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Geschäftswelt

TNicht nur Woolworth ist neu: So rasant verändert sich die Stader City

Am Pferdemarkt hat am Donnerstag Woolworth eröffnet.

Am Pferdemarkt hat am Donnerstag Woolworth eröffnet. Foto: Stehr

Ein neuer Laden hier, eine Geschäftsaufgabe dort. Der Wandel in der Stader Innenstadt ist spürbar. Allein in diesem Jahr hat sich vieles getan. Ein Überblick.

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Von Lena Stehr
Montag, 08.06.2026, 10:50 Uhr

Stade. Darauf haben offensichtlich viele gewartet: Etliche Menschen strömten am Donnerstag zur Neueröffnung des Non-Food-Discounters Woolworth auf der ehemaligen C&A-Fläche am Stader Pferdemarkt. Am Eingang standen Mitarbeiter und verteilten Einkaufskörbe und kostenloses Popcorn. Vor den Kassen bildeten sich lange Schlangen.

Viele Neueröffnungen in der Stader Innenstadt

Die Eröffnung war zwischenzeitlich auf September verschoben worden, konnte nun aber doch wie ursprünglich angedacht im Juni stattfinden. Gut drei Monate stand die 1400 Quadratmeter große Verkaufsfläche auf zwei Etagen leer. Das Modehaus C&A hatte Ende Februar die Filiale am Pferdemarkt geschlossen.

Die Woolworth-Eröffnung steht beispielhaft für den rasanten Wandel in der Stader Innenstadt. Allein in diesem Jahr gab es mehrere Neueröffnungen, Geschäftsaufgaben und Umzüge.

Neues Geschäft am Pferdemarkt. Da, wo früher C&A war, ist jetzt Woolworth eingezogen.

Neues Geschäft am Pferdemarkt. Da, wo früher C&A war, ist jetzt Woolworth eingezogen. Foto: Strüning

Neu in der Stadt ist neben Woolworth seit Anfang Mai zum Beispiel der Blumenladen Caro Flowers in der Hökerstraße. Inhaberin Carolin Dürich war zuvor im Pop-up auf dem Ankerplatz sowie zuletzt im Kultur-Pop-up in der Hökerstraße zu finden.

Blumen, Weine und Kultur - ein bunter Mix in der City

Ebenfalls neu in der Hökerstraße ist der Kiosk von Sullaiman Lemar und dessen Stiefbruder Nasim Timori. Die Räume in Fischmarktnähe standen vorher länger leer. Im März 2024 war der Laden Ausgangspunkt für eine tödliche Auseinandersetzung im Clan-Milieu.

Zwischen dem neuen Kiosk und Caro Flowers hat kürzlich auch Fischers Weinwerk neu eröffnet. Markus Fischer bietet hier ein Mischkonzept aus Handel, Gastronomie und Veranstaltungen. Vorher wurden die Räumlichkeiten von der Stadt als Kultur-Pop-up genutzt.

Außerdem haben zwei neue Bars in der Innenstadt eröffnet. In der Steilen Straße betreibt Leon Melzer seit Ende März die Boogie Bar und hat damit einen langen Leerstand beendet. Die frühere Bar El Loco schloss 2018.

Eine Bar am Wasser und ein neuer Bäcker

Die zweite neue Bar in Stade ist die La Riva Beachbar in der Neubourgstraße mit Blick auf den Burggraben. Sie ist seit Anfang Mai geöffnet und gehört zum Restaurant La Riva. Inhaberin Manuela Gubbels hatte den ehemaligen Edel-Italiener Ende 2025 übernommen.

Ebenfalls neu eröffnet hat die Bäckerei Junge. Die Filiale in der Kurzen Straße/Ecke Holzstraße ist in die ehemaligen Schuhkay-Räume gezogen. Das Geschäft stand zuvor gut ein halbes Jahr leer. In der Holzstraße wurde außerdem im Mai das Geschäft Smart Repair Stade eröffnet. Vorher war dort die Augenoptikerkette eyes and more angesiedelt.

Am Fischmarkt feierte das vietnamesische Restaurant Na Kitchen im März Neueröffnung in den ehemaligen Räumen des Cafés am Fischmarkt.

Eine weitere Neueröffnung gab es in diesem Jahr zudem ein Stückchen außerhalb der Innenstadt. Das asiatische Kinkoi-Restaurant eröffnete im Neubau an der Hansestraße 34.

Umzüge und Schließungen in der Stader City

Es gab auch Umzüge innerhalb der Innenstadt. Von der Hökerstraße in die Goos - direkt gegenüber der Post - ist der Kultur-Pop-up umgezogen. Das Damenmodengeschäft Laden No. 5 von Britta Haberkorn ist von der Hökerstraße (jetzt Caro Flowers) in die Sattelmacherstraße umgezogen.

Ebenfalls einen Umzug hinter sich hat die Tourist-Info. Sie befindet sich nicht mehr in der Hansestraße, sondern direkt am Fischmarkt in der historischen Stadtwaage. Neben der Tourist-Info ist hier noch das Eiscafé Stadtwaage - betrieben vom Memories - untergebracht. Eine ebenfalls integrierte Pop-up-Fläche wird aktuell von der Stader Strickmanufaktur Karl Siegel bespielt.

Aus der Stadt verabschiedet hat sich neben C&A auch die Butlers-Filiale. Das Einrichtungsgeschäft zog Ende Januar aus der Holzstraße weg. Die VR-ImmoVermögen, eine 100-prozentige Tochter der Volksbank Stade-Cuxhaven, will das denkmalgeschützte Gebäude sanieren.

Der Hanseladen in der Hökerstraße hat Insolvenz angemeldet und ist geschlossen. Auch Kids only gibt es nicht mehr. Die Räume in der Großen Schmiedestraße werden von der benachbarten Weinwirtschaft übernommen. Von der Kleinen Schmiedestraße hat Wolfgang Reinecke sein Reisebüro ins Homeoffice verlagert. In Kürze schließt zudem die Nudelschmiede in der Kehdinger Straße.

Wie sich die Stadt entwickelt, liegt auch an den Besuchern

Und wie geht es weiter in der Innenstadt? Diesen Blick in die Glaskugel möchte Andreas Schäfer, Chef der Stade Marketing und Tourismus GmbH (SMTG), nicht wagen. Wie sich die Stadt entwickelt, liege letztlich auch an den Besucherinnen und Besuchern. Wer lieber online shoppe als lokal zu kaufen, sollte hinterher jedenfalls nicht meckern, wenn Läden schließen müssen, so Schäfer.

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