T„Sharing Menüs“: In diesem Hamburger Restaurant ist teilen erwünscht
Das neue "Chefs Warehouse" in der Hamburger Speicherstadt verbindet südafrikanische Küche mit norddeutschen Zutaten. Foto: Schäfer/Chef-Warehouse
Spitzenkoch Liam Tomlin aus Kapstadt bringt sein südafrikanisches Konzept Speicherstadt. In seinem Restaurant steht das gemeinsame Probieren und Genießen im Vordergrund.
Hamburg. Nach einer langjährigen Freundschaft zwischen dem „Chefs Warehouse“-Gründer Liam Tomlin und seiner Frau Janet sowie dem Hamburger Gastronomen Christoph Strenger entstand die Idee, das erfolgreiche Gastronomiekonzept aus Kapstadt in die Hansestadt zu holen und hier eine Dependance zu eröffnen.
Der gebürtige Ire Liam Tomlin, seit mehr als 40 Jahren in der Gastronomie tätig, hat das mehrfach ausgezeichnete Konzept 2014 in Kapstadt etabliert und seither mehrere Restaurants in der Innenstadt eröffnet. „Alles, was wir bei Chefs Warehouse tun, dreht sich um zwei Grundannahmen: echtes Essen und echte Menschen“, sagt Tomlin.
Nachhaltiges Sharing‑Konzept begeistert Hamburg
„Es war für mich ein absolutes Herzensprojekt, seine Idee nach Hamburg zu holen“, betont Christoph Strenger. Ihn überzeugten das kreative Share-Dining-Konzept sowie die Freude und Leichtigkeit, mit der die Gerichte zubereitet werden.
Das Konzept setzt auf hohe Qualität, Kreativität und Nachhaltigkeit und verfolgt den „Nose-to-Tail“- und „Root-to-Fruit“-Ansatz – das heißt, Lebensmittel werden vollständig verwertet. Die Millionenmetropole am Kap ist längst für ihre frische, junge und aufgeschlossene Gastro-Szene bekannt und steht Hotspots wie New York oder Kopenhagen in nichts nach.
Das Team in Deutschland legt bei der Zubereitung Wert auf regionale und saisonale Zutaten aus Norddeutschland. „Unsere Gerichte sollen hochwertig sein, und der Besuch soll ein kulinarisches Erlebnis bieten“, erklärt Küchenchef Eric Körber, der bereits in renommierten Häusern wie dem Frankfurter Cocoon Club und im Relais & Châteaux Landhaus Stricker auf Sylt kochte.
Auf der Speisekarte stehen raffinierte, regelmäßig wechselnde Gerichte zum Teilen – etwa frische, würzige Austern, cremiges Risotto oder vielfältige Gemüsevariationen. „Uns ist wichtig, dass wir jedem etwas bieten können – egal ob Vegetarier oder Veganer“, ergänzt Körber.
„Tapas for Two“: Genuss teilen nach Kapstädter Art
Wie das Vorbild aus Kapstadt setzt auch das Hamburger Chefs Warehouse auf das „Tapas for Two“-Konzept. Das Restaurant in Südafrika war das erste in der Kapstädter Bree Street, das die Idee des „Sharing Menüs“ umsetzte. Jedes kleine Gericht ist in sich abgeschlossen, und alle Gänge sind fein aufeinander abgestimmt. „So sollen Gäste die Möglichkeit haben, verschiedene Speisen zu probieren“, erklärt Körber.
Für die besondere Note arbeitet der Küchenchef eng mit den Kollegen der Chefs Warehouse-Restaurants in Kapstadt zusammen. In Deutschland wird das Restaurant neben Körber von Inhaberin und Geschäftsführerin Lina Koch geleitet.
Neues Restaurant eröffnet in der Speicherstadt
Das Chefs Warehouse Hamburg hat Anfang März offiziell eröffnet und ist in das Klinkergebäude am Sandtorkai 29 in der UNESCO-Welterbestätte Speicherstadt eingezogen.
Nach dem Umbau durch das Lüneburger Architekturbüro Formwaende besticht das Haus mit hohen Decken, warmen Holzelementen und modernem Industrie-Stil auf 800 Quadratmetern Fläche mit Platz für 170 Gäste. „Neben dem Essen möchten wir unseren Gästen natürlich auch ein tolles Ambiente bieten“, sagt Lina Koch.
Eine Etage über dem Gastraum befindet sich auf der Galerie eine großzügige, gemütliche Bar mit einem großen Angebot an Getränken und Snacks. Von hier aus haben Gäste einen guten Überblick über das Treiben im Restaurant und können die besondere Atmosphäre genießen. Mehr Informationen zu Hamburgs neuem Food-Hotspot gibt es im Internet: www.chefswarehouse.de. (axt)
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