Seniorin fährt 15-Jährige auf E-Scootern um – Drohanruf in Schule
Die Jugendlichen wurden gegen 7.40 Uhr von der Renault-Fahrerin erfasst. (Symbolbild) Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
Notarzteinsatz in Langen: Bei diesem Unfall haben die Jugendlichen nichts falsch gemacht. Und in Winsen waren Eltern eines Gymnasiums in Sorge.
Am Freitagmorgen sind im Kreis Cuxhaven zwei Schülerinnen auf E-Scootern verletzt worden. Die beiden 15 Jahre alten Mädchen seien gegen 7.40 Uhr an der Debstedter Straße in Langen unterwegs gewesen, berichtet die Polizei.
An einer Bedarfsampel wollten die E-Scooter-Fahrerinnen die Straße schließlich überqueren. Doch: „Eine 75-jährige Geestländerin, die die Debstedter Straße mit ihrem Renault befuhr, übersah das Rotlicht der Ampel und kollidierte mit den Mädchen, die gerade die Straße querten“, sagt Polizeisprecher Stephan Hertz zum Unfallhergang.
15-Jährige wird schwer verletzt
Eines der Mädchen sei schwer, aber nicht lebensbedrohlich verletzt worden. Die andere 15-Jährige erlitt den Angaben zufolge leichte Verletzungen. Beide seien jedoch ins Krankenhaus gebracht worden.
Zuletzt hat die TAGEBLATT-Berichterstattung zum Thema E-Scooter im Straßenverkehr sehr viele Resonanz hervorgerufen. Zahlreiche Kommentare sind eingegangen - meist wird verbal mit dem erhobenen Zeigefinger auf die jüngeren E-Scooter-Fahrer gezeigt. Bisher ist Scooter fahren schließlich ohne jeden Nachweis von Kenntnissen der Straßenverkehrsordnung erlaubt
Doch in diesem Fall ist den Schülerinnen nichts vorzuwerfen.
Immer wieder Ärger
E-Scooter: Neue Regeln kommen – Höhere Bußgelder
Fast die Hälfte der Unfälle mit schwer verletzten oder getöteten Scooter-Fahrern gingen einer Studie der Björn-Steiger-Unfallforschung auf Alleinunfälle zurück - also ohne Beteiligung oder Schuld eines anderen Verkehrsteilnehmers. 14 Prozent dieser Unfälle hatten Ursachen wie einhändiges Fahren, Ablenkung oder starkes Abbremsen.
16-Jähriger droht mit Bombe – Festnahme
Wegen einer Bombendrohung am Gymnasium in Winsen im Landkreis Harburg hat die Polizei einen 16-Jährigen vorläufig festgenommen. Nach Angaben eines Polizeisprechers war gegen 10 Uhr ein Hinweis auf eine telefonische Bedrohung eingegangen. Daraufhin sei die Schule evakuiert worden.
Die Schülerinnen und Schüler seien zu einer Sammelstelle gebracht worden. Für sie habe keine akute Gefahr bestanden, verletzt wurde niemand.
Das Gebäude wurde durchsucht, der Bereich rund um das Gymnasium an der Bürgerweide wurde abgesperrt. 50 Polizeikräfte waren im Einsatz.
Gegen 13.15 Uhr erfolgte dann die vollständige Entwarnung. Es seien keine gefährlichen Gegenstände gefunden worden.
Gegen den Tatverdächtigen, einen 16-jährigen Schüler des Gymnasiums, wurde ein Strafverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten eingeleitet. (tip/dpa)
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