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Mehr als 1000 Nachbeben

Beben auf Philippinen: Zahl der Toten und Verletzten steigt

Das Beben der Stärke 7,8 hatte die Insel Mindanao am Montagmorgen erschüttert.

Das Beben der Stärke 7,8 hatte die Insel Mindanao am Montagmorgen erschüttert. Foto: Uncredited/AP/dpa

Einen Tag nach dem schweren Erdbeben auf den Philippinen wird das Ausmaß der Katastrophe deutlicher. Dutzende Menschen sind tot, Hunderte verletzt - und viele stehen unter Schock.

Von dpa Dienstag, 09.06.2026, 05:40 Uhr

Manila. Die Zahl der Todesopfer nach dem schweren Erdbeben auf den Philippinen ist auf mindestens 37 gestiegen. Zudem wurden mehr als 480 Menschen verletzt, vier weitere gelten als vermisst, wie Bernardo Rafaelito Alejandro vom Zivilschutz des südostasiatischen Inselstaats am Morgen (Ortszeit) mitteilte. Die Behörden befürchten, dass die Opferzahlen weiter steigen werden.

Das Beben der Stärke 7,8 - laut der US-Erdbebenwarte USGS das weltweit stärkste des Jahres - hatte am frühen Montagmorgen die südliche Insel Mindanao erschüttert. Besonders betroffen war die Stadt General Santos City mit rund 700.000 Einwohnern, die für ihre Thunfischindustrie bekannt ist. Dort sowie in den umliegenden Provinzen stürzten Gebäude ein, Straßen und Brücken wurden beschädigt und die Stromversorgung fiel zeitweise aus. 

Schäden am Flughafen

Zu den beschädigten Einrichtungen gehört auch der internationale Flughafen von General Santos City, ein wichtiger Knotenpunkt im Süden Mindanaos. Nach Angaben von Verkehrsminister Giovanni Lopez wurden der Kontrollturm und die Terminalgebäude beschädigt, die Start- und Landebahnen blieben jedoch intakt.

Das philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie (Phivolcs) registrierte bisher rund 1.100 teils heftige Nachbeben, die die Rettungsarbeiten erschwerten. Das heftigste hatte eine Stärke von 6,4, wie die Behörde jetzt mitteilte. Nach Angaben des Zivilschutzes sind insgesamt rund 145.000 Menschen von den Folgen des Bebens betroffen. Etwa 32.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und kamen in Evakuierungszentren oder bei Verwandten und Freunden unter. Rund 2.500 Gebäude wurden beschädigt oder sind zerstört.

Das Ausmaß der Schäden ist noch immer nicht ganz klar.

Das Ausmaß der Schäden ist noch immer nicht ganz klar. Foto: Uncredited/Philippine Coast Guard via AP/dpa

Zunächst ausgegebene Tsunami-Warnungen für die Philippinen und Indonesien wurden bereits am Montag wieder aufgehoben. In mehreren Küstengebieten waren kleinere Flutwellen registriert worden.

Viele stehen unter Schock

Rettungskräfte und Soldaten bemühen sich derweil weiter, abgeschnittene Ortschaften zu erreichen. Gesundheitsminister Ted Herbosa sagte dem Radiosender DZMM, beschädigte Straßen und Brücken erschwerten den Zugang. Auch stünden viele in der Region unter Schock. Betreuer seien im Einsatz, um traumatisierte Menschen zu unterstützen.

Tausende Gebäude wurden beschädigt oder zerstört.

Tausende Gebäude wurden beschädigt oder zerstört. Foto: Basilio Sepe/AP/dpa

Das Erdbeben hatte sich ausgerechnet am ersten Schultag nach den Ferien ereignet. Über 6.200 öffentliche und private Schulen blieben zunächst geschlossen. Zunächst soll die Sicherheit der Gebäude überprüft werden.

Die Philippinen liegen am Pazifischen Feuerring, einer der seismisch aktivsten Regionen der Erde. Dort stoßen mehrere Erdplatten aufeinander, weshalb es regelmäßig zu starken Erdbeben und Vulkanausbrüchen kommt.

Vielerorts war es der erste Schultag auf den Philippinen.

Vielerorts war es der erste Schultag auf den Philippinen. Foto: Uncredited/DepEd Mahayahay Elementary School via AP/dpa

Die Heftigkeit der Erdstöße ließ ganze Häuser kippen oder einstürzen.

Die Heftigkeit der Erdstöße ließ ganze Häuser kippen oder einstürzen. Foto: Uncredited/Philippine Red Cross via AP/dpa

In Straßen taten sich große Risse auf.

In Straßen taten sich große Risse auf. Foto: -/XinHua/dpa

Betroffen war der Süden der Philippinen.

Betroffen war der Süden der Philippinen. Foto: -/XinHua/dpa

Zahlreiche Rettungskräfte sind im Einsatz.

Zahlreiche Rettungskräfte sind im Einsatz. Foto: Basilio Sepe/AP/dpa

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