TNicht angeschnallt? Stader bei Unfall auf L140 bei Jork schwer verletzt
Blick auf die Unfallstelle an der L140 zwischen Jork und Mittelnkirchen: Feuerwehrleute, Notfallsanitäter und Notärzte arbeiten Hand in Hand bei der Rettung des Schwerverletzten aus Stade. Foto: Vasel
Schwerer Unfall bei Jork: Am Sonntagabend prallte ein Stader (43) mit seinem Pkw auf der L140 gegen einen Baum. Ein Verdacht: Der Fahrer war offenbar nicht angeschnallt.
Mittelnkirchen. Kurz vor 21 Uhr war der 43-Jährige mit seinem Renault Twingo auf dem Muddweg (L140) zwischen Jork und Mittelnkirchen in Richtung Stade unterwegs. Kurz hinter dem Kreisel ‚Yachthafenstraße‘ habe der Stader auf der Landesstraße - in der leichten Linkskurve - die Kontrolle über seinen Pkw verloren, so die Polizei.
Der Twingo prallte kurz vor 21 Uhr am Sonntag an der L140 zwischen Jork und Mittelnkirchen gegen einen Baum. Foto: Vasel
Der Kleinwagen kam nach rechts von der L140 ab und schoss über den Grünstreifen und den Fuß- und Fahrradweg weiter in Richtung Graben. Schließlich prallte der Twingo gegen einen Baum. In den Tagen zuvor hatte vermutlich ein Lkw in dem Bereich der L140 eine tiefe Furche durch den unbefestigten seitlichen Randstreifen, das Straßenbankett, gezogen.
Stader schwer verletzt in Autowrack eingeklemmt
Durch die Wucht des Aufpralls habe sich der Motorblock in Richtung Fahrer geschoben. Der 43-Jährige sei im Wrack eingeklemmt worden. Dabei habe er sich laut Polizei schwere Verletzungen zugezogen. Nach ersten Ermittlungen hatte sich der Fahrer „nicht angeschnallt“, so die Polizei.
Nach dem Notruf rückten die Ortsfeuerwehren Mittelnkirchen und Borstel aus, hinzu kam die Besatzung des Einsatzleitwagens (ELW) aus Grünendeich. Wenige Minuten vor den Feuerwehrleuten waren bereits Notfallsanitäter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mit ihrem Rettungswagen vor Ort. Die DRK-Notfallsanitäter und der Notarzt des Elbe Klinikums wurden von einem Klinikarzt unterstützt, der zufällig an der Einsatzstelle vorbeikam. Die Polizei lobte die Ersthelfer, die vor dem Eintreffen der Retter sofort Erste Hilfe geleistet und 112 gewählt hatten.
Feuerwehr setzt schweres Rettungsgerät ein
Mit Hilfe von schwerem Rettungsgerät, unter anderem einem hydraulischen Spreizer und einer Schere, befreiten Feuerwehrleute den im Wrack eingeklemmten Fahrer. Mit einem Stempel weiteten Retter den durch den schweren Aufprall wie eine Ziehharmonika zusammengedrückten Innenraum einige Zentimeter, so der Jorker Gemeindebrandmeister Jens Lohmann.
Währenddessen stabilisierten Notfallsanitäter und Ärzte den Schwerstverletzten. Um den 43-Jährigen möglichst schonend mit einem Spineboard (Rettungsbrett) aus dem Wrack holen zu können, trennten die Retter schließlich das Dach ab.

Die Retter musste das Dach des Twingos für die schonende Rettung abtrennen. Foto: Vasel
Mit dem DRK-Rettungswagen kam der verletzte Twingo-Fahrer zur weiteren Behandlung in das Elbe Klinikum nach Stade. Warum der Fahrer von der Straße abkam, ist laut Polizei „noch offen“. Weil Bierdosen, eine war offenbar noch halb voll, vorne im Fußraum des Pkw lagen, wurde eine Blutentnahme angeordnet. Damit nicht genug. Laut Polizeisprecher Rainer Bohmbach „ist er nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr und des Fahrens ohne Führerschein ermittelt“.
Die L140 war für Rettung, Unfallaufnahme und Reinigung voll gesperrt. Im Einsatz waren knapp 40 Feuerwehrleute, so der stellvertretende Gemeindebrandmeister der Samtgemeinde Lühe, Jens Kleine.
Zeugen, die als Ersthelfer noch vor Eintreffen der Rettungskräfte am Unfallort waren und die am Sonnabend noch nicht von der Polizei befragt werden konnten, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 04161/647-115 beim Buxtehuder Polizeikommissariat zu melden.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Foto: Vasel
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