TDirk Leun meldet sich zurück - So geht es für den Ex-BSV-Coach weiter
Dirk Leun wurde kürzlich mit dem German Handball Awards für sein Lebenswerk geehrt. Foto: Jan Iso Jürgens
Das Kapitel Buxtehude ist für Dirk Leun abgeschlossen. Jetzt hat der ehemalige BSV-Trainer einen neuen Job - für seinen neuen Arbeitgeber ein „absoluter Glücksfall“.
Landkreis. Es ist ruhig geworden um Dirk Leun. Nach seinem Aus beim Buxtehuder SV im vergangenen November verschwand der langjährige Erfolgscoach weitgehend aus der Öffentlichkeit, bis er sich vor einigen Tagen erstmals wieder zu Wort meldete.
Anlass war eine besondere Auszeichnung: Bei den German Handball Awards erhielt er den Sonderpreis für sein Lebenswerk. „Ich fühle mich geehrt, das ist eine hohe Anerkennung“, sagte Leun dem Portal handball-world.news.
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Gleichzeitig ließ er durchblicken, dass seine Zeit im Handball noch nicht vorbei ist: „Das Kapitel Buxtehude ist abgeschlossen, aber es startet noch ein neues Kapitel.“
„Absoluter Glücksfall“ für den Handballverband
Nun ist klar, wie dieses neue Kapitel aussieht. Der Handballverband Niedersachsen-Bremen (HVNB) hat Dirk Leun als neuen leitenden Landestrainer für den weiblichen Nachwuchs am Montag in einer Mitteilung vorgestellt. Leun übernimmt das Amt zum 1. Juli 2026.
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HVNB-Präsident Stefan Hüdepohl spricht von einem „absoluten Glücksfall“: „Seine erfolgreiche Vita als Trainer spricht für sich. Er erfüllt genau das Anforderungsprofil, das wir gesucht haben.“
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Auch Leun selbst zeigt sich überzeugt von seiner neuen Aufgabe. Die Gespräche mit dem Verband seien von Beginn an positiv und wertschätzend gewesen, sagt er. Sie hätten ihm gezeigt, „dass wir annähernd gleiche Vorstellungen zum Thema Nachwuchsleistungssport haben. Deshalb habe ich mich mit voller Überzeugung und Vorfreude für ein Engagement im HVNB entschieden.“
Leun liegt der Nachwuchs am Herzen
Für Leun sei die Talentförderung eine „Herzensangelegenheit“, das betonte er schon in seiner Zeit beim BSV immer wieder. Dort entwickelte er zahlreiche junge Spielerinnen zu festen Größen in der Bundesliga. Mehrere von ihnen schafften den Sprung in die Nationalmannschaft.

Dirk Leun war fast 18 Jahre Trainer des Buxtehuder SV. Foto: Jan Iso Jürgens
Mit der Verpflichtung gewinnt der Verband einen der profiliertesten Trainer im deutschen Frauenhandball. Leun war über Jahrzehnte auf Vereins-, Landes- und Bundesebene erfolgreich. Mit dem BSV feierte er unter anderem den Challenge-Cup-Sieg 2010, zwei DHB-Pokalsiege sowie mehrere Vizemeisterschaften. Im Nachwuchsbereich führte er Teams zu deutschen Meistertiteln. International gewann er 2008 mit den DHB-Juniorinnen den Weltmeistertitel.
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HVNB-Geschäftsführer Markus Ernst hebt besonders Leuns Fachkompetenz hervor: „Wir bekommen mit Dirk sehr viel Handballwissen dazu und ich bin mir sicher, dass unsere Nachwuchstalente sowie die leistungssportorientierten Vereine in Niedersachsen und Bremen davon profitieren werden.“
Keine konkreten Gründe und Stillschweigen
Bis zu seinem Amtsantritt wird Leun am 11. März als Referent tätig sein und in Eyendorf eine Trainerfortbildung der Handballregion Lüneburg-Stade leiten. Im Mittelpunkt stehen dabei das Techniktraining in der D-Jugend und die 3:2:1-Abwehr bei Übergängen, mit dem Fokus auf offensives Verteidigen gegen zwei Kreisläufer.

In der Bundesliga hat Dirk Leun eine spürbare Lücke hinterlassen. Foto: Jan Iso Jürgens
Im November hatte sich der BSV nach einer sieglosen Phase in der Bundesliga von Leun getrennt. Konkrete Gründe nannte der Verein nicht. Beide Seiten vereinbarten Stillschweigen, „aus gegenseitigem Respekt nach einer solch langen Partnerschaft“ und aus arbeitsrechtlichen Gründen.
In der Bundesliga hinterließ Leun eine spürbare Lücke. Trainerkollegen wie Herbert Müller (Thüringer HC), Steffen Birkner (Blomberg) oder Thomas Zeitz (Neckarsulm) äußerten öffentlich ihr Bedauern und ihren Respekt. Viele vermissen den erfahrenen Coach, sportlich wie menschlich.
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