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TTornado beschädigt Einfamilienhaus in Oederquart

Eine Reihe von Bäumen wurden bei dem Sturm in Oederquart entwurzelt.

Eine Reihe von Bäumen wurden bei dem Sturm in Oederquart entwurzelt. Foto: Hellwig

Wie der Deutsche Wetterdienst bestätigt, hat es am Sonntag im Landkreis Stade einen Tornado gegeben. Dieser zog über die Elbe nach Glückstadt und verursachte schwere Schäden.

Von Redaktion 27.07.2026, 15:20 Uhr

Oederquart/Glückstadt. Ein Tornado hat in und um Glückstadt in Schleswig-Holstein am Sonntagabend eine Schneise der Verwüstung hinterlassen und nach ersten Schätzungen Schäden in sechs- bis siebenstelliger Höhe verursacht. Der Sturm zog auch über Teile des Landkreises Stade.

Kreisfeuerwehrsprecher Stefan Braun bestätigte auf TAGEBLATT-Nachfrage, dass es am Sonntagabend ein „starkes Sturmereignis“ in Oederquart gegeben habe. Inzwischen hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf dpa-Anfrage bestätigt, dass es sich um einen Tornado handelte.

Tornado trifft nur Oederquart

Nach bisherigen Erkenntnissen hat der Tornado ein Einfamilienhaus und eine benachbarte Scheune in Oederquart beschädigt. Lediglich zwei weitere Alarmierungen der Feuerwehr habe es am Sonntagabend im Kreis Stade gegeben, beide in Oederquart: „Diese lauteten Baum auf Straße und Straße unter Wasser“, so Braun. Der übrige Landkreis blieb offenbar verschont. Der Tornado zog nach Angaben von Feuerwehr und Polizei weiter über die Elbe und in Richtung Glückstadt.

Bis zu 50 Gebäude am anderen Elbufer beschädigt

In Schleswig-Holstein hat der Sturm Dächer abgedeckt, Oberleitungen beschädigt und Gartenhäuser aus ihrer Verankerung gerissen, wie eine Sprecherin der Polizei sagte.

Insgesamt 40 bis 50 Gebäude seien bei dem Sturm beschädigt worden. Mehrere Menschen mussten am Sonntagabend ihre Häuser verlassen, verletzt worden sei niemand.

Die Wetterseite Tornadoliste.de stuft den Sturm als Tornado ein, der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt im Laufe des Tages eine Einschätzung ab.

Bei Starkregen kam es zudem fast zeitgleich zu zwei Unfällen auf der A7 bei Bad Bramstedt im Kreis Segeberg. In Richtung Süden kam ein Auto alleinbeteiligt von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Leitplanke, in Richtung Norden stießen zwei Autos aufgrund von Aquaplaning zusammen.

Fünf Menschen wurden bei den beiden Unfällen leicht verletzt. In Richtung Süden wurde der Verkehr über einen Rastplatz umgeleitet, die Richtungsfahrbahn Nord wurde kurzzeitig voll gesperrt und war danach einspurig befahrbar.

Was ist der Unterschied zwischen einem Tornado und einer Windhose?

Tornado und Windhose sind dasselbe. Dabei handelt es sich laut DWD um eine Luftsäule mit Bodenkontakt, die um eine mehr oder weniger senkrecht orientierte Achse rotiert und sich unter einer Quellwolke befindet.

Wie ein Tornado entsteht

„Ein Tornado kann entstehen, wenn starke Temperaturgegensätze herrschen und Luft aufsteigt beziehungsweise gehoben wird“, so der DWD. Durch frei werdende Kondensationswärme und starke vertikale Windscherung, also eine Zunahme der Windgeschwindigkeit und gegebenenfalls eine Änderung der Windrichtung mit der Höhe, werde dabei ein rotierender Aufwindschlauch erzeugt.

Dieser kann laut DWD einen Durchmesser bis mehr als einen Kilometer erreichen, wobei Windgeschwindigkeiten von mehreren Hundert Kilometern pro Stunde auftreten können. (dpa/tom)

Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel wurde um 15.16 Uhr aktualisiert. In einer früheren Version hieß es fälschlicherweise, der Tornado sei von Glückstadt über die Elbe nach Oederquart gezogen, dies wurde im Text korrigiert.

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