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TBahn fährt bald wieder auf der Stader Geest: So ist der Stand

Durch einige Orte der Samtgemeinde Fredenbeck wie Mulsum, Fredenbeck oder Deinste fährt keine EVB-Bahn. Nur wie hier in Kutenholz hält die Linie RB 33.

Durch einige Orte der Samtgemeinde Fredenbeck wie Mulsum, Fredenbeck oder Deinste fährt keine EVB-Bahn. Nur wie hier in Kutenholz hält die Linie RB 33. Foto: Meyer

2027 sollen Mulsumer, Fredenbecker und Deinster wieder mit dem Zug von A nach B kommen. Bis die Strecke Bremervörde – Stade reaktiviert ist, fehlen aber noch Schritte.

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Von Thies Meyer
Mittwoch, 10.06.2026, 09:25 Uhr

Fredenbeck. Bremervörde, Hesedorf, Mulsum-Essel, Fredenbeck, Deinste, Stade-Hagen, Stade-Riensförde, Stade: Seit 1993 rollt außer dem Moorexpress auf der rund 30 Kilometer langen Strecke kein Zug mehr, der Reisende von A nach B bringt.

Dass die Bahnstrecke für die RB34 zwischen Bremervörde und Stade mit den genannten Haltestellen bald wieder für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) an den Start geht, ist beschlossene Sache. Bald ist die Stader Geest wieder an den ÖPNV auf der Schiene angebunden. Bis es losgeht, sind noch einige Schritte erforderlich.

Bahnstrecke wird in zwei Schritten wiederbelebt

Rückblick: Bereits im März 2025 einigten sich DB InfraGo als Tochterfirma der Deutschen Bahn (DB), Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser (EVB) auf einen gemeinsamen Zeitplan. Dieser sieht eine Reaktivierung in zwei Schritten bis 2030 vor.

Stillgelegt ist noch der Abschnitt zwischen Hesedorf und Stade. Über Bremervörde und Hesedorf fährt die RB33 aus Richtung Cuxhaven nach Kutenholz und dann weiter durch den Landkreis Stade auf dem Weg zu ihrem Ziel Buxtehude. Die RB34 würde von Hesedorf nach Mulsum-Essel fahren. Ab Mulsum-Essel gibt es keinen ÖPNV, zwischen Bremervörde und Stade fährt lediglich der Moorexpress.

Nächster Halt: Deinste. Bald soll hier wieder die Bahn halten. Die Menschen in der Samtgemeinde Fredenbeck dürfte das freuen, denn sie wünschen sich laut einer Meinungsumfrage einen besseren ÖPNV.

Nächster Halt: Deinste. Bald soll hier wieder die Bahn halten. Die Menschen in der Samtgemeinde Fredenbeck dürfte das freuen, denn sie wünschen sich laut einer Meinungsumfrage einen besseren ÖPNV. Foto: Meyer

Dank eines Zwischenkonzepts sollen Ende 2027, wenn der Fahrplan wechselt, Menschen zwischen Bremervörde und Stade schon teilweise wieder Bahn fahren können. Der Anschluss nach Stade wird erleichtert, und die RB34 hält am Gleis 2 in der Hansestadt während der Umsetzung des Zwischenkonzepts. Im Zielkonzept, also zur vollständigen Inbetriebnahme, ist ein neues Gleis in Stade geplant.

Die LNVG erklärt, dass im letzten Schritt eine standardisierte Bewertung durchgeführt wird. Dabei werden Kosten und Nutzen abgewogen. Konkret wird geschaut, ob der gesamtwirtschaftliche Nutzen bei der Wiederinbetriebnahme die Kosten für Bau und Betrieb übersteigt. Auch wird ein Antrag gestellt, um Fördergelder durch den Bund zu bekommen. Wie viel?

27 Millionen Euro könnten zur Reaktivierung der RB34 beitragen

Zu 90 Prozent finanziert der Bund das Projekt mit Geldern aus dem sogenannten Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG). Das sind Bundesfinanzhilfen, mit denen der Bund Ländern und Kommunen unter die Arme greift, damit das Schienennetz und der ÖPNV reaktiviert, aus- oder neugebaut werden können.

Die Reaktivierung kostet nach Angaben der EVB rund 30 Millionen Euro, wovon ein Drittel in den Bahnsteigbau fließt - vor allem in die noch nicht vorhandene Haltestelle in Riensförde in der Nähe des Bildungscampus. Weitere Kosten fallen an für Anpassungen der Gleisinfrastruktur und Signaltechnik in Stade.

Derzeit dreht sich vieles um Finanzen auf dem Weg zur Streckenreaktivierung. Demnächst muss noch die Frage geklärt werden: Wer ist finanziell für den laufenden Betrieb der Strecke verantwortlich und übernimmt zum Beispiel Energie- und Personalkosten?

Baumaßnahmen auf der aktuellen Moorexpress-Strecke wie die Aufwertung oder der Neubau von Haltestellen sollen von März bis November 2027 stattfinden. Ab 2028/2029 soll der ÖPNV rollen und die Bahnstreckenreaktivierung abgeschlossen sein.

Bund investiert Rekordsummen in den Schienenverkehr

2025 wurden deutschlandweit neun Bahnstrecken und insgesamt 94,7 Kilometer Schiene wiederbelebt, in diesem Jahr sollen weitere zwölf Strecken in Betrieb genommen werden. Mit Hesedorf-Stade sind 41 Bahnstrecken in Deutschland aktuell Baustelle oder in fortgeschrittener Planung, um sie für den Reiseverkehr oder Güterverkehr zugänglich zu machen. Hesedorf-Stade ist die viertlängste dieser 41 Bahnstrecken, die teilweise erst 2038 fertiggestellt sein sollen.

Die aktuelle Bundesregierung aus CDU und SPD hat es sich auf die Fahnen geschrieben, die Verkehrsinfrastruktur massiv zu verbessern. Im Bundeshaushalt und mit Hilfe des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität plant die Bundesregierung, Rekordsummen in Deutschlands Verkehrsinfrastruktur zu investieren - 166 Milliarden Euro bis zum Jahr 2029. Etwa 107 Milliarden Euro sind für die Modernisierung, Sanierung und den Ausbau der Schienen eingeplant.

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