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Handball-Bundesliga

TBSV-Shooterin Dölle: Zwischen Abstiegskampf und Vertragsgesprächen

Isabelle Dölle erzielte zwei Tore gegen Blomberg.

Isabelle Dölle erzielte zwei Tore gegen Blomberg. Foto: Jan Iso Jürgens

Mitten im Abstiegskampf beschäftigt sich Isabelle Dölle mit ihrer Zukunft. Gespräche laufen, Kontakt zu Trainer Schlender gab es bereits. Welche Rolle spielt ihr Partner?

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Von Tim Scholz
Donnerstag, 08.01.2026, 17:50 Uhr

Buxtehude. Minuten nach Spielende wartet Steffen Birkner unten am Stehtisch auf dem Spielfeld der Halle Nord. Der Trainer der HSG Blomberg-Lippe steht bereit für die Pressekonferenz, doch sein Buxtehuder Kollege lässt auf sich warten.

Wie schon wenige Tage zuvor in Halle-Neustadt ist Nicolaj Andersson mit seiner Mannschaft in der Kabine verschwunden. Als der BSV-Coach schließlich zurückkehrt, klatschen einige Fans demonstrativ Beifall.

Währenddessen stehen oben auf der Tribüne Isabelle Dölle und ihr Partner Dominik Axmann beisammen. Die Rückraumspielerin des BSV wirkt niedergeschlagen. Sie spricht noch mit einigen Mitspielerinnen sowie mit Maxi Mühlner, die früher selbst Kreisläuferin in Buxtehude war und inzwischen mit Blomberg erfolgreich ist.

„Blomberg war einfach nicht unser Kaliber“

Ein Kontrast, der am Mittwochabend kaum größer sein könnte. Der BSV hatte gegen den Tabellenzweiten aus Blomberg keine Chance und wurde mit 19:35 überrannt. Damit bleibt Buxtehude auch im elften Saisonspiel ohne Erfolg und steht weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz.

Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe

Foto: Jürgens

Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe.
Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe. Foto: Jürgens

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Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe.
Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe. Foto: Jürgens

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Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe.
Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe. Foto: Jürgens

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Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe.
Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe. Foto: Jürgens

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Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe.
Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe. Foto: Jürgens

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Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe.
Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe. Foto: Jürgens

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Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe.
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Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe.
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Foto: Jürgens

Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe.
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Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe.
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Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe.
Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe. Foto: Jürgens

Foto: Jürgens

Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe.
Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe. Foto: Jürgens

Foto: Jürgens

Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe.
Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe. Foto: Jürgens

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Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe.
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Foto: Jürgens

Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe.
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Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe.
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Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe.
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Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe. Foto: Jürgens

Foto: Jürgens

Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe.
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Foto: Jürgens

Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe.
Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe. Foto: Jürgens

Foto: Jürgens

Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe.
Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe. Foto: Jürgens

Foto: Jürgens

Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe.
Buxtehuder SV - HSG Blomberg-Lippe. Foto: Jürgens

Vor allem nach der Pause wurde es deutlich. Buxtehude war im Angriff unkonzentriert, verlor immer wieder den Ball und Blomberg schaltete konsequent um und baute die Führung aus. Der BSV kam nicht hinterher. Auch Dölle, die zwei von zehn Würfen verwandelte, leistete sich einige schwache Abschlüsse und technische Fehler.

Der Morgen danach. Dölle hat eine Nacht darüber geschlafen und sagt: „Unser Ziel war es, ein anderes Gesicht zu zeigen. Das ist uns nicht gelungen. Blomberg war einfach nicht unser Kaliber.“ Die Enttäuschung rührt auch daher, dass der BSV trotz der schwierigen Lage jedes Spiel mit der Hoffnung angehe, endlich den Bock umzustoßen. „Und wenn das nicht klappt, ist es umso schmerzhafter“, erklärt die 26-Jährige.

BSV braucht Dölle „auf hohem Level“

Ausgerechnet in dieser Phase mischt sich für viele BSV-Spielerinnen - darunter auch Dölle - ein anderes Thema: Rund ein Dutzend Verträge laufen aus. Dölle führt bereits Gespräche mit Manager Peter Prior. „Ich bin aber gerade mehr im Hier und Jetzt“, sagt sie. „Es geht darum, den Abstiegskampf positiv zu gestalten.“

BSV-Trainer Nicolaj Andersson.

