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TZukunft des Buxtehuder Bahnhofs: Finanzierung, Design und Zeitplan

Das neue Fahrradparkhaus soll auf Höhe der Giselbertstraße gebaut werden.

Das neue Fahrradparkhaus soll auf Höhe der Giselbertstraße gebaut werden. Foto: Wisser

Von Schandfleck zum Vorzeigeprojekt: Hat Buxtehude in vier Jahren einen komplett neuen Bahnhof? Das TAGEBLATT beantwortet die wichtigsten Fragen.

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Von Karsten Wisser
Freitag, 12.06.2026, 08:00 Uhr

Buxtehude. Bekommt Buxtehude einen neuen Bahnhof? Diese zentrale Frage entscheidet sich in den nächsten Wochen. Von der Deutschen Bahn und der NBank, die das Projekt größtenteils finanzieren sollen, kommen positive Signale.

Doch es gibt Bedenken: Wie teuer wird der Bahnhof für die Stadt, und kann sie ihren Anteil stemmen? Am Dienstag informierte die Verwaltung die Politik über den aktuellen Stand. Der jetzige Bahnhof mit seinem verfallenden Gebäude gilt bei vielen als Schandfleck.

Neuer Bahnhof in Buxtehude: Was ist geplant?

Die Deutsche Bahn plant ein neues Empfangsgebäude an der Stelle, wo heute die Fahrradabstellanlage und der kleine Turm mit Imbiss und Kiosk stehen. Dafür wird der Turm an der Fußgängerunterführung abgerissen. Die Stadt Buxtehude will ein Fahrradparkhaus bauen, das unterhalb des historischen Bahnhofsgebäudes liegen soll. Es wird auf Höhe der Giselbertstraße errichtet und von dort einen Eingang erhalten. Auf der anderen Seite soll der Zugang zum bestehenden Verbindungstunnel der Gleise geöffnet werden.

Ein Teil des Buxtehuder Bahnhofsgebäudes wurde 1888 errrichtet. Es gibt aber keinen Denkmalschutz, der den Abriss verhindern könnte.

Ein Teil des Buxtehuder Bahnhofsgebäudes wurde 1888 errrichtet. Es gibt aber keinen Denkmalschutz, der den Abriss verhindern könnte. Foto: Wisser

Das Fahrradparkhaus bietet Platz für 753 Fahrräder und wird zeitweise von Personal betreut. Außerdem ist eine Fahrrad-Service-Station geplant. Sowohl das Empfangsgebäude als auch der Bereich über dem Fahrradparkhaus sollen ein Dach erhalten. Unter dem städtischen Dach können zusätzlich 125 bis 200 Fahrräder abgestellt werden. Die Architektur von Dächern und Gebäuden soll einheitlich gestaltet sein.

Für das historische Bahnhofsgebäude ist in diesem Konzept kein Platz. Die Deutsche Bahn will näher an den Knotenpunkt Bahnhofstraße/Giselbertstraße/Gildeweg rücken. Das alte Gebäude ist stark sanierungsbedürftig, und es gibt keine sinnvolle Nutzung dafür.

Was kostet der neue Bahnhof?

Die Deutsche Bahn plant, 20 Millionen Euro in das neue Empfangsgebäude zu investieren. Das Fahrradparkhaus soll laut aktueller Berechnung 10,861 Millionen Euro kosten: 8,655 Millionen für den Bau, 1,731 Millionen für die Planung und 474.000 Euro für den Grunderwerb von der Deutschen Bahn. Der Eigenanteil der Hansestadt beträgt 2,715 Millionen Euro. Die NBank, die Förderbank des Landes Niedersachsen, soll voraussichtlich 8,146 Millionen Euro beisteuern.

Dieses Servicegebäude der Deutschen Bahn würde bei der Umsetzung der aktuellen Planung abgerissen werden.

Dieses Servicegebäude der Deutschen Bahn würde bei der Umsetzung der aktuellen Planung abgerissen werden. Foto: Wisser

„Wir erwarten den Förderbescheid der NBank bis zu den Sommerferien“, erklärt Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt (parteilos). Die Stadt und der externe Berater Roland Neumann von der Firma Bahnstadt stehen in engem Kontakt mit der NBank und gehen davon aus, dass die Mittel bewilligt werden. Es gibt auch alle zwei Wochen eine Gesprächsrunde mit der Deutschen Bahn.

Variante 1: Ansicht Giselbertstraße.

Variante 1: Ansicht Giselbertstraße. Foto: DB BahnStadt

Offen bleibt die Finanzierung des oberirdischen Bereichs und des Umfelds des Fahrradparkhauses. Dafür sind bisher 4,4 Millionen Euro veranschlagt. Die Landesnahverkehrsgesellschaft, die hier zuständig ist, fördert nur einen kleinen Teil. Roland Neumann rechnet mit etwa 500.000 Euro. Den Rest muss die Stadt selbst tragen.

Variante 2: Ansicht Giselbertstraße.

Variante 2: Ansicht Giselbertstraße. Foto: DB BahnStadt

Insgesamt müsste Buxtehude knapp 7 Millionen Euro als Eigenanteil für den neuen Bahnhof mit innovativem Fahrradkonzept aufbringen. Die Gesamtinvestition einschließlich der 20 Millionen von der DB läge bei rund 35 Millionen Euro. Klar ist: Ohne das Geld der NBank wird das Projekt nicht umgesetzt.

Wann ist der Bahnhof fertig?

Die Entscheidung fällt in den kommenden Wochen. „Wenn der Förderbescheid der NBank kommt, läuft die Zeit“, sagt Stadtplanerin Annette Mojik-Schneede. Planung und Bau müssen laut Vorgaben der NBank bis Ende 2030 abgeschlossen sein.

„Wir müssen das Verfahren noch in diesem Jahr starten, um den Zeitplan einzuhalten“, betont Mojik-Schneede. Klar ist auch, dass die Bauverwaltung externe Unterstützung benötigt, um das Projekt zu stemmen. Der aktuelle Rat der Stadt wird voraussichtlich in einer Sondersitzung vor der Sommerpause über den Bahnhof entscheiden.

Das marode Buxtehuder Bahnhofsgebäude soll abgerissen werden.

Das marode Buxtehuder Bahnhofsgebäude soll abgerissen werden. Foto: Wisser

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