TSiol wird Fredenbecks Verwaltungschef – CDU gewinnt vor AfD und SPD
Shakehands des neuen und alten Hauptverwaltungschefs von Fredenbeck: Tim Siol (parteilos) und Matthias Hartlef. Foto: T. Meyer
Tim Siol ist mit 78,02 Prozent Fredenbecks neuer Samtgemeindebürgermeister. Die AfD sitzt erstmals im Samtgemeinderat und zwei Bürgermeisterwahlen scheinen vorentschieden.
Fredenbeck. Vor 50 Wochen stellten sich CDU, SPD, FWG, Grüne und FDP hinter Tim Siol (parteilos) als gemeinsamen Kandidaten für die Nachfolge von Matthias Hartlef. 355 Tage später erhielt der Verwaltungsfachmann am Wahlsonntag 78,02 Prozent der Wählerstimmen, 21,98 Prozent stimmten gegen ihn.
Nachdem der 54-Jährige am Sonntag um kurz vor 20.30 Uhr offiziell als neuer Samtgemeindebürgermeister bestätigt wurde, sagte er: „70 Prozent wollte ich schon gerne erreichen, von daher bin ich mit 78 Prozent super zufrieden und den Wählerinnen und Wählern sehr dankbar für ihr Vertrauen.“
T Kneipengespräch in Deinste: Wie tickt eigentlich Tim Siol?
CDU bleibt stärkste Kraft im Samtgemeinderat - AfD mit Wahlerfolg
Fredenbeck hat keine AfD im Samtgemeinderat, das wird sich demnächst ändern. Die vom Niedersächsischen Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte AfD ist nach endgültigem Wahlergebnis zweitstärkste Kraft mit 20,43 Prozent und sechs Sitzen. Damit bekamen alle fünf Kandidaten einen Sitz im 30-köpfigen Gremium. Ein Sitz bleibt unbesetzt. Ihr bestes Teilergebnis erzielte die Partei im Wahlbezirk Kutenholz II mit mehr als einem Drittel Stimmenanteil.
T „Super zufriedener“ Tim Siol folgt in Fredenbeck auf Matthias Hartlef
8457 Stimmen verbuchte die CDU und bleibt mit 38,49 Prozent (2021: 44,93 Prozent) und zwölf Sitzen stärkste Kraft. Es folgt die AfD mit 4488 Stimmen. Um fast elf Prozent verschlechtert sich die SPD, sie erhielt 18,34 Prozent und damit sechs Mandate. Die Grünen kommen auf 8,32 Prozent, die FWG kommt auf 8,06 Prozent und beide auf zwei Sitze. Jeweils einen Sitz sicher haben Die Linke (3,06 Prozent) und die FDP (1,69 Prozent).
67,54 Prozent der 11.125 Wahlberechtigten gaben ihre Kreuze für den Samtgemeinderat ab.

Die Sitzverteilung im Samtgemeinderat Fredenbeck. Foto: KDO
FWG steigert sich in Fredenbeck deutlich, CDU dominiert in Kutenholz
Bei der Wahl zum Gemeinderat Fredenbeck votierten 40,17 Prozent für die Christdemokraten, die im neuen Rat sieben statt acht Sitze belegen. 19 Plätze wurden insgesamt vergeben. Die Sozialdemokraten (24,56 Prozent) verloren 9,23 Prozent an Stimmen und einen Sitz (fünf Sitze), und die FWG konnte ihr Ergebnis von vor fünf Jahren mit 20,65 Prozent mehr als verdoppeln, was vier und damit zwei Sitze mehr zur Folge hat. Die FDP schafft 4,47 Prozent, wodurch weiterhin ein Liberaler im Gremium sitzt.
Noch keine klare Tendenz zeichnet sich daher bei dem Duell Marcel von der Lieth (CDU) gegen Dennis Meybauer (SPD) um das Amt als Gemeindebürgermeister ab.
Kutenholz wählte bei der Gemeinderatswahl die CDU zur stärksten Kraft, mit 61,47 Prozent der Stimmen behält die Partei 9 von 14 Sitzen. Mit dieser absoluten Mehrheit dürfte Sandra Lemmermann (CDU) die Wiederwahl als Bürgermeisterin sicher sein. Uwe Lütjen (SPD) ist der Gegenkandidat.
Es folgt die SPD mit 20,49 Prozent und drei Sitzen, die auch in diesem Rat Stimmen einbüßte - minus 8,09 Prozent gegenüber 2021. Volt sitzt mit seinem einzigen Kandidaten für Kutenholz neu im Gemeinderat und hätte dank 10,40 Prozent am Sonntag theoretisch zwei Sitze. Der Sitz entfällt jedoch. Auch ein Grüner (7,63 Prozent) sitzt im Vergleich zu 2021 im Rat.
Jacobs hat in Fredenbeck höchste Zustimmungswerte
In Deinste bleiben die Kräfteverhältnisse unverändert: Die CDU wiederholte dort ihren Wahlsieg von 2021 mit 49,92 Prozent. 7 von 12 Sitzen sind in CDU-Hand. Mit 23,09 Prozent vereinigte die FWG die zweitmeisten Stimmen und wegen zwei Kandidaten zwei statt theoretisch drei Sitze auf sich. 14,27 Prozent bedeuten für die SPD zwei Mandate. Es folgen die Grünen (9,1 Prozent und ein Sitz).
CDU-Bürgermeisterkandidat Tim Bardenhagen hat aufgrund der Mehrheitsverhältnisse bei der Wahl in der konstituierenden Gemeinderatssitzung im November die besseren Karten gegenüber Corinna Lange (SPD).
Auffällig war zudem, wie Fredenbeck bei der Landratswahl abstimmte. In keiner Kommune im Landkreis bekam Werner Jacobs so viele Stimmen wie in der Samtgemeinde Fredenbeck. Der AfD-Kandidat erreichte 24,83 Prozent, Kai Seefried (CDU) 75,17 Prozent.
T Überwältigender Sieg: Kai Seefried bleibt Stader Landrat
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