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Griechische Urlaubsinsel

Waldbrände auf Paros: Mehrere Dörfer evakuiert

Die Löschflüge mussten bei Einbruch der Nacht ausgesetzt werden. (Archivbild)

Die Löschflüge mussten bei Einbruch der Nacht ausgesetzt werden. (Archivbild) Foto: Giorgos Arapekos/ZUMA Press Wire/dpa

Die Feuerwehr ist am Anschlag und fordert Hilfe vom Festland an: Wegen der vorrückenden Flammenfront flüchten Bewohner einer Ägäis-Insel an die Strände. Und die Wetterprognose verheißt nichts Gutes.

Von dpa 29.07.2026, 08:15 Uhr
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Athen. Auf der bei Urlaubern beliebten griechischen Ägäis-Insel Paros kämpfen Feuerwehrleute seit Stunden gegen einen außer Kontrolle geratenen Waldbrand. Mehrere Ortschaften wurden wegen der vorrückenden Flammenfront evakuiert, Bewohner sollten laut Medienberichten auf Geheiß der Rettungskräfte an die Strände flüchten. Über mögliche Verletzte oder niedergebrannte Häuser wurde zunächst nichts bekannt.

Die Feuerwehr auf der Kykladen-Insel ist seit Dienstag mit Dutzenden Kräften im Dauereinsatz und forderte Unterstützung von umliegenden Inseln wie Naxos und Syros sowie vom Festland an. Insbesondere die Ortschaft Agkairia sei von den Flammen bedroht, berichteten die Zeitungen „Proto Thema“ und „Kathimerini“. Die Flüge mit Löschflugzeugen und Helikoptern seien über Nacht unterbrochen und bei Tagesanbruch wieder aufgenommen worden.

Begünstigt wurde die Feuersbrunst von der brütenden Sommerhitze und ausgetrockneten Vegetation. Kräftiger Wind, der Meteorologen zufolge heute noch stärker werden dürfte, erschwert die Löscharbeiten zusätzlich.

Frühere Feuerkatastrophen waren eine Lehre

Bisher war Griechenland in diesem Jahr weitgehend von Hitzewellen verschont geblieben. In den vergangenen Jahren gab es solche Wellen dagegen - und sie hielten teils wochenlang an. Dürre und starke Winde schafften dann perfekte Bedingungen für schlimme Waldbrände.

Die griechische Feuerwehr hat Lehren aus den Brandkatastrophen früherer Jahre gezogen. (Archivbild)

Die griechische Feuerwehr hat Lehren aus den Brandkatastrophen früherer Jahre gezogen. (Archivbild) Foto: Giorgos Arapekos/ZUMA Press Wire/dpa

Aus den verheerenden Bränden der vergangenen Jahre haben die Griechen Lehren gezogen. Neben 85 staatlichen Löschflugzeugen zählt die Feuerwehr nunmehr 18.000 Berufs- und Saisonkräfte. Wichtig ist auch der Einsatz moderner Technologie: Mittlerweile helfen mehr als 100 Drohnenbasen in besonders gefährdeten Regionen dabei, Brände möglichst frühzeitig zu erkennen. Zudem wurden vier speziell für Brandbekämpfung entwickelte Satelliten ins All gebracht, die vor allem trockene Regionen beobachten.

Derzeit herrscht in mehreren Landesteilen hohe Waldbrandgefahr. So sei die Feuerwehr am Dienstag auch zu Feuerherden in der nordöstlichen Region Evros ausgerückt, berichtete die Zeitung „Kathimerini“. Auf Kreta und den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Ikaria und Psara sei inzwischen Warnstufe vier von fünf ausgerufen worden. In der Hauptstadtregion Athen und im nordöstlichen Teil der Halbinsel Peloponnes gilt demnach Warnstufe drei.

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