TStades Ex-Bürgermeisterin Silva Nieber kandidiert für den Kreistag
Die Ex-Bürgermeisterin Silvia Nieber und der aktuelle SPD-Bürgermeisterkandidat Kai Koeser für Stade stehen 2026 gemeinsam im Wahlkampf. Foto: Stehr
Die ehemalige Bürgermeisterin strebt ein Comeback für die SPD an. Die Chancen stehen gut. Hinter ihr stehen weitere bekannte Namen auf der Liste. Einer fehlt jedoch.
Stade. Silvia Nieber (65) plant ein politisches Comeback für die SPD. Die frühere Bürgermeisterin von Stade will bei der Kommunalwahl 2026 in den Kreistag des Landkreises Stade einziehen. Ihre Chancen am 13. September 2026 stehen gut.
Die Stader SPD hat Nieber auf Platz zwei ihrer Liste für die Kreistagswahl gesetzt. Vor ihr rangiert nur Björn Protze, der Fraktionsvorsitzende der SPD.
SPD Stade stellt vier Kreistagsabgeordnete
Derzeit stellen die Sozialdemokraten in Stade vier Abgeordnete im Kreistag. Die Listen der Ortsvereine müssen noch vom SPD-Unterbezirk, dem Kreisverband, bestätigt werden. Änderungen an den Vorschlägen sind jedoch selten.
„Ich habe Lust auf ein politisches Ehrenamt“, sagt Nieber dem TAGEBLATT. Es sei eine gute Gelegenheit, der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Der Stader Kreistag umfasst 62 Abgeordnete. Mit 16 Sitzen bildet die SPD die zweitstärkste Fraktion hinter der CDU, die 20 Mandate hält.
Niebers Weg nach der Bürgermeisterzeit
Die Diplom-Betriebswirtin Nieber war von 2011 bis 2019 die erste Frau im Bürgermeisteramt von Stade, als Nachfolgerin von Andreas Rieckhoff (SPD). Zuvor leitete sie von 2000 bis 2011 die Geschicke der Stadt Bad Münder am Deister. Nach ihrer Wahlniederlage 2019 gegen den CDU-Kandidaten und heutigen Amtsinhaber Sönke Hartlef blieb sie beruflich aktiv.
Zwischenzeitlich führte Nieber die Geschäfte der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg. Ehrenamtlich engagiert sie sich seit sechs Jahren als Vorsitzende der Krebsberatung Stade.
Fraktionschef Protze bleibt Spitzenkandidat
Wie schon 2021 führt Björn Protze (45) die SPD-Liste an. Der Fraktionsvorsitzende trat damals auch als Landratskandidat an, unterlag jedoch dem CDU-Amtsinhaber Kai Seefried (48). Mit 44 Prozent erzielte Protze dennoch das beste Ergebnis eines SPD-Kandidaten bei einer direkten Stader Landratswahl.

Der SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzende Björn Protze (links) ist Spitzenkandidat in Stade. Neben ihm steht Landrat Kai Seefried. Foto: Wisser
Auf Platz drei der Liste steht Christian Häckl, der Ehemann des SPD-Bürgermeisterkandidaten Kai Koeser. Philipp Lausch, ehemaliger Leistungsschwimmer, folgt auf Platz vier. Die Ratsfrau Sigrid Koppelmann belegt Platz fünf.
Bekannte Namen auf hinteren Plätzen
Auch auf den hinteren Rängen der 15-köpfigen SPD-Liste finden sich prominente Namen. Tamer Yüksel, Vorsitzender des Airbus-Betriebsrats in Stade, steht auf Platz neun. Bernhard Augustin, ehemaliger Fußballtrainer und DFB-Stützpunktkoordinator, belegt Platz zwölf.
Kommunalwahl 2026
T Warum Jörg Baumann Bürgermeister von Stade werden will
Der frühere Stadtbaurat Kersten Schröder-Doms ist auf Platz 13 zu finden. Andre Borowsky, Geschäftsführer der SPD-Unterbezirke Cuxhaven, Rotenburg und Stade, folgt auf Platz 14. Den 15. Platz nimmt der Bürgermeisterkandidat Kai Koeser ein.
Dieser prominente Name fehlt auf der Liste
Ein prominenter Name fehlt auf der Liste: Kai Holm, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Elbe Kliniken Stade und Buxtehude, beendet seine langjährige kommunalpolitische Laufbahn mit der Kommunalwahl. Die Elbe Kliniken sind mit über 3000 Beschäftigten größter Arbeitgeber im Landkreis Stade.
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