Meinungen

T„Wir brauchen weder Tunnel noch A20“: Das sagen Leser zur Elbquerung

Wie es mit der FRS Elbfähre Wischhafen-Glückstadt weitergeht, beschäftigt auch die TAGEBLATT-Leser.

Wie es mit der FRS Elbfähre Wischhafen-Glückstadt weitergeht, beschäftigt auch die TAGEBLATT-Leser. Foto: Marcus Brandt/dpa

Nicht nur in Wischhafen wird die Zukunft der Elbquerung diskutiert. Auch die TAGEBLATT-Leser in der Region haben eine starke Meinung zum Thema Küstenautobahn.

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Von Anke Settekorn
03.07.2026, 08:05 Uhr

Landkreis. Auf TAGEBLATT.de und Facebook haben die TAGEBLATT-Leser hitzig diskutiert. Hier eine Auswahl der Kommentare:

„A20 ist überfällig“

Rolf Haßelmann schreibt auf TAGEBLATT.de: „Wer die A20 als Anachronismus bezeichnet, lebt selbst in der Steinzeit!“ Er ist überzeugt, dass die A20 im europäischen Netz eine wichtige Verbindung von Belgien nach Skandinavien und die baltischen Staaten sein wird. „Schon ohne Ferienzeiten steht man mittlerweile länger im Stau, als die Überfahrt dauert“, berichtet er.

Bernd Dörre sieht das in seinem Facebook-Kommentar ähnlich: „Die A20 ist sowas von überfällig ...“

„Über Hamburg geht es schneller“

Von einer wahren Odyssee berichtet Jens Wittke: „Trotzdem ich aus dem Bereich Oldendorf-Himmelpforten komme, fahre ich über Hamburg, um nach Elmshorn zu kommen. Es geht schneller und ist trotz der hohen Spritpreise günstiger!“ Auch er spricht sich für den A20-Tunnel aus.

Für Horst Heidhoff führte die schlechte Anbindung sogar zum Umzug: „Die äußerst ungünstige Verkehrsanbindung der Region Kehdingen hat mich bewogen, dort wegzuziehen.“ Für die einfache Überfahrt müsse man mit der Wartezeit und dem Herunterfahren auf der anderen Elbseite locker drei Stunden einplanen. „Dafür ist mir meine Lebenszeit zu wertvoll!“

Auch für Astrid Schub ist die Elbfähre „keine Alternative zum Tunnel - zu langsam, zu unzuverlässig und mittlerweile auch zu teuer“.

Lange Wartezeit auf den Tunnel befürchtet

Carsten Raap spricht sich via Facebook so oder so für eine Investition in die Fährverbindung aus: „Selbst wenn der Tunnel und die Autobahn irgendwann kommen sollten, wie lange dauert es bis alles fertig und betriebsbereit ist? Bis es so weit ist, kann die jetzige Situation kaum so bleiben.“

Sönke Mart schreibt: „Einen Tunnel bauen, dazu ein Jahrzehnt Zeit und sehr viel Geld aufwenden, vermutlich dann mautpflichtig, da ÖPP .... Ich sehe das nicht.“ Der Bund solle die Fähren finanzieren - und dann auch Cuxhaven per Fähre nach Schleswig-Holstein anbinden.

„Wir brauchen keinen Tunnel“

Jensuwe Wecher ist überzeugt: „Wir brauchen weder einen weiteren Elbtunnel noch die A20 bis Rotterdam/Amsterdam. Der Individual- und Schwerlastverkehr, wie wir ihn heute kennen und nutzen, wird keine Zukunft haben.“

Nicolas Evers bringt seine Meinung auf den Punkt: „Die Elbfähre muss bleiben.“

„A20 ist ein Fossil des letzten Jahrhunderts“

Hintergrund: Bei einer Veranstaltung in Wischhafen haben Stephan Christ, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Björn Hartmann von der FRS Elbfähre Glückstadt-Wischhafen und Renate Matthes von der Initiative „A20 Nie“ sich jüngst Fragen zur Zukunft der Elbfähre gestellt. Während der FRS-Betriebsleiter auf E-Fähren, eine engere Taktung und neue Anleger setzt, hält Christ die A20 für „ein Fossil“.

Für Gerhard Porath ist „das wahre Fossil die veraltete Fähre und nicht der Tunnel“. Er meint: „Die Kritik an der A20 blendet die wirtschaftliche Realität aus, da Fähren keinen Ersatz für eine feste, vierspurige Tunnelquerung darstellen. Aufgrund ihrer Wetteranfälligkeit verursachen Schiffsverbindungen unkalkulierbare Wartezeiten, was für den modernen Just-in-time-Güterverkehr von Skandinavien bis in die Niederlande untragbar ist.“

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