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Frauen-Handball

Bundesliga verbucht Besucherrekord - BSV lockt mehr Fans in neue Halle

Der neue BSV-Trainer Nicolaj Andersson steht vor seinem zweiten Heimspiel in der Halle Nord.

Der neue BSV-Trainer Nicolaj Andersson steht vor seinem zweiten Heimspiel in der Halle Nord. Foto: Jan Iso Jürgens

Der Buxtehuder SV spielt seit dieser Saison in der neuen Halle Nord und das scheint sich zu lohnen - zumindest mit Blick auf die Zuschauerzahlen.

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Von Tim Scholz
Dienstag, 06.01.2026, 05:50 Uhr

Buxtehude. Der BSV hat bei den fünf Heimspielen in der Hinrunde im Schnitt 1403 Zuschauer in der Arena (Kapazität 1500 Zuschauer) begrüßt und liegt damit auf Platz sechs der Zuschauertabelle. Das entspricht einem Plus von mehr als 45 Prozent im Vergleich zum ersten Spieltag im Jahr 2025; damals lag der Schnitt bei 963 Fans.

Es passt zur allgemeinen Entwicklung. Wie die HBF (Handball Bundesliga Frauen) am Montag - nach Ende der Hinrunde - bekanntgab, verzeichnete die erste Liga einen neuen Zuschauerrekord. Insgesamt besuchten 81.007 Zuschauer die 54 bisherigen Partien. Somit erreichten die elf Clubs einen Schnitt von 1500 Zuschauern pro Spiel - ein Plus um knapp fünf Prozent zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr.

„Es ist ein sehr gutes Zeichen, dass wir nach dem Zuschauerrekord der vergangenen Saison ein weiteres Wachstum registrieren können“, sagt HBF-Geschäftsführer Christoph Wendt.

Liga-Chef: Größere Hallen zahlen sich aus

An der Spitze der Zuschauerstatistik stehen wie schon im Vorjahr die Teams aus Oldenburg (2409 Fans pro Partie) und Göppingen (2200), die als einzige Teams die 2000er-Marke übertreffen. Bei sieben weiteren Teams liegt der Zuschauerschnitt über der 1000er-Marke.

1500 Zuschauer passen in die neue Arena in Buxtehude.

1500 Zuschauer passen in die neue Arena in Buxtehude. Foto: Jan Iso Jürgens

Mehr noch: „Zum allgemeinen Wachstum stellen wir fest, dass der Gang in größere Hallen bei den Fans angenommen wird“, so Wendt. Neben dem BSV verzeichnen auch die TuS Metzingen nach dem Umzug in die Paul-Horn-Arena (1457 Fans pro Spiel) und die Sport-Union Neckarsulm mit neuer Zusatztribüne in der Ballei (1137) Zugewinne von rund 15 Prozent zum Vorjahr.

VfL Oldenburg sorgt für größte Kulisse

Außerdem richten laut HBF immer mehr Vereine sogenannte „Highlight-Spiele“ in größeren Arenen aus. So begrüßte die HSG Blomberg-Lippe in Lemgo 3923 Zuschauer beim Sieg gegen Halle-Neustadt.

Die meistbesuchten Partien der Hinrunde waren die Oldenburger Saisoneröffnung in der Großen EWE-Arena (4838 Zuschauer) und das Weihnachtsderby zwischen Göppingen und Metzingen in der EWS-Arena (4205 Fans).

Zweitliga-Schlusslicht Buchholz-Rosengarten richtete zuletzt sein Heimspiel gegen den HC Leipzig in der CU-Arena in Hamburg vor 1301 Zuschauern aus. In der zweiten Liga liegt der Schnitt bei 433 Zuschauern, vor einem Jahr waren es 399.

„David gegen Goliath“ in der Halle Nord

Nun beginnt die Rückrunde - und der BSV steht in eigener Arena bereits am Mittwoch (19.30 Uhr) vor einer schwierigen Aufgabe. Nach dem schwachen Auftritt in Halle will sich das neue Tabellenschlusslicht rehabilitieren, bekommt es jedoch mit dem Zweiten HSG Blomberg-Lippe zu tun. „David gegen Goliath“, schreibt der BSV in seinem Vorbericht.

Der BSV, hier Anika Hampel (links), erwischte einen rabenschwarzen Tag in Halle.

Der BSV, hier Anika Hampel (links), erwischte einen rabenschwarzen Tag in Halle. Foto: Objektfoto/Volker Ballasch

Erst am Samstag hatten die Buxtehuderinnen beim bis dahin punktlosen Tabellenletzten SV Union Halle-Neustadt mit 24:33 verloren. Doch die Fans wissen auch, dass es der BSV besser kann. Erst im Weihnachtsspiel am vergangenen Dienstag hielt das Team des neuen Trainers Nicolai Andersson gegen den Top-Favoriten HSG Bensheim/Auerbach bis kurz vor Schluss gut mit und begeisterte die 1500 Zuschauer mit einem sehr engagierten Auftritt.

Gegner noch in drei Wettbewerben vertreten

„Wir müssen uns zunächst auf uns fokussieren, als Mannschaft agieren“, sagt Andersson. „Wir sind uns bewusst, dass Blomberg eine sehr gute Mannschaft ist, wir müssen uns konsequent an unser Konzept halten, so wie es gegen Bensheim gelungen ist und in Halle-Neustadt leider gar nicht.“

Personell wird sich die Lage beim BSV noch nicht verbessern. Mit einer Rückkehr von Nationalspielerin Jolina Huhnstock, die sich bei der Weltmeisterschaft eine Armverletzung zugezogen hatte, ist laut Verein frühestens Ende Januar zu rechnen. Auch ihre Positionspartnerin Carina Senel ist nach ihrem Kreuzbandriss im Mai noch nicht so weit.

Gegner Blomberg spielt noch in drei Wettbewerben. Das Team des früheren Buxtehuder Jugendkoordinators Steffen Birkner steht in der European League in der Gruppenphase und im DHB-Pokal im Halbfinale und trifft dort im Final Four auf Borussia Dortmund.

Andersson fordert „extremes Engagement“

In der Bundesliga rauschte Blomberg bis zur WM-Pause mit makellosen 14:0 Punkten durch die erste Saisonphase. Zuletzt gab es allerdings zwei Auswärtsniederlagen in Oldenburg (26:30) und in Dortmund (26:31).

Die Blomberger Nationalspielerin Nieke Kühne.

Die Blomberger Nationalspielerin Nieke Kühne. Foto: Jan Iso Jürgens

Die Mannschaft ist unter anderem mit den beiden Vize-Weltmeisterinnen Nieke Kühne und der früheren Buxtehuder Jugendspielerin Alexia Hauf stark besetzt. Im Kader stehen zudem sieben weitere Nationalspielerinnen. Beste Torschützin ist die Spanierin Ona Vegué i Pena mit 60 Treffern.

„Blomberg ist körperlich sehr stark, da brauchen wir extremes Engagement und Aggressivität, um ein achtbares Ergebnis zu erreichen“, sagt BSV-Coach Andersson.

Die Partie ist noch nicht ausverkauft. Karten gibt es in allen Kategorien unter tickets.bsv-live.de oder im BSV-Shop (Viverstraße 2). (tim/bt)

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