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Jahresbilanz

Seenotretter haben in Nord- und Ostsee mehr als 3.300 Menschen gerettet

Zwei neue Rettungsboote haben 2025 ihren Dienst aufgenommen. (Archivbild)

Zwei neue Rettungsboote haben 2025 ihren Dienst aufgenommen. (Archivbild) Foto: Focke Strangmann/dpa

In der Ostsee rückten die Retter dabei etwas häufiger aus als in der Nordsee. Bei einer Zahl gab es auch einen Rückgang.

Von dpa Freitag, 16.01.2026, 06:00 Uhr

Bremen. Mehr Menschen wurde im vergangenen Jahr von Seenotrettern geholfen. Die Einsatzkräfte eilten mehr als 3.300 Menschen zu Hilfe, wie die Seenotretter mitteilten. Gleichzeitig sank demnach die Zahl der Einsätze in Nord- und Ostsee leicht.

Die Seenotretter und -retterinnen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGZRS) kümmerten sich etwa um Fischerboote, Handelsschiffe oder Fähren sowie deren Besatzung und Passagiere. Auch Wassersportler wurden von den Einsatzkräften vor den Küsten gerettet.

Den Angaben nach rückten die Seenotretter zu rund 1.720 Einsätzen aus. Im Vorjahr waren es demnach gut 1.780, bei etwa 2.970 Geretteten. Aus akuter Seenot wurden 135 (Vorjahr: 79) Menschen gerettet. 34 (26) Schiffe und Boote wurden vor dem Totalverlust bewahrt. In sechs von zehn Fällen rückten die Einsatzkräfte in der Ostsee aus.

Seenotretter lassen neue Schiffe bauen

Um für die Zukunft gerüstet zu sein, kamen 2025 zwei neue Rettungsboote hinzu. Im Bau befindet sich zudem ein Prototyp für ein größeres Rettungsschiff, das in den kommenden Jahren möglicherweise noch mehrfach erneut gebaut werden soll. Zudem wird der Bau eines neuen, großen Seenotrettungskreuzers geplant.

Ihre Arbeit finanziert die DGZRS vor allem aus Spenden. Dazu stehen an vielen öffentlichen Orten, etwa in Restaurants oder Geschäften, kleine Spardosen in Form eines Rettungsschiffes. 2025 waren es 150 Jahre, seitdem die erste Spardose aufgestellt wurde. Um die Arbeit der Seenotretter bekannter zu machen, wurde im vergangenen Jahr zudem eine Dokuserie über deren Arbeit in der ARD veröffentlicht.

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