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TKein Ritze-Curry in Horneburg und Schnitzel statt Horrorhochhaus

Currywurst mit Pommes vom Imbiss „Zur Ritze Curry“ wird es in diesem Jahr nicht geben auf dem Horneburger Herbstmarkt.

Currywurst mit Pommes vom Imbiss „Zur Ritze Curry“ wird es in diesem Jahr nicht geben auf dem Horneburger Herbstmarkt. Foto: Vasel

Essen ist immer ein schönes Thema. Heute dreht es sich in der TAGEBLATT-Zugabe zum Wochenende um die Currywurst vom Kiez und ein Wiener Schnitzel mit Elbblick.

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Von Björn Vasel,
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Von Lars Strüning
04.10.2026, 07:50 Uhr

Stade. Im vergangenen Jahr gab es noch Proteste der Gleichstellungsbeauftragten um die Arbeitsgruppe „Rotlicht aus!“ gegen den Imbiss „Zur Ritze Curry“ auf dem Herbstmarkt in Horneburg. Dieses Jahr gibt es keine Probleme diesbezüglich.

Der Flecken hat dem Inhaber der Reeperbahn-Kneipe „Zur Ritze“ und Bordellbetreiber, Carsten Marek, eine Absage erteilt. Begründung: Der Platz fehle. Außerdem gebe es zu viele Imbissbuden.

In der Satzung des im Jahr 1734 begründeten Herbstmarktes heißt es: „Bei mehr als vier Anbietern mit Ständen gleicher oder ähnlicher Art, können weitere gleichartige Geschäfte von der Teilnahme ausgeschlossen werden.“ So ist es geschehen.

Einladung für die Frauen aus dem Horrorhochhaus

Also keine Ritze-Currywurst in Horneburg, dafür aber ein sattes Schnitzel für die beiden Frauen, deren Schicksal die TAGEBLATT-Redaktion besonders berührte. Heidi Krause und Silke Kurth harrten lange im Stader Horrorhochhaus im Altländer Viertel unter unglaublichen Umständen aus. Kein fließend Wasser, keine Heizung, extremer Schimmelbefall.

Jetzt hat sich das Blatt - etwas - zum Guten gewendet. Die Stadt sperrte das unbewohnbare Haus und quartierte die Frauen in ein Obdachlosenasyl um. Hier leben sie beide zu zweit in einem Zimmer - mit zwei Katzen und einem Hund.

Schnitzel und Cola mit Blick auf die Schiffe

Um für ein bisschen Abwechslung zu sorgen, lud das TAGEBLATT die beiden ins frisch eröffnete Elbblick-Restaurant auf Stadersand ein. Das Duo staunte über die heutigen Preise in der Gastronomie und freute sich über den Blick auf die vorüberziehenden Schiffe. Beide bestellten sich das Schnitzel in XL-Version mit Bratkartoffeln und Salatbeilage. Dazu gab es eine große Cola.

Sie genossen den Ausflug ans Wasser sichtlich. Das lenkte so schön ab von der aktuellen Situation. Denn beide suchen noch nach einer neuen Unterkunft: entweder zwei Zwei-Zimmer-Wohnungen mit maximal 50 Quadratmetern Wohnfläche oder eine Drei-Zimmer-Wohnung mit bis zu 60 Quadratmetern. Sie können sich vorstellen, weiterhin zusammen zu wohnen.

Haben in den vergangenen Monaten viel durchgemacht: Heidi Krause (links) und Silke Kurth aus dem inzwischen gesperrten Hochhaus im Altländer Viertel.

Haben in den vergangenen Monaten viel durchgemacht: Heidi Krause (links) und Silke Kurth aus dem inzwischen gesperrten Hochhaus im Altländer Viertel. Foto: Stehr

Wer den leidgeplagten Damen helfen möchte, meldet sich bei Stade-Reporterin Lena Stehr, die das Schicksal der Hochhausfrauen seit dem Winter begleitet. Über eine Mail an ihre Adresse mit einem Wohnungsangebot freut sich die ganze Redaktion: stehr@tageblatt.de.

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