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Aus Stader Marktkauf wird Edeka

Der Marktkauf in Stade wird zu einem Edeka-Frischemarkt umgewandelt. Das teilt Edeka Nord mit Sitz in Neumünster mit. Damit, so Pressesprecher Max Jendrik Sachau, treibe Edeka die Privatisierung des Unternehmens weiter voran.

Von Lars Strüning Dienstag, 16.07.2019, 19:20 Uhr

Der neue Betreiber steht schon fest. Es ist Jörg Meyer, der ab Oktober den Verbrauchermarkt am Drosselstieg 77 betreiben wird. Meyer führt bereits acht Märkte, unter anderem Geschäfte auf Sylt (Feinkost Meyer in Wenningstedt), in Pinneberg und in der Rindermarkthalle auf St. Pauli.

Die Vorgänger-Märkte des Marktkaufs gibt es seit 1973 dort. Der Komplex hat heute eine Größe von insgesamt 12.000 Quadratmetern Verkaufsfläche. 22 Mieter haben sich dort angesiedelt, von der Apotheke über Restaurants bis hin zum Sportartikelanbieter.

Im eigentlichen SB-Warenhaus arbeiten 140 Mitarbeiter. Die „motivierte Belegschaft“ sei ein Grund für Jörg Meyer gewesen, sich auf Stade einzulassen, heißt es in der Pressemitteilung. Der Standort stelle die bisher größte Herausforderung der 40-jährigen Firmengeschichte dar, wird Meyer zitiert.

Hintergrund der Umwandlung: Großflächige Warenhäuser sind bei den Kunden nicht hoch im Kurs, die Umsätze gehen zurück, so Edeka. Dagegen würden Fachmärkte mit einer Größe bis zu 4500 Quadratmetern Marktanteile gewinnen. Überschaubare Läden mit begrenztem Non-Food-Bereich, also jenseits der Lebensmittel, seien gefragt.

Aus diesen Gründen werde das Marktkauf-Center zum Oktober umfirmiert. Es gehe darum, „ein neues Konzept mit konsequenter Verbraucherorientierung zu entwickeln und umzusetzen“. Beliebte, von Kunden nachgefragte Non-Food-Sortimente würden akzentuiert. Edeka: „Es gilt, ein sympathisches Einkaufserlebnis in angenehmer Atmosphäre und ohne Stress zu schaffen.“

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