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Ostseeküste

Wal Timmy überlebt weitere Nacht – keine Rettungsversuche

Auch am Freitagmorgen bleibt die Lage des vor der Insel Poel gestrandeten Buckelwals unverändert. (Symbolbild)

Auch am Freitagmorgen bleibt die Lage des vor der Insel Poel gestrandeten Buckelwals unverändert. (Symbolbild) Foto: Marcus Golejewski/dpa

Der an der Ostseeküste gestrandete Buckelwal atmet weiterhin. Doch trotz neuer Vorschläge soll es keine Rettungsversuche mehr geben.

Von dpa 10.04.2026, 12:15 Uhr
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Wismar. Der an der Ostseeküste gestrandete Buckelwal hat die Nacht überlebt und wird weiter in Ruhe gelassen. Die Lage des Tieres sei unverändert, sagte der Sprecher des Schweriner Umweltministeriums, Claus Tantzen. „Er atmet noch“, bestätigte er. Außerdem soll der Wal in der Nacht leichte Aktivitäten gezeigt haben.

Rettungsversuche sollen weiterhin mit Blick auf das Tierwohl nicht unternommen werden, sagte der Sprecher nach einer Lagebesprechung am Freitagvormittag der Deutschen Presse-Agentur. 

Mit Blick auf ein Angebot von privater Seite, den im Schlick liegenden Wal freibaggern zu wollen, sagte der Sprecher, es werde keine Genehmigung dafür geben. „Man würde das Tier nur weiterem Stress aussetzen und müsste davon ausgehen, dass es bei nächster Gelegenheit wieder strandet.“ Die Behörden haben eine 500-Meter-Schutzzone um den Wal gezogen, die nicht befahren werden darf.

Wal liegt im Sterben

Fachleuten zufolge liegt das Tier im Sterben. Der Wal reagiere nicht mehr auf Boote, was laut Bianca König von der Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) Deutschland ein Zeichen für den Sterbeprozess sei. 

Am Dienstag hatte Umweltminister Till Backhaus (SPD) auf Grundlage eines wissenschaftlichen Gutachtens entschieden, den Wal in Ruhe sterben zu lassen. Diese Entscheidung wird auch von dem International Whaling Commission Strandings Expert Panel (IWC SEP) unterstützt. Es betont auch, dass das Tier durch weitere Rettungsversuche nur mehr leiden würde.

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