als sich seine Flanke bereits in der vierten Minute unhaltbar für Torwart Tino Ebeling in den Winkel senkte.

Der Hund unbekannter Herkunft war kurz vor der Halbzeit plötzlich auf den Platz gelaufen und musste von Agathenburgs Kapitän Tobias Helck des Feldes verwiesen werden.

Die Hausherren konnten sich gegen die SG kaum nennenswerte Tormöglichkeiten erspielen. Für ein Spitzenteam war das offensiv eindeutig zu wenig. Da die Konkurrenten ihre Aufgaben erfüllten, rutschte die Mannschaft von Trainer Carsten Junge nach jetzt drei Niederlagen in vier Begegnungen im Jahr 2026 auf den dritten Tabellenplatz ab.

Auf den stehen D/A IV und der FC O/O II, der derzeit nicht aufsteigen könnte, da die eigene erste Mannschaft in der Bezirksliga auf dem letzten Platz steht und in die Kreisliga absteigen würde.

Aufsteigende Form in Jork - Serie reißt

Im spannenden Abstiegskampf gelang dem TuS Jork ein am Ende deutliches 3:0 gegen den TSV Großenwörden, der wiederum zuletzt viermal in Folge gewonnen hatte.

Beide Mannschaften zeigten zuletzt eine deutlich positive Tendenz und setzten sich ein wenig von den beiden Rängen unter dem Strich ab.

Im Spiel eins nach dem Trainerrücktritt gewann der TuS Harsefeld III gegen den TSV Eintracht Immenbeck II mit 1:0. Eintracht-Trainer Marvin König haderte erneut mit dem fehlenden Spielglück: „Der Harsefelder Sieg ist schmeichelhaft, da wir eine Vielzahl an Chancen nicht nutzten. Aber, wir kämpfen weiter.“

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