TKommunalwahl 2026: So will die CDU in Cuxhaven die AfD kleinhalten
Die Spitze der Kreis-CDU geht optimistisch ins Kommunalwahl-Jahr 2026 - trotz AfD (von links): Claus Seebeck, Enak Ferlemann und David McAllister. Foto: Hansen
Die CDU möchte im Stader Nachbarkreis wieder stärkste politische Kraft im Kreistag werden. Und was ist mit der AfD?
Kreis Cuxhaven. Klar ist, dass die Kommunalwahl 2026 diesmal unter ganz anderen Vorzeichen stattfindet als vorangegangene Wahlen. Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland, kurz AfD, ist nicht mehr nur im Osten auf dem Vormarsch, sondern bundesweit, seit Herbst liegt sie in den bundesweiten Wahlumfragen mit der in Berlin regierenden CDU gleichauf. Auch im Kreis Cuxhaven hatte sie zuletzt kräftig gepunktet. Bei der Bundestagswahl im Februar holte sie im Schnitt etwa 20 Prozent der Stimmen, es gab auch Dörfer, in denen es bis an 30 Prozent heranging.
„Soziale Medien verändern den Wahlkampf“
Der langjährige CDU-Kreisvorsitzende Enak Ferlemann lässt sich davon nicht kirre machen. Auch wenn der Wahlkampf schwieriger geworden sei, wie er zugibt. „Der Wahlkampf hat sich durch die sozialen Medien verändert“, sagt er. Gerade die jungen Leute kommunizierten oft nur noch darüber, die etablierten Parteien täten sich umgekehrt bislang schwer mit den sozialen Medien, auch mit der Zuspitzung, die dort in der Debatte stattfinde.
Trotzdem glaubt der Polit-Profi, dass die demokratischen Kräfte im Herbst eine echte Chance haben, rechte Stimmengewinne im Zaum zu halten. In der Kommunalpolitik spielten die Personen eine viel größere Rolle, damit könnten die Demokraten punkten. Außerdem sei eine erfolgreiche Politik das beste Mittel, um Protestwähler zurückzugewinnen. Und da könne sich die Bilanz im Kreis Cuxhaven sehen lassen - mit dem ambitionierten Schulbauprogramm, mit den Fortschritten bei den Radwegen, mit dem Bau von Kunstrasenplätzen beispielsweise.
Im Kreistag gibt es keine AfD mehr
Im Übrigen sei die Kreispolitik im Umgang mit der AfD seit deren Einzug in den Kreistag 2017 höchst erfolgreich gewesen. In beiden Wahlperioden sei es gemeinsam mit allen demokratischen Kräften gelungen, die AfD kleinzuhalten. Das wolle man fortsetzen. „Am Ende ist die Fraktion immer auseinandergefallen“, sagt Ferlemann.
Tatsächlich gibt es seit ein paar Jahren keine AfD mehr im Kreistag. Die drei Kreistagsabgeordneten waren aus der AfD ausgetreten, nachdem der Verfassungsschutz die Partei wegen des Verdachts auf Rechtsextremismus bundesweit ins Visier genommen hatte, und hatten sich in „Bürgerliche Alternative“ umbenannt. Als Grund dafür gaben sie interne Streitigkeiten im Kreisverband an.
Im Cuxland verfügten die Rechten seither kaum über Strukturen, so Ferlemann. Es sei allerdings zu erwarten, dass sie im Kommunalwahlkampf Unterstützung von der Landespartei aus Hannover bekommen könnten, glaubt der CDU-Chef.