BSV-Trainer Nicolaj Andersson. Foto: Jan Iso Jürgens

Trainer Andersson weiß um die besondere Situation. „Ich kenne diese Grauzone, wenn die eigene Zukunft noch nicht geklärt ist“, sagt der Däne. Solche Gedanken könnten Einfluss haben, selbst bei erfahrenen Spielerinnen. Für ihn steht jedoch fest: „Isi ist eine der wichtigsten Rückraumspielerinnen, die wir haben. Wir brauchen sie auf einem hohen Level, damit sie uns weiterhelfen kann.“

Isabelle Dölle ist die dienstälteste Spielerin der Bundesliga-Mannschaft. Seit 2018 trägt sie das Trikot, war Kapitänin und wurde zur BSV-Spielerin der Saison 2023/24 gewählt. Mit 48 Toren und 30 Vorlagen führt die Linkshänderin aktuell die teaminterne Statistik an. Doch wie geht es weiter?

Der BSV, hier Isabelle Dölle, war am Mittwoch chancenlos gegen Blomberg.

Der BSV, hier Isabelle Dölle, war am Mittwoch chancenlos gegen Blomberg. Foto: Jan Iso Jürgens

Dölle selbst betont, wie sehr sie das Umfeld in Buxtehude schätzt, zudem die tolle Atmosphäre in der neuen Halle und die Spielidee des neuen Trainers.

Nach der Entlassung von Dirk Leun übernahm Andersson bis Saisonende, im Sommer kommt mit Jonas Schlender wieder ein neuer Coach. „Neue Saison, neues Glück“, sagt Dölle. Sie habe bereits einmal telefonisch Kontakt zu Schlender gehabt und sehe einen neuen Trainer auch als Chance für jede Spielerin. „Ich glaube, es ist gut, da unbefangen ranzugehen.“

So blickt Dominik Axmann auf die Lage beim BSV

Auch wenn ihre Zukunft noch nicht geklärt ist, macht sie kein Geheimnis daraus, dass auch ihr Partner ein wichtiger Faktor in ihren Überlegungen ist. Dominik Axmann, Bundesliga-Handballer des HSV Hamburg, feierte nach einem Kreuzbandriss gerade erst sein Comeback und überstand zuletzt sogar einen kurzen Schreckmoment gegen Berlin, als er umknickte.

Der Hamburger Handballer Dominik Axmann hat einen Vertrag bis 2027.

Der Hamburger Handballer Dominik Axmann hat einen Vertrag bis 2027. Foto: Gregor Fischer/dpa

„Man merkt den Mädels an, wie schwer es für sie ist“, sagt der 26-Jährige über die Situation in Buxtehude. Im Abstiegskampf komme vieles zusammen. „Wenn man hier oben sitzt, sieht man, dass da wenig Selbstvertrauen und wenig Spielfluss ist.“

Axmann hat einen Vertrag bis 2027 und fühlt sich in Hamburg wohl. Nach seinem abgeschlossenen Bachelorstudium im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen möchte er sich einen Job suchen, um die Arbeitswelt kennenzulernen und „nicht jede Sekunde an Handball denken zu müssen“, erklärt der gebürtige Buxtehuder. In seiner Mannschaft wäre er damit eine Ausnahme.

Dölle arbeitet bei einem großen Logistiker

Isabelle Dölle ist mittlerweile im Einkauf bei Hapag-Lloyd tätig und pendelt aus Hamburg zum Training nach Buxtehude. Sie sagt, sie sei in ihrem Job flexibel, doch hin und wieder gebe es Termine, die sich mit dem Handball nicht so gut vereinbaren ließen. „Da ist viel Kommunikation mit dem Verein nötig“, sagt sie und betont, dass sie mit der momentanen Situation zufrieden sei.

Isabelle Dölle ist neben Anika Hampel die beste Torschützin des BSV.

Isabelle Dölle ist neben Anika Hampel die beste Torschützin des BSV. Foto: Jan Iso Jürgens

„Dass er in Hamburg spielt und ich in Buxtehude, ist optimal“, sagt sie und fügt hinzu: „Ich wüsste nicht, wo in Deutschland so etwas sonst noch möglich wäre.“

Am kommenden Mittwoch wartet mit dem Thüringer HC das nächste Spitzenteam auf den BSV. Punkte erwarte kaum jemand, sagt Dölle, sondern vielmehr eine Entwicklung. Allein das, so die Hoffnung in Buxtehude, könnte schon etwas bewirken.

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